Diversity bei Disney im Jahr 2020

Diversity bei Disney im Jahr 2020

PRIDE MONTH SPECIAL

Diversity bei Disney im Jahr 2020

Eine persönliche Bestandsaufnahme

Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

28. Juni 2020

Heute vor genau 50 Jahren fand in New York die erste Pride-Parade statt, um für die Rechte von  Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen zu kämpfen, sowie auf deren Diskriminierung und Ausgrenzung aufmerksam zu machen. Ein Grund für mich, mal genauer zu schauen, wie es denn bei Disney mit den Themen Toleranz & Vielfalt aussieht.

Als sich in der Nacht zum 28. Juni 1969 bei einer Razzia der Polizei im Stonewall Inn – einer Bar in der New Yorker Christopher Street – das vor allem homo- und transsexuelle Publikum das erste Mal signifikant und in großer Zahl zur Wehr setze, ahnte wohl noch niemand, dass dies einmal der entscheidende Wendepunkt der Lesben- und Schwulenbewegung in ihrem Kampf für Gleichbehandlung und Anerkennung sein würde. Galt Homosexualität damals noch als „anstößig“ oder auch „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ und wurden Besucher einschlägiger Etablissements in der Folge von Razzien gerne öffentlich zwangsgeoutet und damit diffamiert, setzte man sich in dieser Nacht das erste Mal entschlossen und mutig gegen diese andauernde Gängelung zur Wehr. In der Folge der nächsten Jahre entstand daraus die erste Christopher Street Parade, die schließlich den Monat Juni zum sogenannten Pride Month werden ließ, um auch bis heute immer wieder auf die Probleme und Diskriminierungen aufmerksam zu machen, denen viele queere Personen immer noch regelmäßig ausgesetzt sind.

Deshalb war auch der 1. Juni 2019 für viele Disney-Fans aus der LGBTQIA+ Community ein besonderer Augenblick. Denn an diesem Tag fand im Disneyland Paris der Magical Pride statt, das erste von Disney selber organisierte und veranstaltete Event zum Thema Toleranz, Akzeptanz und Vielfalt, welches auch für mich ganz persönlich eines der Highlights des vergangenen Jahres war.

Zwar gibt es bereits seit 1991 auch in Orlando jedes Jahr am ersten Samstag im Juni die sogenannten Gay Days, an denen sich Schwule, Lesben, Bisexuelle & Transgender mit ihren Familien und Freunden in den dortigen Themenparks treffen und durch das Tragen von roten T-Shirts auf sich aufmerksam machen. Allerdings hat Disney offiziell nichts mit dieser Veranstaltung zu tun und beschränkt sich lediglich darauf, im Rahmen ihrer jährlich erscheinenden Disney Rainbow Collection die passenden Merchandise-Artikel hierfür zur Verfügung zu stellen.

Dementsprechend wegweisend war auch der Schritt, in Paris im vergangenen Jahr nun ein gänzlich eigenes Pride-Event auf die Beine zu stellen, das ab dem kommenden Jahr sogar in den großen Hauptpark umziehen wird, um am 12. Juni 2021 noch mehr Gästen die Möglichkeit zu geben, gemeinsam unter dem Regenbogen zu feiern.

© Sascha Meyer
© Disney

World Showcase & Castmember-Vielfalt in Orlando

Doch gerade in Zeiten wie diesen sollten wir während des Pride Month auch einen Blick darauf werfen, dass Vielfalt sich nicht nur auf die sexuelle Orientierung oder das Geschlecht beschränkt, sondern genauso die Hautfarbe oder Nationalität, die Religion, das Alter oder die physische Gesundheit mit einschließt.

Gerade, da ich erst im Februar dieses Jahres meinen ersten Aufenthalt im Walt Disney World in Orlando verbracht habe, musste ich dieser Tage immer wieder an einige Erlebnisse und Erfahrungen während dieses Besuches denken.

So habe ich z.B. in einem Shop oder auch an einzelnen PhotoPoints Castmember mit physischen Handicaps erlebt, die im Rollstuhl saßen. Für mich ein schönes Zeichen dafür, dass auch diese Menschen bei Disney willkommen sind und genauso zur Magie der Gäste beitragen können, wie ihre anderen Kolleginnen und Kollegen.

