Auf die Plätze, fertig, los!

Auf die Plätze, fertig, los!

RUNNING @ DISNEY

Auf die Plätze, fertig, los!

Tipps & Tricks für die runDisney-Events
in Walt Disney World

Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

17. April 2022

Im November 2021 haben die runDisney-Events in Walt Disney World nach eineinhalb Jahren Corona-Zwangspause ihr großes Comeback gefeiert und erfreuen sich seitdem wieder allergrößter Beliebtheit. Grund genug für mich, Euch im Nachklang meiner Reise zum runDisney Springtime Surprise Weekend im März 2022 die amerikanischen Lauf-Events einmal genauer vorzustellen, zu zeigen, was diese Art von Aufenthalt so besonders macht, aber auch, was es alles zu beachten gibt! Los geht’s…

© runDisney

Der erste Wettlauf beginnt bereits bei der Registrierung…

Um ehrlich zu sein, könnte man bereits über die Anmeldung für ein runDisney-Event einen eigenen Beitrag schreiben. Über die Jahre hinweg hat sich eine ziemlich große Fangemeinde rund um die Veranstaltungen in Orlando, Florida gebildet, was es nicht gerade einfacher macht, an die begehrten Startplätze für die einzelnen Läufe zu kommen. Dem Start der Registrierungen wird von vielen mit Spannung entgegengefiebert und nicht selten kommt es vor, dass besonders beliebte Distanzen wie der 5km-Lauf kurz nach Verkaufsstart bereits ausverkauft sind.

Das Wichtigste beim Thema Registrierung ist deshalb: am Besten an dem besagten Tag vor Rechner, Smartphone und/oder Tablet setzen und sich direkt  anmelden! Solltet Ihr 2023 also mit dem Gedanken einer Teilnahme für einen runDisney-Lauf in Walt Disney World spielen, dann merkt Euch auf jeden Fall folgende Termine vor:

© runDisney

Der Startschuss für die nächsten drei Events am 19. April, 21. Juni & 23. August 2022 ist dabei jeweils um 16Uhr deutscher Zeit! Es empfiehlt sich aber durchaus, bereits ein paar Minuten vorher online zu sein und unter Umständen sogar mehrere Geräte und Browser zu verwenden, um sich direkt einen Platz in der virtuellen Warteschlange zu sichern sobald die Startnummern zum Verkauf freigegeben sind. 

EXTRA TIPP: Da Ihr Euren Startplatz tatsächlich erst sicher in der Tasche habt, wenn Eure Zahlung durchgegangen ist, gebe ich Euch den Tipp, Euch nicht allzu viel Zeit bei der Anmeldung zu nehmen! Informationen wie „Proof of Time“ könnt Ihr auch im Nachhinein noch in Ruhe zufügen/ändern!

Und solltet der von Euch gewünschten Lauf dennoch bereits ausverkauft sein, ist vielleicht trotzdem noch nicht alles verloren. Es gibt nämlich immer auch noch die Möglichkeit, sich über eine der zahlreichen Charities anzumelden, die mit runDisney zusammenarbeiten. Dabei verpflichtet man sich dazu, eine bestimmte Summe an Spenden für die jeweilige Wohltätigkeitsorganisation zu sammeln und bekommt dafür – quasi als Gegenleistung – die Registrierung gestellt. Hier findet Ihr auch noch einmal eine genaue Übersicht, welche Charities an welchen Events präsent sind und könnt auch schauen, was davon Euch am meisten zusagt! 

Übrigens habe auch ich mir auf diese Weise nachträglich noch meine Teilnahme an der runDisney Springtime Surprise-Challenge gesichert! Denn als die Startnummern im Dezember 2021 in den Verkauf gingen, hatte ich auch zunächst einmal Pech, da entgegen meiner Erwartung die Startplätze hierfür innerhalb nur einer halben Stunde ausverkauft waren. Umso größer war dann jedoch die Freude meinerseits, als ich mir über die Kellsie’s Hope Foundation – für die ich übrigens bereits im Jahr 2020 für den 5K im Rahmen des Disney Princess Half Marathon Weekend an den Start gegangen war – nachträglich doch noch einen Startplatz sichern konnte. Solltet Ihr übrigens mehr über diese, wie ich finde, wirklich besondere Organisation wissen wollen, die mir inzwischen wirklich sehr ans Herz gewachsen ist, dann schaut doch gerne auch mal auf ihrer Website vorbei!

© Disney PhotoPass

Onsite- oder Offsite-Hotel… das ist hier die Frage! 

Habt Ihr die Registrierungen erst einmal in der Tasche stellt sich natürlich als nächstes die Frage: Wo übernachten… in einem Disney Resort Hotel „onsite“ – also: auf dem Areal von Walt Disney World – oder doch lieber in einem etwas günstigeren Hotel außerhalb des Resorts oder auch in der Nähe von Disney Springs „offsite“.

Diese Frage lässt sich natürlich nicht so ganz einfach beantworten, hängt die Entscheidung doch von vielen unterschiedlichen Faktoren ab: Wie wollt ihr Euren Aufenthalt in Orlando genau gestalten? Was soll alles auf dem Programm stehen? Und natürlich auch: Welches Budget habt Ihr zur Verfügung? Ich persönlich habe mich bei meinen letzten beiden runDisney-Besuchen aufgrund verschiedener Aspekte für „Onsite“-Hotels entschieden und dabei jeweils in einem Disney Value Resort Hotel übernachtet: das erste Mal in Disney’s All-Star Sports, das zweite Mal in Disney’s All-Star Movies. 