Und natürlich muss in diesem Zusammenhang auch der World Showcase in Epcot, bei der insgesamt elf Länder in landestypischen Pavillons sowohl ihre individuellen kulinarischen Highlights vorstellen, aber eben auch über ihre jeweiligen Kulturen und Geschichten informieren, erwähnt werden. Die dortigen Castmember stammen übrigens alle aus den unterschiedlichen Ländern und werden im Rahmen des Cultural Representative Program extra dafür rekrutiert. Mehr kulturelle Authentizität geht wahrlich nicht.

© Florian Ahlborn

It’s a small world after all…

Doch wir müssen gar nicht erst nach Orlando reisen, um uns durch Disney die Vielfalt unserer Welt ganz unmittelbar vor Augen führen zu lassen. Denn auch im Disneyland Paris erwartet uns mit it’s a small world eine Attraktion, die uns auf verspielte Art und Weise die unterschiedlichsten Kulturen erleben lässt

Ursprünglich von Walt Disney und seinen Imagineers für die Weltausstellung 1964 & 1965 in New York geschaffen, lädt die Bootsfahrt zum Entdecken von Kulturen unterschiedlicher Länder und Regionen der Welt ein. Der Song, der dabei in den unterschiedlichen Sprachen der jeweils vorbeiziehenden Länder erklingt, verdeutlicht dabei noch einmal die Gemeinsamkeit und Harmonie zwischen ihnen allen und im großen Finale der Attraktion, in dem alle Nationalitäten noch einmal gemeinsam zu erleben sind, zeigt sich noch mal eindrücklich, dass wir trotz unterschiedlichen Aussehens dennoch im Grunde alle gleich sind.

© Florian Ahlborn
© Florian Ahlborn

Disney wird multikultureller und stellt sich seiner Geschichte

Und wie sieht es mit dem Thema Diversität in den Filmen von Disney, Pixar & Co. aus? Das beste Beispiel sind hier wohl die Prinzessinnen. Waren diese in den frühen Filmen stets europäische Frauentypen mit weißer Hautfarbe, änderte sich das im Jahr 1992 mit Prinzessin Jasmin im Film Aladdin und Disney begann, diesbezüglich offener und multikultureller zu werden.

Es folgten Pocahontas sowie Mulan – und mit Tiana aus Küss den Frosch! sogar die erste afrikanisch-amerikanische Prinzessin in der Geschichte des Unternehmens. Diese wird im Rahmen der gerade neu angekündigten Re-Thematisierung von Splash Mountain in Anaheim und Orlando nun sogar ihre eigene Attraktion erhalten – ein aus meiner Sicht richtiger und auch wichtiger Schritt Disneys, um die afroamerikanische Bevölkerungsschicht innerhalb der Disney Parks adäquater zu repräsentieren. Bisher waren in dieser Attraktion nämlich Figuren aus dem problematischen Film Song of the South (dt. Onkel Remus‘ Wunderland) zu sehen. Dieser löste bereits bei seiner Veröffentlichung 1946 zahlreiche Kontroversen und Proteste aus. Viele Kritiker warfen dem Film vor, durch seine Art und Darstellung das Thema der Sklaverei zu verharmlosen oder gar zu verherrlichen. Aus diesem Grund wurde der Film auch seit 1986 nicht mehr in den Kinos gezeigt und ist weder als VHS oder DVD erhältlich noch auf dem Streamingdienst Disney+ verfügbar. Im Zuge der derzeitigen Black Lives Matter-Bewegung ist eine Re-Thematisierung also in meinen Augen absolut nachvollziehbar und wohl auch schon lange überfällig.

© Disney

Die neue Generation der Disney Prinzessinnen

Doch auch generell zeigt sich aus meiner Sicht, dass Disney sich – wenn auch nur schrittweise, aber zumindest kontinuierlich – dem Thema Vielfalt annimmt.

So erleben wir in den letzten Jahren eine spürbare Emanzipation bei den verschiedenen Prinzessinnen, wenn wir z.B. an Elsa aus Frozen oder auch Jasmin in der Realverfilmung von Aladdin denken.

Gerade durch den neuen Song Speechless und einzelne neue Dialoge hat diese Figur noch einmal spürbar an Tiefgang und Charakterstärke gewonnen und stellt für mich einen neuen Frauentypus innerhalb des Disney-Universums dar.

Darüber hinaus wird hier aus meiner Sicht in einer immer noch sehr stark von Männern dominierten Welt auch ein weiteres, wichtiges Signal an junge Mädchen und Frauen gesendet, nämlich: „Vertrau auf deine innere Stimme und erlaube Dir, große Träume zu haben!“

Übrigens gab es im Jahr 2018 auch ganz offiziell eine Kampagne mit dem Titel Glaub an Dich, Prinzessin (engl. Dream Big, Princess). Hierzu gibt es auch eine Videoreihe, bei der junge Mädchen auf Frauen wie die Mary Poppins-Darstellerin Emily Blunt oder die Star Wars-Produzentin Kathleen Kennedy treffen, die ihnen von ihrem Werdegang, ihren Erfolgen, aber auch ihren größten Hindernissen auf ihrem bisherigen Lebensweg erzählen. Wenn Ihr mehr dazu erfahren wollt, dann folgt am Besten einmal diesem Link.

© Disney PhotoPass
© Disney PhotoPass

Und es tut sich doch was…

Trotz all dieser positiven Entwicklungen gibt es natürlich auch bei Disney immer noch Spielraum für Verbesserung in Bezug auf das Thema Diversität. Viele warten z.B. immer noch auf die erste offene LGBTQ-Hauptfigur in einem Disneyfilm.

Zwar können wir hier in der jüngsten Vergangenheit mit LeFou, der in der neuen Realverfilmung von Die Schöne und das Biest in einer Szene kurz mit einem Mann tanzend zu sehen ist, sowie mit der Polizistin Specter im neuesten Pixar-Animationsfilm Onward: Keine halben Sachen, die ganz natürlich im Rahmen eines kurzen Dialogs von der „Tochter ihrer Freundin“ spricht, erste Ansätze hierfür sehen. Einigen geht das indes aber noch nicht weit genug.

Ich für meinen Teil bin eigentlich ganz froh darüber, dass Disney Themen wie Regenbogenfamilien eher unaufgeregt und fast schon selbstverständlich in seine Storylines integriert, denn dadurch werden sie präsent, ohne jedoch zum Problem hochstilisiert zu werden.

Und wer übrigens genau hinschaut, kann auch in A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando während Bonnies erstem Tag in der Vorschule ein gleichgeschlechtliches Elternpaar entdecken!

© Disney / Pixar

We’re all in this together…

Ich möchte diesen Artikel mit einer letzten Episode schließen, die mir in den vergangenen Tagen immer wieder durch den Kopf gegangen ist – gerade im Hinblick auf das Thema Black Lives Matter.

Ziemlich genau vor einem Jahr, Anfang Juli, gab Disney bekannt, dass für die neue Realverfilmung von Arielle, die kleine Meerjungfrau die afroamerikanische Sängerin Halle Bailey die weibliche Hauptrolle übernehmen wird.

Damals ging ein Schrei der Entrüstung durch große Teile der Disney-Community. Viele empfanden diese Entscheidung als Fehlbesetzung und es wurden sogar Petionen ins Leben gerufen, um Disney dazu zu bringen, ihre Entscheidung zu widerrufen – selbstverständlich ohne Erfolg.

In vielen Kommentaren oder Forenbeiträgen war zu lesen, dass für viele Arielle eben eine weiße Prinzessin mit roten Haaren sei oder dadurch ja auch ein bestimmter Typus an Mädchen repräsentiert würde, der ansonsten unter den Disney Prinzessinnen nicht mehr abgedeckt sei.

Ich teile diese Meinung nicht, da es mit  Merida und Anna von Arendelle gleich zwei weitere – und noch darüber hinaus sehr unterschiedliche – Prinzessinnen mit diesem Merkmal gibt.

Da ich ohnehin glaube, dass alles im Leben nicht ohne Grund geschieht, bin ich inzwischen der festen Überzeugung, dass die Besetzung von Arielle mit Halle Bailey rückblickend vielleicht sogar einer der wichtigsten Schritte war, den Disney in Bezug auf Vielfalt und Akzeptanz gegangen ist. Denn damit trauen sie uns – den Fans und Liebhabern ihrer Filme, Parks und Merchandiseartikeln – zu, dass nicht nur sie als Unternehmen sich in Bezug auf diese Themen weiterentwickeln, sondern dass auch wir unseren Teil dazu beitragen und uns von der ein oder anderen liebgewonnenen Sehgewohnheit verabschieden müssen.