Beide Hotels gehören zu den günstigsten Übernachtungsmöglichkeiten auf dem auf dem Gelände von Walt Disney World, sind mit Bussen an alle Themen-, Wasserparks sowie Disney Springs angebunden und genießen auch während der runDisney-Events den Vorzug, dass sowohl zur runDisney Health & Fitness Expo (wo Ihr z.B. Eure Startnummer abholen müsst) als auch zu den einzelnen Läufen kostenlose Shuttle-Busse angeboten werden. Dies ist natürlich vor allem von Vorteil, wenn Ihr Euch gegen einen Mietwagen entscheidet und während Eures Aufenthaltes wirklich voll und ganz in der Disney-Bubble bleiben wollt. (Zwar hatten wir bei meinem letzten Besuch für das runDisney Springtime Surprise Weekend nun tatsächlich auch einen Mietwagen zur Verfügung und haben ihn auch für die Anfahrt zu sämtlichen Veranstaltungen genutzt, allerdings würde ich aufgrund der doch recht hohen derzeitigen Kosten beim nächsten Mal wohl eher wieder auf die von Disney bereitgestellten Transportmöglichkeiten setzen und nur bei Bedarf auf RideShare-Services wie Lyft oder Uber zurückgreifen! Es ist aus meiner Sicht einfach günstiger, denn Ihr solltet beachten, dass die hoteleigenen Parkplätze auf dem Disney-Gelände inzwischen nicht mehr kostenlos sind und je nach Hotelkategorie hier zwischen $15 und $25 pro Nacht anfallen – das kann schnell ins Geld gehen!

Von der Ausstattung her dürft Ihr bei den Zimmern der Value Resort Hotels natürlich keinen allzu großen Luxus erwarten. Aus meiner Sicht bieten sie aber durchaus alles, was man für einen Walt Disney World-Aufenthalt benötigt. Und da man sich ja die meisten Zeit ohnehin in den Themenparks oder anderswo aufhält, hat mich bei meinen bisherigen Besuchen auch die etwas kleinere Zimmergröße im Vergleich zu den Moderate und Deluxe Resort Hotels etwas spartanere Ausstattung nicht gestört.

Ein weiterer Vorteil: alle drei Disney’s All-Star Resort Hotels (Movies, Sports & Music) wurden in den letzten Jahren aufwändig renoviert, sodass es hier in punkto Sauberkeit & Funktionalität wirklich absolut nichts zu beanstanden gibt. Der einzigen Minus-Punkt aus meiner Sicht besteht lediglich in der limitierten Auswahl der Transportmittel, da man hier voll und ganz auf Busse angewiesen ist. Und bei diesen können natürlich vor allem morgens vor Parköffnung die Warteschlangen schnell ziemlich lang werden. Guten Alternativen bei den günstigeren Übernachtungsmöglichkeiten stellen für mich deshalb auch Disney’s Pop Century Resort oder Disney’s Art of Animation Resort dar. Beide Hotels verfügen neben Bussen als Transportmittel nämlich auch noch über einen Anschluss an den Disney Skyliner – einer erst 2019 eröffneten Seilbahn – mit dem Ihr von diesen und weiteren Hotels problemlos sowohl EPCOT als auch Disney’s Hollywood Studios erreichen könnt.

Das ist aber natürlich nur ein ganz kleiner Teil der schier unendlichen Übernachtungsmöglichkeiten in Walt Disney World! Wollt Ihr noch mehr darüber erfahren und tiefer in die Materie einsteigen, dann hört doch auf jeden Fall auch einmal in die gemeinsame Crossover-Podcastfolge meiner lieben Freunde Bianca von Feenstaub & Mauseohren und Jens von Mausgebabbel – Der Disney Parks Podcast zu diesem Thema. Sie erläutern Euch noch einmal ganz ausführlich die Unterschiede zwischen den einzelnen Hotelkategorien, geben Empfehlungen sowie Tipps & Tricks zur Buchung und verraten Euch darüber hinaus natürlich auch ihre ganz persönlichen Favoriten, wenn es um das Thema Übernachten in Orlando geht – ob nun on- oder offsite!

© Florian Ahlborn
© Florian Ahlborn

Tickets, PhotoPass & Co. – was man halt so braucht…

Wenngleich bei einem Trip zu einem runDisney-Event wohl zunächst erst einmal die Läufe selber im Vordergrund stehen, sollen natürlich auch die Themenparks mit ihren zahlreichen Attraktionen, Character Meet & Greets, Snack-Ständen und Restaurants nicht zu kurz kommen. Und da stellt sich natürlich direkt die Frage, welche Tickets sich also für diese Art Aufenthalt am besten eignen!



Ich kann in diesem Zusammenhang – wie viele andere vor mir auch schon – tatsächlich sehr das Magic Ticket über die „Irland“-Seite der Walt Disney Travel Company empfehlen! Ab 545€ (je nach Saison) bekommt Ihr hierbei ein Ticket, welches Euch entweder 7 oder manchmal sogar zum gleichen Preis ganze 14 Tage Zutritt zu allen Themen- und Wasserparks von Walt Disney World bietet! Besonders interessant für die runDisney-Läufe ist darüberhinaus der ebenfalls im Preis enthaltene Memory Maker, der Euch Zugriff auf sämtliche Disney PhotoPass-Fotos gibt, die während Eures Aufenthaltes von Euch gemacht werden – und zwar auch all jener, die während der Läufe entstehen! Und ich kann Euch sagen: das sind wirklich eine ganze Menge, da sich sowohl während des Laufens an sich, aber auch bei den einzelnen Character-Stops sowie im Start- und Zielbereich zahlreiche PhotoPass-Fotografen befinden, die dieses besondere Erlebnis für Euch professionell fotografisch festhalten!

Außerdem erlauben die Magic Tickets täglich ab 14Uhr auch das sogenannte Parkhopping! Das bedeutet, Ihr könnt pro Tag sogar mehrere Parks besuchen, wenn Ihr mögt! All dies sind normalerweise Add-Ons, die extra bezahlt werden müssen, wodurch die Magic Tickets preislich wirklich mit keiner anderen Ticketoption mithalten können! Und selbst den Genie+ Service könnt Ihr zu diesem Tickettyp bereits im Vorfeld zu einem reduzierten Preis hinzufügen! (Hiervon würde ich Euch persönlich nach meinem letzten Besuch jedoch abraten! Entscheidet lieber jeden Tag aufs Neue, ob Ihr Genie+ für den jeweiligen Tag braucht und nutzen wollt oder vielleicht auch nur eine Individual Lightning Lane buchen möchtet! Aus meiner Sicht kommen für Genie+ nämlich vor allem das Magic Kingdom sowie Disney’s Hollywood Studios infrage! Bei den beiden anderen Parks kommt man eigentlich auch ganz gut ohne diesen Service zurecht.)