Und vielleicht gilt gerade deshalb ein Zitat aus Pocahontas heute mehr als je zuvor, wo es heißt:

Für dich sind echte Menschen nur die Menschen,
die so denken und so aussehen wie du.
Doch folge nur den Spuren eines Fremden,
dann verstehst du und du lernst noch was dazu. 

Lasst uns in diesem Sinne gemeinsam alle durch die Veränderung unserer Sichtweisen, unserer Haltungen und damit einhergehenden Handlungen dazu beitragen, Schritt für Schritt eine offenere und tolerante Gesellschaft zu werden. Wenn nicht wir als Disney-Community hierfür den ersten Schritt machen könnten, wer dann?

In diesem Sinne: Happy Pride!

Euer RainbowMickeyRunner

Florian

Es ist nun bald soweit…

Es ist nun bald soweit…

MEIN DISNEYJAHR 2020

Es ist nun bald soweit…

Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

19. Januar 2020

Das neue Jahr ist gerade einmal zweieinhalb Wochen alt und dennoch reicht meine Planung für Besuche in verschiedenen Disney Parks, Teilnahmen an mehreren runDisney-Läufen sowie der Besuch verschiedener Disney-Events bereits weit in das Jahr 2020 hinein. Inspiriert durch den lieben Jens von Mausgebabbel – Dem Deutschen Disneypark Podcast – erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel, wo es mich in den nächsten zwölf Monaten überall hinverschlagen wird. Los geht’s!

2. – 5. Januar 2020: Mickeys märchenhafte Weihnachtszeit
(Disneyland Paris)

Starten möchte ich mit einem kleinen Rückblick, denn vor zwei Wochen stand für mich ein ganz besonderer Aufenthalt an: ein Ausflug mit der ganzen Familie nach Paris. Was das Besondere daran war? In meiner Familie ist keiner so Disney-affin (oder sollte ich lieber sagen Disney-verrückt?) wie ich. Dementsprechend war diese Reise – sozusagen ein gemeinsam gemachtes Weihnachtsgeschenk – der erste Besuch in einem Disney Park für alle meine Familienangehörigen. Und noch dazu galt es dabei hinzubekommen, für alle – von der fünfjährigen Nichte bis hin zu Oma & Opa mit 70 Jahren) allen irgendwie gerecht zu werden. 



Erfreulicherweise hat sich aber alles wunderbar gefügt… wir hatten eine Menge Spaß zusammen, haben Olaf getroffen, ein wunderbares Abendessen im Inventions mit einem super süßen und anhänglichen Tigger genossen, sind an die 6 Mal Big Thunder Mountain gefahren und haben zum Abschluss noch das Frühstück mit den Prinzessinnen in der Auberge de Cendrillon genossen. Alles in allem war es also ein fantastischer Auftakt dieses Jahres, über den ich nicht glücklicher sein könnte. 

© Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)
© Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)
© Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)

18. – 26. Februar 2020: Princess Half Marathon Weekend (Walt Disney World Orlando)

Im Februar indes steht nun für mich wohl eine der spannendsten und vor allem aufregendsten Reisen in diesem Jahr an. Ich besuche zum allerersten Mal das Walt Disney World in Orlando und werde im Rahmen dieses einwöchigen Besuchs an meinem ersten runDisney-Laufevent in Amerika teilnehmen – dem Princess Half Marathon.

Angemeldet bin ich für die Fairy Tale-Challenge. Diese beinhaltet den 10km-Lauf am Samstag, den 21. Februar sowie den Halbmarathon am Sonntag, den 22. Februar. Darauf freue ich mich schon sehr, habe ich doch von vielen Disney-Läufern bereits gehört, wie schön und besonders die Atmosphäre bei den Läufen in Orlando ist und diese sich wohl auch noch einmal recht stark von den Pariser Events unterscheidet.

Auf jeden Fall heißt es an den beiden Lauftagen „Früh Aufstehen“…, denn beide Läufe starten jeweils morgens um 5:30Uhr… Da ich im Disney All-Star Sports Resort übernachte – also direkt auf dem (ziemlich weitläufigen) Gelände der Parks wird der Wecker wohl spätestens um 2Uhr klingeln, damit ich pünktlich um 3Uhr im ersten Shuttlebus zum Startbereich sitze. 