© Florian Ahlborn

Ab in die Laufschuhe… it’s time to runDisney!

Doch kommen wir nun endlich noch einmal zum runDisney Springtime Surprise Weekend an sich! Traditionell beginnt jedes Event immer einen Tag vor dem ersten Lauf mit der Eröffnung der runDisney Health & Fitness Expo im ESPN Wide World of Sports ComplexHier muss jede*r Teilnehmer*in zunächst persönlich seine/ihre Startnummer abholen, bekommt die dazugehörigen Shirts und kann sich darüber hinaus an zahlreichen Verkaufsständen mit den neuesten Accessoires und Hilfsmitteln für den täglichen Laufbedarf informieren.

Und natürlich gibt es auch von runDisney selber eine große Auswahl an Merchandise wie Spirit Jerseys, Pins, Tassen, Shirts, Ornamente und vielerlei mehr, die sich bei runDisney-Fans selbstverständlich allergrößter Beliebtheit erfreut. Deshalb bilden sich häufig auch schon mehrere Stunden vor Öffnung der runDisney Health & Fitness Expo in den frühen Morgenstunden des ersten Tages lange Schlangen auf dem Gelände. Habt Ihr also ein bestimmtes Erinnerungsstück im Auge, solltet Ihr definitiv mit dem Gedanken spielen, früh aufzustehen – was übrigens ohnehin auch ein gutes Training für die kommenden Tage sein kann! Eine Teilnahme an einem runDisney-Event in Orlando bedeutet nämlich vor allem eines: man muss sehr früh aufstehen! Und mit sehr früh meine ich tatsächlich zwischen 1:30 und 2:00Uhr morgens, da die runDisney-Läufe allesamt vor Parköffnung stattfinden und natürlich dementsprechend früh beginnen!

Im Rahmen des runDisney Springtime Surprise Weekend hatten wir neben den Läufe noch einen zusätzlichen Programmpunkt am frühen Morgen! Seit diesem Jahr gibt es nämlich erstmals das sogenannte Sunrise Yoga – eine ca. einstündige Yoga-Session, welche zu Füßen von Cinderella Castle im Magic Kingdom stattfindet. Und obwohl ich nun seit mehreren Monaten jeden meiner Tage mit einer kleinen Einheit Yoga beginne, war dieses Event rund um die Central Plaza selbst für mich etwas wirklich Besonderes. Denn wann hat man schon einmal die Gelegenheit, das Magic Kingdom zu dieser Zeit und vor allem auf diese ganz besondere Art und Weise zu erleben? Das Sunrise Yoga war wirklich der perfekte Start in ein sportlich geprägtes Wochenende! Und gäbe es ich noch einmal die Möglichkeit daran teilzunehmen, würde ich sicher nicht lange zögern, dieses Erlebnis wieder zu buchen!

© Florian Ahlborn
© Florian Ahlborn

Am Abend desselben Tages stand dann schließlich auch unser ersten Lauf an: der Expedition Everest 5K, der uns durch Disney’s Animal Kingdom führen sollte! Und auch dieser Programmpunkt war im Rahmen des Wochenendes durchaus eine Besonderheit. Seit mehreren Jahren finden sämtliche Läufe nämlich eigentlich nur noch morgens statt. Zwar hatten wir bei dieser Distanz leider etwas Pech mit dem Wetter, da laut den Wettervorhersagen ein Gewitter aufzuziehen drohte und dadurch zunächst infrage stand, ob das Event überhaupt planmäßig stattfinden könnte. Schlussendlich blieb jedoch alles trocken und man entschied sich lediglich dazu, die Strecke ein klein wenig abzukürzen und vor allem die eigentlich bei diesem Lauf zusätzlich geplante Scavenger Hunt auszusetzen, um alle Läufer*innen sichern und vor allem zügig über die Ziellinie zu bringen. Dies tat aber dem Spaß und der besonderen Atmosphäre keinen Abbruch, sodass wir schlussendlich doch noch Pandora – The World of Avatar und alle anderen so besonderen Bereiche dieses, wie ich finde, wirklich besonderen Disney Parks genießen konnten.

EXTRA TIPP: Wetterkapriolen wie diese sind für Orlando übrigens gar nicht so selten! runDisney hält alle Teilnehmer*innen währen seiner Events deshalb vor allem über Twitter auf dem Laufenden, falls es irgendwelche Änderungen oder Anpassungen geben sollte! Es empfiehlt sich also, den Kanal während der Veranstaltungstage immer ein wenig im Auge zu behalten, falls es etwas Besonderes zu beachten gibt!

© Disney PhotoPass

Nachdem der 5km-Lauf am Donnerstag also hinter uns lag, sollte es dann am Samstag- und Sonntagmorgen jeweils mit dem Race for the Taste 10K sowie dem The Twilight Zone Tower of Terror™ 10-Miler weitergehen! Da diese Distanzen beide morgens starteten, ging es am Abend vorher bereits ziemlich früh ins Bett. Damit sich nämlich spätestens zur Parköffnung für die normalen Besucher bei diesen Läufen niemand mehr auf der Strecke befindet, erfolgt der Startschuss bei runDisney in der Regel immer um 5Uhr morgens! Und damit sich zu diesem Zeitpunkt auch wirklich alle ca. 10.000 Läufer*innen im Startbereich befinden, , startet also auch der Bustransfer von den jeweiligen Resort Hotels bereits zwei Stunden vorher um 3Uhr.

EIN PERSÖNLICHER TIPP DAZU VON MIR: Überlegt Euch deshalb schon im Vorfeld, wie Ihr Eure Lauftage genau gestalten wollt! Ich würde zum Beispiel nicht empfehlen, sich abends noch lange in den Parks aufzuhalten, Feuerwerksshows anzuschauen oder Reservierungen für ein spätes Abendessen zu machen! Nehmt Euch an diesen Tagen lieber nicht zu viel vor, plant ausreichend Zeit zum Ausruhen und Erholen ein und gönnt Euch vielleicht sogar nach den Läufen noch ein kleines Nickerchen statt direkt die Parks unsicher zu machen! Das lässt sich auch gegen Mittag oder Nachmittag noch gut machen!

Und wenn Ihr es zeitlich einrichten könnt, würde ich einen Aufenthalt im Rahmen eines runDisney-Events in Orlando ohnehin immer bestenfalls mit den Läufen beginnen und die ausgiebigen Tage in den Parks dann im Anschluss daran planen. Das gibt Euch dann auch ausgiebig die Möglichkeit, Eure hart erarbeiteten Medaillen auszuführen und vor allem reichlich Erinnerungsfotos damit zu machen! Die PhotoPass-Fotografen freuen sich nämlich wirklich immer darüber, Euren Erfolg ausgiebig fotografisch festzuhalten und werden dabei meistens sogar richtig kreativ! 

Aber noch einmal zurück zu meinem persönlichen Ablauf am frühen Morgen: Da ich mich vor einem Lauf ungern hetze und darüber hinaus gerne früh genug im Startbereich bin, um einen guten Startplatz zu ergattern, stehe ich persönlich für runDisney-Laufevent meistens bereits um 1Uhr klingelt. So kann ich mich in aller Ruhe fertig machen und aufwärmen, bevor ich dann entweder im ersten Bus zum Startbereich sitze oder mich noch vor Abfahrt der Busse mit dem Mietwagen auf den Weg mache. In diesem Punkt einfach ungern irgendein Risiko ein, denn es können durchaus Straßen abgesperrt, Busse verspätet oder auch überfüllt sein, sodass sich Eure Ankunft vielleicht doch etwas verzögern kann. Und für mich gibt es vor einem Lauf nichts Schlimmeres als Stress! Plant also morgens wirklich ausreichend Zeit ein und timt Eure Abfahrt bestenfalls so, dass Ihr spätestens 60 Minuten vor Laufbeginn im Startbereich seid!

© Disney PhotoPass
© Disney PhotoPass
© Disney PhotoPass

Unter Umständen profitiert Ihr dadurch übrigens auch ein wenig während des Laufes selber, da Ihr weniger Läufer*innen vor Euch habt und so bei den Character-Stops, die an der Strecke zahlreich auf Euch warten, wodurch die Läufe in Walt Disney World natürlich auch noch einmal zu etwas ganz Besonderem werde – nicht so lange für ein Erinnerungsfoto anstehen müsst. (Und lasst Euch bitte auch nicht davon abschrecken, wenn eine Warteschlange mal etwas länger aussieht… die PhotoPass-Fotografen und Castmember, sind in der Regel wirklich gut darin, die Anstehenden zügig abzuarbeiten, sodass jede*r zu seinem Foto und danach zügig wieder auf die Strecke kommt.) Und in der Regel gibt es sogar die Möglichkeit, noch vor dem Startschuss erste Erinnerungsfotos mit dem ein oder anderen Disney-Character zu schießen oder sich von DJs  und Moderator*innen schon einmal in die richtige Stimmung bringen zu lassen, sodass es einem bis zum eigentlichen Start in diesen frühen Morgenstunden definitiv auf keinen Fall langweilig wird!

Und eins kann ich Euch ebenfalls versichern: ist der Startschuss erst einmal gefallen und befindet Ihr Euch dann endlich auf der Strecke, ist die Müdigkeit und die etwaige Aufregung ohnehin ganz schnell verflogen, entfalten die runDisney-Läufe doch erst dann wirklich ihre volle Magie – sei es durch die Castmember und Zuschauer an der Strecke, die Charactere, DJs, Musiker*innen, Marching Bands und Cheerleader-Gruppen, die einen immer wieder dazu motivieren, weiterzulaufen, das besondere Lichtdesign, die Stille des Morgens in den Parks, und und und… All das kann man eigentlich gar nicht in Worte fassen – man muss es wirklich einfach einmal selber erlebt haben! 

Und runDisney lässt sich auch wirklich bei jedem Laufevent und jeder einzelnen Distanz immer wieder etwas ganz Besonderes und Neues einfallen. So sind z.B. sogar die Charaktere und musikalischen Acts eigentlich immer passend auf die jeweiligen Themen und Motive abgestimmt! Während beim Race for the Taste 10K also allerlei kulinarische Meet & Greets die Strecke säumten, wartete der The Twilight Zone Tower of Terror™ 10-Miler mit lauter Charakteren und musikalischen Acts im Stil der 30er & 40er Jahre auf, was natürlich wunderbar zum Motto dieses Laufes passte!

Gerade deshalb sind aus meiner Sicht die runDisney-Events auch tatsächlich etwas für jedermann/frau – egal welchen Alters oder Fitnesslevels. Hier geht es definitiv nicht um Bestzeiten, sondern um den gemeinsamen Spaß und natürlich auch das kollektive gemeinschaftliche Erlebnis! Wenn Ihr also irgendwann einmal bei einem Laufevent von runDisney an den Start geht, dann genießt vor allem diese besondere Atmosphäre. Teilweise kommt Ihr nämlich sogar in Bereiche, die für Gäste normalerweise tabu sind und lernt dadurch die Disney Parks noch einmal aus einem ganz neuen Blickwinkel kennen!

© Florian Ahlborn

Und wenn Ihr dann nach dem Überqueren der Ziellinie endlich Eure langersehnte Disney-Medaille um den Hals hängen habt, garantiere ich Euch: all der Schweiß und die Anstrengung in den Wochen davor ist plötzlich wie weggeblasen und man ist einfach nur unendlich glücklich und immer wieder auch ganz schön stolz, die ganzen Herausforderung im Vorfeld gemeistert zu haben! Selbst für mich, der inzwischen ja doch schon den ein oder anderen Lauf hinter sich gebracht hat, ist dieser Augenblick immer wieder etwas ganz Besonderes. Denn jede neue Medaille von runDisney – die übrigens alle wirklich sehr aufwändig und auch besonders gestaltet sind – ist natürlich auch ein ganz besonderes Erinnerungsstück, das Euch im Laufe Eures Lebens immer wieder daran erinnern wird, was Ihr alles zu erreichen imstande seid!