Dafür habe ich an den anderen Tagen reichlich Gelegenheit, mir die vier verschiedenen Parks anzuschauen… Die Organisation eines Aufenthaltes in Walt Disney World ist wirklich noch einmal etwas ganz anderes als eine Reise ins Disneyland nach Paris. Zum Glück hatte ich aber tolle Hilfe von Bianca, die einige von Euch vielleicht als Spinatmädchen aus dem Internet kennen! Sie hat mir super erklärt, wie man am besten entscheidet, an welchem Tag man welchen Park besucht, wie man geschickt seine Fastpässe bucht und und und… Falls Ihr mehr über meine Reisevorbereitung erfahren wollt, dann hinterlasst doch gerne unten auch noch einmal einen Kommentar, dann mache ich dazu auch noch einmal einen separaten Artikel, denn es gibt wirklich so allerlei im Vorfeld zu beachten.

© Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)

12. – 14. März 2020: Disneyland Park Adventures 
(Disneyland Paris)

Als Nächstes geht es dann wieder in „heimatliche Gefilde“ ins Disneyland nach Paris. Dort steigt nämlich am Freitag, den 13. März 2020 zum bisher 8. Mal eine nur für Infinity-Jahreskarteninhaber und ihre Freunde zugängliches Annual Pass Event. Inzwischen ist bekannt geworden, dass der Abend unter dem Motto Disneyland Park Adventures steht und man in diesem Zusammenhang die verschiedenen Länder des Parks und ihre Bewohner im Rahmen einer kleinen Zeitreise zurück in die Vergangenheit noch einmal ganz neu entdecken kann. So soll man die Main Street U.S.A. inmitten ihrer Bewohner entlang flanieren, sich mit den Piraten im Adventureland einen Schwertkampf liefern oder auch die aufregende Goldgräberzeit im Frontierland noch einmal miterleben können.

Außerdem sind Überraschungen bei einzelnen Attraktionen angekündigt, im Rahmen einer Feuerwerksshow kann man noch einmal die inzwischen fast 30 Jahre, die der Park nun bereits besteht, Revue passieren lassen oder sich mit verschiedenen Disney-Figuren auf seinem Weg ablichten lassen. Tickets für diese Veranstaltung sind inzwischen über einen speziellen Link in der englischsprachigen Jahreskartengruppe auf Facebook erhältlich. Folgt dafür einfach folgendem Link! [Beachtet aber bitte, dass dieses Event NUR für Besitzer einer Magic Plus- oder Infinity-Jahreskarte gebucht werden können! Diese können jeweils 2 Gäste mitbringen.] 

Für mich war schnell klar, dass ich an diesen Tagen unbedingt nach Paris reisen wollte, da schon recht bald feststand, dass viele Blogger-Freunde und -Bekannte von mir ebenfalls da sein werden… und deshalb darf ich da natürlich auf keinen Fall fehlen. Freut Euch also vielleicht auf ein weiteres Treppen- oder Characterfoto mit bekannten Gesichtern wie @tom_goes_magic, @nadinelovesdisney@freizeitpark_traveller, @felixkey99@mykindofdisney, @kats_disneylife@magicdisnedreamgirl, @svendisney, @magicridgley, @disneyparksandmore, @disney_dreamer_de, @spinatmaedchen @disneycentralde und noch vielen mehr.

© Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)
© Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)

8. – 10. Mai 2020: Disneyland Paris Princess Run
(Disneyland Paris)

Im Mai bin ich dann wieder sportlich im Disneyland Paris unterwegs, denn am zweiten Maiwochenende findet zum allerersten Mal das Princess Run Weekend statt.

Der große Unterschied zum Laufwochenende im September besteht vor allem darin, dass die Distanzen kürzer sind. So gibt es im Mai lediglich einen 5km- sowie einen 8km-Lauf. Beide zusammen können auch als Cinderella-Challenge gebucht werden. (Und natürlich habe ich mich direkt dazu angemeldet, denn dadurch gibt es neben den Einzelmedaillen noch eine Challenge-Medaille obendrauf.) Außerdem gibt es natürlich auch mehrere Läufe für Kinder (100m, 200m und 1km).