Solltet Ihr an dieser Stelle übrigens immer noch nicht genug haben, was runDisney angeht, dann hört doch gerne auch einmal in diese neue Podcast-Episode von Mausgebabbel – Der Disney Parks Podcast hinein, in der ich mit Jens und Bianca noch etwas ausführlicher über meinen gesamten Aufenthalt im Walt Disney World in Orlando gesprochen habe und neben meinen Lauferlebnissen auch davon erzähle, ob mein Mittagessen im erst kürzlich eröffneten Space 220 Restaurant in EPCOT meinen hohen Erwartungen entsprechen konnte und was neben den Laufevents darüber hinaus ein ganz besonderes Highlight dieses Besuchs für mich war:

Ich hoffe auf jeden Fall sehr, dass ich Euch mit diesem Blogartikel die runDisney-Events in Orlando ein klein wenig näher bringen konnte und Euch vielleicht sogar den ein oder anderen nützlichen Tipps für Eure eigene Planung mitgeben konnte! Vielleicht habt Ihr ja tatsächlich Lust bekommen, auch bald einmal in Florida an den Start zu gehen! Solltet Ihr dazu noch weitere Fragen haben oder Hilfe benötigen, dann hinterlasst gerne einen Kommentar unter diesem Artikel oder kontaktiert mich gerne auch persönlich per Email oder über Instagram oder Facebook! Ich freue mich immer, wenn ich Euch bei Euren Trainings, Reiseplanungen oder ähnlichem inspirieren, unterstützen und ermutigen kann!

In diesem Sinne: Bleibt in Bewegung und auf ganz bald!

Euer RainbowMickeyRunner

Florian

Disney… Say Gay! – Ein persönlicher Kommentar…

Disney… Say Gay! – Ein persönlicher Kommentar…

DIVERSITY

Disney… Say Gay!

Ein persönlicher Kommentar zur
aktuellen politischen Debatte in Florida

Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

11. März 2022

Innerhalb der letzten zwei Jahre schien sich Einiges getan zu haben, was die Themen Vielfalt, Toleranz & Inklusion bei Disney angeht. Doch gerade die letzten zwei Wochen nähren Zweifel daran, wie ernst es die Walt Disney Company mit ihrem Einsatz für die LGBTQ+ Community eigentlich wirklich meint… Grund genug, in diesem Artikel für Euch einmal genauer hinzuschauen und zu erläutern, worum es im Einzelnen geht!

Zu den Hintergründen…

Dafür müssen wir zunächst einmal einen Blick auf die amerikanische Politik werfen, denn konkret geht es bei der derzeitigen Problematik um den Anfang Januar 2022 eingebrachten Gesetzesentwurf HS 1557 mit dem zunächst recht harmlos klingenden Titel Parental Rights in Education. Die republikanischen Befürworter sagen dabei, das Gesetz diene dazu, Eltern mehr Kontrolle darüber zu geben, was ihre Kinder in der Schule lernen. Das Prekäre daran: das Gesetz soll dafür sämtliche Gespräche über Themen wie Genderidentität oder sexuelle Orientierung aus Vor- und Grundschulen verbannen. (So könnte z.B. untersagt werden, ein Gespräch darüber zu führen, wenn Kinder von zwei Vätern oder Müttern großgezogen werden.) Doch auch die Behandlung solcher Themen im Unterricht mit älteren Schüler*innen könnte davon betroffen und eingeschränkt werden. Im vorliegenden Entwurf heißt es dazu konkret:

„Ein Schulbezirk darf keine Diskussionen im Klassenzimmer über sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität in Grundschulklassen oder in einer Art ermutigen, die nicht dem Alter oder der Entwicklung von Schülern angemessen ist.“

Dies brachte dem Gesetz seitens seiner Gegnerschaft deshalb inzwischen auch den inoffiziellen Titel Don’t Say Gay-Bill ein, was auf deutsch so viel wie Sag nicht schwul-Gesetz bedeutet. Sollte sich eine Schule nicht an diese Vorgaben halten, können Eltern rechtliche Schritte einleiten und die entsprechende Bildungseinrichtung sogar verklagen. Dementsprechend nachvollziehbar ist wohl, dass sich LGBTQ-Organisationen wie das Trevor Project oder auch die Human Rights Campaign entsetzt über dieses Vorhaben zeigen. Vor allem, da man in Untersuchungen festgestellt hat, dass sich queere Jugendliche gerade durch den positiven Umgang mit LGBT-Themen in der Schule in ihrer Identität bekräftigt und bestätigt fühlen und es dadurch sogar zu weniger Suizidversuchen kommt. All dies würde durch das Don’t Say Gay-Gesetz verhindert werden. Brandon Wolf – Pressesprecher von Equality Floridageht sogar soweit, dass die Verordnung jungen Menschen, die anfangen sich als LGBTQ zu identifizieren, zu verstehen gibt, dass „ihre bloße Existenz unangemessen sei“.   

© Disney
© Disney
© Disney

Und Disney? Schweigt zunächst…

Doch was hat all dies nun mit Disney zu tun? Wie sich viele von Euch vielleicht denken können, gehört der Unterhaltungsriese vor allem durch das Walt Disney World Resort in Orlando mit über 62.000 Castmembern zu einem der größten Arbeitgeber im US-Bundesstaat Florida. Dementsprechend bedeutend ist selbstverständlich auch der Einfluss, den ein solches Unternehmen auf die politischen Verhältnisse hat. Und durch Initiativen wie die Reimagine Tomorrow-Kampagne, die 5 Keys mit dem Inklusions-Schlüssel als Herzstück oder auch die immer umfangreichere Rainbow Disney Collection sollte man meinen, dass die Walt Disney Company sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr zu einem Vorzeigeunternehmen entwickelt hat, was die Themen Toleranz, Vielfalt und Akzeptanz angeht. 

Umso verwunderlicher war es denn auch, dass es seitens Disney bis Anfang März 2022 keinerlei offizielles Statement zum Don’t Say Gay-Gesetz gab. Es zeigte sich vielmehr, dass der Unterhaltungskonzern republikanische Vertreter*innen, die den Gesetzesentwurf aufgesetzt und vorangetrieben haben, durch politische Spenden sogar noch finanziell unterstützt hat – wenngleich man sich in einem internen Schreiben an die Castmember darauf berief, dass man nicht direkt den Gesetzesentwurf HS 1557 unterstützt habe, sondern allgemein Demokrat*innen & Republikaner*innen Spenden zukommen lassen habe – ein in den USA durchaus übliches Verfahren. Nichtsdestotrotz wuchs die Enttäuschung innerhalb der LGBTQ+ Community mehr und mehr, hatte man sich doch von einem Unternehmen wie Disney, was in den letzten Jahren durchaus liberaler und sensibler in Bezug auf solchen Themen zu werden schien, mehr Unterstützung und vor allem Mut in dieser Angelegenheit gewünscht. 

Da half es auch nichts, dass es schließlich doch noch ein offizielles Statement seitens des Disney-Konzerns gab, in dem jedoch ebenfalls kein direkter Bezug zum eigentlichen Gesetzesentwurf erkennbar war. Vielmehr berief man sich darauf, man wollte vor allem durch die besondere Willkommenskultur und die verschiedenen filmischen Inhalte und Formate Einfluss darauf nehmen, zukünftig eine integrativere Welt zu erschaffen. Vielen ging dies – aus meiner Sicht verständlicherweise – jedoch nicht weit genug… 

Man versucht Schadensbegrenzung zu betreiben!

Und so kam, was sich wohl niemand aus der LGBTQ+ Community gewünscht hatte: Bei der finalen Abstimmung im Senat des US-Bundesstaats Florida wurde das Gesetz am Dienstag, den 8. März 2022 tatsächlich mit einer knappen Mehrheit von 22 zu 17 Stimmen verabschiedet. Nun liegt es am republikanischen Gouverneur Ron DeSantis, ob das Gesetz durch seine Unterschrift tatsächlich in Kraft tritt. Seine generell Zustimmung hatte DeSantis im Vorfeld bereits signalisiert. 

Zwar sprach sich Disney-CEO Bob Chapek auf der am 9. März 2022 digital abgehaltenen Aktionärsversammlung der Walt Disney Company doch noch verhältnismäßig konkret gegen das Don’t Say Gay-Gesetz aus, nachdem er in einer internen Nachricht an die Castmember angab, Disney habe sich zu dieser politischen Angelegenheit zunächst ganz bewusst nicht öffentlich äußern wollen und vielmehr versucht, im Hintergrund Einfluss auf das Abstimmungsergebnis zu nehmen. Ändern am finalen Abstimmungsergebnis des Senats tat dies freilich nichts mehr – hierzu hätte man seitens der Geschäftsführung einfach früher offensiver und mutiger sein müssen.

Und selbst das Versprechen Chapeks in diesem Zusammenhang, man wolle als ein weiteres von über 120 US-Unternehmen der Human Rights Campaign (HRC)einer der größten lesbisch, schwulen, bisexuellen und transgender (LGBT) Lobby-Organisationen in den Vereinigten Staaten – beitreten und einen Gesamtbetrag von 5 Millionen Dollar an diese und andere Organisationen spenden, die sich für die Rechte von LGBTQ+ einsetzen, schien zuletzt doch eher wenig zur Schadensbegrenzung beizutragen. HRC zum Beispiel erwiderte dieses Angebot nur ein paar Stunden später damit, dass man die Spende der Walt Disney Company so lange ablehnen würde, bis man sich auf das öffentliche Engagement des Unternehmens zu 100% verlassen könnte und es zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Befürworter*innen von LGBTQ-Rechten käme, sodass Gesetzesentwürfe wie das Don’t Say Gay-Gesetz zukünftig gemeinsam verhindert würden. Das Statement Chapeks, so HRC Interims President Joni Madison, sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, wäre aber zunächst nur ein erster Schritt von vielen weiteren.

Quelle: https://www.hrc.org/press-releases/human-rights-campaign-refuses-money-from-disney-until-meaningful-action-is-taken-to-combat-floridas-dont-say-gay-or-trans-bill
Quelle: https://www.hrc.org/press-releases/human-rights-campaign-refuses-money-from-disney-until-meaningful-action-is-taken-to-combat-floridas-dont-say-gay-or-trans-bill

Auch die Kritik aus den eigenen Reihen ist groß…

Und dass es im Hause Disney trotz zahlreicher positiver Entwicklungen in Bezug auf Vielfalt, Toleranz und Inklusion tatsächlich noch Nachholbedarf gibt, macht nicht zuletzt auch noch ein Schreiben zahlreicher LGBTQIA+ Mitarbeiter*innen und ihrer Straight Allies der Pixar Animation Studios deutlich, die darin vor allem beklagen, dass Disney in der Vergangenheit darauf bestand, „fast jeden Moment offenkundig schwuler Zuneigung“ zu entfernen, selbst wenn es gegen diese Forderungen sowohl auf Seiten der Kreativteams als auch der Geschäftsleitung von Pixar Einspruch und Proteste gab. 

Dabei beruft sich das Studio auf ein internes Memo von CEO Bob Chapek vom 7. März 2022 an alle Mitarbeiter*innen der Unternehmens, in dem er hervorhob, dass Filme und Serienformate wie Encanto, Black Panther, Coco, Soul, Modern Family, Summer of Soul oder Love, Victor in ihrer Diversität allesamt ein stärkeres Statement darstellen würden als einzelne Tweets oder Lobby-Anstrengungen, um damit noch einmal seinerseits das bisherige Schweigen des Unternehmens zu rechtfertigen.

Am Ende stellt sich natürlich die Frage: Wie verhält man sich nun selber als queerer Disney-Fan und -Blogger zu all dem? Und offengestanden: eine direkte Antwort darauf habe auch nicht. Natürlich finde auch ich es wie viele andere nicht nur äußerst bedauerlich, sondern geradezu erschreckend, dass man seitens der derzeitigen Unternehmensführung so lange gebraucht hat, zur Problematik des Don’t Say Gay-Gesetzes ein öffentliches Statement abzugeben. Nicht zuletzt natürlich, weil vor allem in den sozialen Medien die Enttäuschung so vieler Castmember und Disney-Fans der LGBTQ+ Community so stark zu spüren war – und auch immer noch ist. 