Derzeit sind die Startnummern für dieses Event lediglich zusammen mit einer Pauschale (Hotel & Tickets) oder einer Buchung in einem Disney-Hotel direkt über die Homepage oder Hotline des Disneyland Paris zu erwerben. Wann genau dann die sogenannten Bibs (Startnummern) einzeln in den Verkauf gehen, steht leider noch nicht fest.

Sobald ich hier Näheres weiß, erfahrt Ihr es natürlich sofort auf meiner Facebook-Seite, der dazugehörigen Run Disney Fans Deutschland-Gruppe oder meinem Instagram-Profil. Schaut also gerne einmal dort, um den Verkaufsstart auf keinen Fall zu verpassen.

© Disneyland Paris (PhotoPass)
© Disneyland Paris (PhotoPass)

5. – 7. Juni 2020: Magical Pride
(Disneyland Paris)

Und im Juni gibt es dann auch endlich ein Wiedersehen mit dem Event, dass mich im vergangenen Jahr wohl am meisten bewegt hat – dem Magical Pride… Disneys erster ganz offizieller Veranstaltung zu den Themen Gleichberechtigung, Inklusion & Toleranz.

Nachdem das Event im vergangenen Jahr in den Walt Disney Studios stattfand, zieht es 2020 sogar in den Hauptpark um, sodass es noch viel mehr Möglichkeiten geben wird, ein „buntes Fest der Vielfalt“ zu feiern, wie das Disneyland Paris es angekündigt hat. Neben einer eigens für dieses Event zusammengestellten Parade, verschiedenen Meet & Greets und anderen Programmpunkten, wird es sicher wieder auch einige aufregende Musikacts geben, die dem Abend sein ganz eigenes Flair verleihen werden.



Da ich bereits weiß, dass sowohl zahlreiche europäische als auch amerikanische Disney-Freunde zu diese Veranstaltung anreisen werden, freue ich mich schon irrsinnig auf diese Tage und bin gespannt, was es in den kommenden Wochen bis dahin noch an Informationen und Überraschungen dazu geben wird. 

© Disneyland Paris
© Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)

24. – 27. September 2020: Disneyland Paris Run Weekend
(Disneyland Paris)

Der September schließlich steht dann noch einmal ganz im Zeichen des Laufsports… Denn dann wartet wieder das Disneyland Paris Run Weekend auf mich, dass darüber hinaus in diesem Jahr bereits seinen 5. Geburtstag feiert. Dies bedeutet laut den derzeitigen Informationen eine noch magischere Atmosphäre, vor allem aber noch mehr Disney Figuren als bisher ohnehin schon.

Mit Distanzen von 5km & 10 km sowie dem Halbmarathon, gibt es hier wirklich für jeden den passenden Lauf und natürlich gibt es auch für Kinder wie beim Disneyland Princess Run jeweils Läufe mit 100m, 200m und 1km – bei dem sich auch die Kleinsten schon ihre ganz eigene Disney-Medaille verdienen können.

Wie bereits im vergangenen Jahr bin ich wieder für die 36km-Challenge angemeldet, werde also alle drei Läufe absolvieren und deshalb am Ende der Veranstaltung insgesamt fünf Medaillen mein Eigen nennen dürfen… wobei das nicht ganz korrekt ist! Denn am Ende wird es noch eine sechste Medaille obendrauf geben – nämlich die „Castle to Chateau-Challenge“-Medaille. Diese erhält man, wenn man im gleichen Kalenderjahr sowohl mindestens einen Halbmarathon in Orlando als auch den Halbmarathon in Paris absolviert. Darauf freue ich mich schon riesig, denn diese Medaille ist natürlich für mich als runDisney-Begeisterten wirklich etwas ganz Besonderes.

© Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)
© Run Disney France (PhotoPass)

Zusammenfassung

Wie Ihr also seht, wird das Jahr 2020 mindestens genauso spannend wie das vergangene Jahr werden. Ich freue mich bereits sehr auf die vielen unterschiedlichen Events, bin gespannt auf meinen ersten Besuch im Walt Disney World in Orlando und super-motiviert, meine bisherigen Zeiten bei den einzelnen Läufen im Vergleich zum Vorjahr vielleicht sogar noch ein wenig zu verbessern.

Wie sieht es denn bei Euch aus? Habt Ihr schon Eure nächsten Besuche oder Reisen in eine der vielen Disney Parks geplant? Vielleicht mögt Ihr mir davon ja mal in den Kommentaren erzählen! 

Ich freue mich von Euch zu hören, wünsche für heute noch einen schönen Tag und verbleibe bis zum nächsten Mal

 

Euer RainbowMickeyRunner 

Florian

Die Liebe hat viele Farben und Formen

Die Liebe hat viele Farben und Formen

SPECIAL EVENT

Die Liebe hat viele Farben und Formen

Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

22. Mai 2019

Im heutigen Beitrag möchte ich Euch vom Magical Pride erzählen, dem 2019 erstmals offiziell von Disney veranstalteten Pride-Event im Walt Disney Studios Park Paris am 1. Juni 2019.

Vielleicht fragt sich der/die ein*e oder andere von Euch: Disney & Pride-Event… passt das überhaupt zusammen? Ich sage mit voller Überzeugung: Ja! Bereits seit meiner Studienzeit ist die alljährliche CSD-Saison immer eine gute Möglichkeit, für einen Moment innezuhalten und sich bewusst zu machen, was sich alles im Laufe der letzten Jahre für die LGBTQ-Community positiv verändert hat. Noch zu meiner Schulzeit hätte ich es mir zum Beispiel nie zu träumen gewagt, dass ich im Jahr 2019 in Deutschland meinen Partner ebenso selbstverständlich heiraten kann, wie das heterosexuelle Paare untereinander schon lange tun können.

Und dennoch sind wir innerhalb unserer Gesellschaft noch weit davon entfernt, dass Vielfalt in Form von unterschiedlicher sexueller Orientierung, Hautfarbe, Alter, Geschlecht oder ethnischer Herkunft eine Selbstverständlichkeit ist. Vielleicht finde ich es gerade deshalb mehr als passend, dass in diesem Jahr das Disneyland Paris auch offiziell ein Pride-Event ausrichtet. Denn was könnte ein besseres Vorbild für gelebte Vielfalt sein, als die bunte und doch diverse Welt von Disney?

Hier leben Mäuse, Enten und Hunde vollkommen selbstverständlich nebeneinander, begegnen sich Prinzessinnen unterschiedlichster Herkunft und Nationalitäten und inzwischen scheint es sogar nicht einmal mehr gänzlich abwegig zu sein, dass im Disney-Mikrokosmos bald die erste offen queere Figur im Mittelpunkt einer Geschichte stehen könnte. Deshalb freut es mich auch sehr, dass mit dem Magical Pride am 1. Juni 2019 ein Event stattfindet, das genau diese Vielfältigkeit explizit thematisieren und feiern möchte. 

Und, so wie es für mich bisher aussieht, verspricht dieser Abend wirklich ein ganz besonderer zu werden…

»Lass‘ dein Herz dich führen.
Es flüstert, also hör‘ ganz genau zu.«

Walt Disney

Quelle: Disneyland Paris (InsidEars)

Dies fängt schon bei den Musikgästen an, die man für dieses Jahr verpflichten konnte. So wird es Live-Performances der britischen Electropopband Years & Years sowie der französischen Discoqueen Corine geben. Hier hat man aus meiner Sicht eine gute Mischung gefunden, um sowohl dem internationalen als auch dem französischen Publikum etwas zu bieten. Für die spätere Party im Schatten des Tower of Terror – der speziell an diesem Abend in den Farben des Regenbogens erstrahlen wird – hat sich außerdem kein geringerer als Enfant terrible und Pop-Ikone der Achtziger Boy George angekündigt, um als DJ aufzulegen. Wenn das alles musikalisch nicht vielversprechend klingt…!

Doch natürlich müssen die Besucher*innen an diesem Abend auch auf ihre geliebten Disney-Figuren nicht verzichten. So ist z.B. eine „brandneue Parade, welche die Straßen des Walt Disney Studios Park mit bunter Pride-Atmosphäre erfüllt“ angekündigt, es wird mehrere Möglichkeiten geben, sich mit seinen Lieblingscharakteren fotografieren zu lassen, wer schon immer mal den Schritt auf die ganz große Bühne wagen wollte, kann beim Karaoke im Animagique Theater sein Gesangstalent unter Beweis stellen und natürlich werden auch viele Rides bis tief in die Nacht geöffnet sein:

20 Uhr bis 1 Uhr:

  • Ratatouille: Das Abenteuer
  • RC Racer
  • Toy Soldiers Parachute Drop
  • Fying Carpets Over Agrabah
  • Crush’s Coaster
  • The Twilight Zone Tower of Terror ™