Meine ganz persönliche Antwort auf diese Problematik ist, dass ich mich – unter anderem mit diesem Blogbeitrag – solidarisch mit all jenen zeigen möchte, die mutig genug waren, in den vergangenen Tagen ihre Stimme zu erheben und somit – wenn auch in diesem Falle leider wohl zu spät – den derzeitigen CEO Bob Chapek doch noch dazu gebracht haben, sich öffentlich zu äußern und zumindest klarer zu positionieren als vorher. All diesen Castmembern, Aktivist*innen, Journalist*innen, Blogger*innen, Influencer*innen und Straight Allies der LGBTQ+ Community möchte ich einfach sagen: DANKE! Danke für Euren Mut, Eure Entschlossenheit, Eure Entschiedenheit und natürlich vor allem Eure Hartnäckigkeit in dieser Angelegenheit. 

Auch wenn wir gesellschaftlich bereits viel erreicht haben, was die Gleichstellung von LGBTQ+ angeht, so sehen wir, dass uns all diese Errungenschaften nur allzu leicht auch wieder genommen werden können. Und so hoffe ich, dass ich auch Euch Disney-Fans dazu animieren kann, sich solidarisch mit uns Queers zu zeigen und wachsam zu bleiben, sodass wir trotz aller Liebe zu Disney immer auch ein Auge darauf haben, dass auf all die großen Worte und Versprechungen im Hinblick auf Offenheit, Toleranz und Vielfalt schlussendlich auch wirklich Taten folgen. 

© Disney
© Disney

Fast schon ironischerweise ist übrigens gerade am 9. März 2022 auf Disney+ eine neue Folge der Serie Die Prouds: Lauter und Trauter mit dem Titel Vaterfiguren erschienen, in der Protagonistin Penny Proud trotz aller Widerstände ihres Umfeldes mutig genug ist, ihre Stimme für Toleranz und Akzeptanz  innerhalb ihres Umfelds für das schwule Ehepaar Barry & Randall Leibowitz-Jenkins – im Original übrigens von keinen Geringeren als Zachary Quinto & Billy Porter gesprochen – und ihre beiden Adoptivkindern zu erheben und dadurch am Ende sogar ein Umdenken bei Freunden, Familie und Mitschülern bewirkt. Vielleicht nimmt sich Disney-CEO Bob Chapek ja einmal die Zeit dafür, sich diese Episode aus seiner eigenen Kreativschmiede in Ruhe anzuschauen. Wenn Disney vor allem durch seine Inhalte und Formate bewirken kann, gemeinsam eine integrativere Welt zu erschaffen, vielleicht bewegt Penny Prouds Mut und Entschlossenheit ja auch ihn in seiner Position als Konzernchef zukünftig offensiver für die Themen Toleranz, Akzeptanz & Vielfalt einzutreten! Zu wünschen wäre es…  

[Nachtrag vom 12. März 2022: Inzwischen hat sich Disney-CEO Bob Chapek in einem offiziellen Statement für sein langes Schweigen bezüglich des Don’t Say Gay-Gesetzes entschuldigt und angekündigt, sowohl das Vorgehen in Bezug auf politische Spenden als auch die Zusammenarbeit mit Lobbygruppen der LGBTQ+ Community überarbeiten und reformieren zu wollen.] 

Wie man sieht, bringt es also tatsächlich etwas, sich wehrhaft zu zeigen und seine Stimme in solchen Angelegenheiten zu erheben!

In diesem Sinne: STAY LOUD & PROUD!

Euer RainbowMickeyRunner

Florian

Ein neues Laufevent wirft seine Schatten voraus!

Ein neues Laufevent wirft seine Schatten voraus!

DISNEY RUNNING

runDisney Springtime Surprise

Ein neues Laufevent
wirft seine Schatten voraus!

Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

9. Dezember 2021

2022 wartet runDisney endlich einmal wieder mit einem neuen Eventkonzept auf – dem runDisney Springtime Surprise Weekend. Was diese Laufveranstaltung genau ausmacht, welche Besonderheiten sie bietet und vor allem, wie Ihr daran teilnehmen könnt, erfahrt Ihr direkt in diesem Blogbeitrag!

So langsam aber sicher neigt sich das Jahr 2021 – man möchte fast schon ein wenig sagen: zum Glück – dem Ende entgegen. Für alle begeisterten runDisney-Läufer bedeutet dies, dass nun schon bald auch wieder vermehrt Laufevents „vor Ort“ in den Disney Parks stattfinden – man also nicht mehr nur „virtuell“ daheim in der eigenen Nachbarschaft seine Läufe absolvieren muss, um eine der schönen Disney-Medaillen zu erhalten.

Während die runDisney-Saison in Walt Disney World in Orlando seit mehreren Jahren bereits quasi traditionell immer wieder aus den drei großen Events Disney Wine & Dine Half Marathon Weekend (Anfang November), Walt Disney World Marathon Weekend (Anfang Januar) und Disney Princess Half Marathon Weekend (Ende Februar) besteht, hat man sich dazu entschieden ab dem kommenden Jahr 2022 für Ende März statt des bisherigen Star Wars Rival Run Weekends ein vollkommen neues Eventformat in Leben zu rufen: das runDisney Springtime Surprise Weekend. Doch was genau hat es damit auf sich? Schauen wir uns dieses neue Format doch einmal genauer an!

© runDisney

Während die übrigen drei Events im Laufe der runDisney-Saison sich immer wieder in punkto Ablauf, Distanzen und Themen gleichen oder ähneln, geht man mit dem neuen runDisney Springtime Surprise Weekend nun einen vollkommen anderen Weg – hier dürfen sich nämlich alle Laufbegeisterten in jedem Jahr völlig neu überraschen lassen, unter welchem Motto die vier Tage stehen, welche Distanzen diese beinhalten oder ob es vielleicht sogar noch weitere Extra-Programmpunkte gibt, die diese Laufevents unter Umständen noch einmal zu etwas ganz Besonderem werden lassen können.