 21 Uhr bis 1 Uhr

  • Rock ’n‘ Roller Coaster starring Aerosmith
Quelle: Disneyland Paris (InsidEars)

Die einzige Frage, die ich mir im Moment noch beantworten muss, ist jene, was ich für das Event genau anziehe, denn was wäre ein Pride ohne das dafür passende Outfit? Ich habe mir zwar in den letzten Wochen schon ein paar Gedanken dazu gemacht, ganz entschieden habe ich mich aber noch nicht… Wer es sich etwas einfacher machen möchte, hat dank der kreativen Merchandising-Abteilung des Disneyland Paris in diesem Jahr zusätzlich eine ganze Palette an Artikeln zur Auswahl, um sich passend für diesen Abend in den Farben des Regenbogens kleiden zu können: so wird es ein spezielles Cap geben, T-Shirts, Lanyards… und natürlich dürfen auch die obligatorischen Ohren in Regenbogenoptik nicht fehlen.

Worauf sich aber sicher viele Besucher*innen noch mehr freuen werden, ist der speziell für diesen Anlass designte Jumbo-Pin, der in einer Auflage von lediglich 400 Exemplaren erscheint und zunächst exklusiv im Rahmen der Veranstaltung zu erwerben ist.

Quelle: Disneyland Paris (InsidEars)
Quelle: Disneyland Paris (InsidEars)

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was uns an diesem Abend en détail erwarten wird. Als ich mir im Januar meine Jahreskarte zulegte, war für mich von Anfang an klar, dass der Magical Pride eine Veranstaltung sein würde, die ich auf jeden Fall besuchen möchte. Und es freut mich sehr, dass sich inzwischen ein sehr guter Freund von mir gefunden hat, der mich bei dieser Gelegenheit zum allerersten Mal in seinem Leben ins Disneyland Paris begleiten wird. Wir werden für drei Tage bleiben und im Sequoia Lodge Hotel übernachten. Freitag und Samstag geht es dann zunächst einmal in die beiden Parks – denn ich möchte mir natürlich auch nicht die Gelegenheit entgehen lassen, endlich das wiedereröffnete Phantom Manor auszuprobieren -, bevor es Samstagabend dann auf die eigentliche Party geht. Und, wenn mich mein Eindruck in den letzten Tagen auf Facebook und Instagram nicht trügt, wird dies wirklich ein Abend werden, wo sich zahlreiche Disney-Liebhaber aus aller Herren Länder treffen werden, um gemeinsam ein buntes Fest der Vielfalt zu feiern. Vielleicht werde ich dann auch versuchen, ein paar Impressionen mit der Kamera einzufangen. Das lasse ich alles aber auch ein wenig auf mich zukommen.

Quelle: Disneyland Paris (Facebook)

Falls Ihr Euch auf den letzten Drücker noch entscheiden solltet, zum Magical Pride nach Paris kommen zu wollen, so ist dies selbstverständlich immer noch möglich. Es werden für den 1. Juni 2019 zwei unterschiedliche Ticketarten angeboten:

Das Magical Pride Plusticket (Preis: 109,- €) gewährt Euch dabei am 1. Juni 2019 zusätzlich zum Event bereits ab 16Uhr Zugang zu beiden Parks, während das Magical Pride Ticket (Preis: 89,- €) lediglich für das Event selber in den Walt Disney Studios ab 20Uhr gültig ist.

Buchbar sind beide Optionen über die offizielle Disneyland Paris-Homepage unter folgendem Link.

Jahreskarteninhaber erhalten jeweils 15% (Infinity) bzw. 10% (Magic Plus) auf den Ticketpreis bei Buchung über die deutsche Hotline (069/13 80 41 07) und können sogar bis zu 5 weitere Tickets zu diesem Sonderpreis für Freunde und Bekannte dazubuchen.

Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen, den/die eine*n oder andere*n von Euch beim Magical Pride zu treffen! Hinterlasst doch gerne einmal einen Kommentar, wie Ihr zu dieser Veranstaltung steht und ob Ihr ebenfalls mit von der Partie seid!

Für heute wünsche ich Euch noch einen schönen Tag und verbleibe bis zum nächsten Mal

Euer RainbowMickeyRunner

Florian