2022 geht’s mit runDisney auf nostalgische Parkhopping-Tour

Das 2022 runDisney Springtime Surprise Weekend kann man dabei am Besten unter dem Begriff nostalgische Parkhopping-Tour zusammenfassen, denn bei dieser Premiere gibt es – sicher zur Freude vieler runDisney-Enthusiasten – nicht nur ein Wiedersehen mit vielen Formaten, die schon in der Vergangenheit die Herzen zahlreicher Lauffans höher haben schlagen lassen, sondern man begibt sich als Teilnehmer*in im Laufe des verlängerten Wochenendes in gewisser Weise auch auf eine Art sportliche Abenteuerreise durch alle vier Parks des Resorts in Florida. Doch immer der Reihe nach…

Den Anfang macht am frühen Morgen des 31. März 2022 als erster besonderer Programmpunkt zunächst das runDisney Springtime Surprise Sunrise Yoga. Passenderweise findet dies – vielleicht auch zu Ehren des 50. Geburtstags von Walt Disney World – direkt vorm Cinderellaschloss im Magic Kingdom statt. Bei Sonnenaufgang kann man dort mithilfe verschiedener Yogaübungen nicht nur gemeinsam in den Tag, sondern vielmehr auch in das bevorstehende Lauf-Wochenende starten. Aus meiner Sicht – wenn sicher auch nicht für jeden etwas – der absolut passende Moment, um seinen Körper auf die Anstrengungen der kommenden Tage einzustimmen und schon einmal in den richtigen Flow zu kommen.

Denn bereits am Abend desselben Tages geht es direkt mit dem ersten Lauf los – dem Expedition Everest 5K, der – wie könnte es anders sein – natürlich im Animal Kingdom auf uns wartet. Das Besondere bei diesem Lauf ist vor allem sein Format und Charakter: Allein schon die Tatsache, dass der Lauf entgegen der üblichen Gewohnheiten am späten Abend stattfindet, macht ihn schon ein klein wenig besonders. Darüber hinaus müssen die Läufer*innen auf der Strecke jedoch auch im Rahmen eines sogenannten Scavanger Hunt – auf Deutsch würde man dafür wohl das Wort „Schnitzeljagd“ benutzen – verschiedene Aufgaben lösen, bevor sie die Ziellinie passieren dürfen. Ein, wie ich persönlich finde – wirklich richtig spannend klingendes Konzept, bei dem sicher alle Altersklassen auf ihre Kosten kommen werden und das sich bereits vor 7 Jahren großer Beliebtheit bei den Disney-Fans erfreute.

Weiter geht es dann am Samstag, den 2. April wieder ganz regulär morgens mit dem Race for the Taste 10K. Dieses Veranstaltungsformat war spannenderweise der Vorläufer des derzeitigen Wine & Dine-Konzepts und begeisterte bereits von 2005 bis 2009 über mehrere Jahre hinweg die runDisney-Community. Im kommenden Jahr steht dieser Lauf – wie sollte es anders sein – ganz im Zeichen der neuen Attraktion Remy’s Ratatouille Adventure in EPCOT. Und so ist denn auch sehr wahrscheinlich damit zu rechnen, dass die Streckenführung dieses Laufs sich vor allem um den World Showcase erstrecken wird und man dabei sicher auch den französischen Pavillon passieren wird, um dort – vielleicht ja sogar mit Remy persönlich – für das passende Erinnerungsfoto posieren zu können.

Den großen Abschluss des ersten runDisney Springtime Surprise Weekend bildet am Sonntagmorgen, den 3. April dann schließlich noch ein ganz besonderes Highlight in den Hollywood Studios: nämlich The Twilight Zone Tower of Terror™ 10-Miler. Während die Distanz von 10 amerikanischen Meilen – was ungefähr 16 europäischen Kilometern entspricht – tatsächlich für Profiläufe etwas ungewöhnlich anmutet, kann ich mir vorstellen, dass es aufgrund der Beliebtheit dieser inzwischen ja doch schon recht legendären Attraktion viele runDisney-Enthusiasten kaum noch erwarten können, die begehrten Medaillen in den Händen halten und ihr Eigen nennen zu können. Das Originalformat dieses Laufs fand übrigens passenderweise ebenfalls vor nunmehr 10 Jahren statt und war von 2012 bis 2013 zwei Jahre lang fester Bestandteil des runDisney-Saisonkalenders zur Halloween-Zeit. Ob die Läufer auf der Strecke zwischendurch wohl auch die Möglichkeit haben, eine Fahrt in die vierte Dimension zu unternehmen? Warten wir es ab… es bleibt auf jeden Fall spannend, was runDisney noch alles für Überraschungen bereithalten wird.

© runDisney

Registrierung, Preise & virtuelle Optionen

Kommen wir abschließend noch zu den Registrierungsmöglichkeiten und Preisen, denn auch hier gibt es eine Besonderheit. Selbstverständlich kann man zunächst einmal jedes Event einzeln buchen. Die Preise sind dabei je nach Distanz unterschiedlich hoch. Der Expedition Everest 5K schlägt so mit $100 zu Buche, der Race for the Taste 10K kostet $135 und der The Twilight Zone Tower of Terror™ 10-Miler schließlich $190. Für das runDisney Springtime Surprise Sunrise Yoga werden außerdem noch einmal $95 fällig. 

Entscheidet man sich, alle drei Läufe zusammen als runDisney Springtime Surprise Challenge zu absolvieren, so kostet das Komplettpaket mit allen drei Läufen und einer zusätzlichen Challenge-Medaille insgesamt $445! Dies ist insofern besonders, als dass bei den restlichen runDisney-Events die 5-Kilometer-Distanz normalerweise nicht in der Challenge-Option mit enthalten ist und man diese extra dazubuchen muss. Hier habt Ihr jedoch tatsächlich einmal alle drei Läufe gemeinsam in einem Paket – eine wirklich tolle Sache, wie ich finde. Die Möglichkeit zur Registrierung ist bereits am Donnerstag, den 9. Dezember 2021 um 20:00Uhr deutscher Zeit auf der Homepage von runDisney gestartet.

Und selbst für all jene, die sich derzeit noch nicht zutrauen, für Ende März 2022 eine Reise nach Walt Disney World in Orlando zu buchen, gibt es gute Nachrichten! Denn wie bereits schon bei den vorherigen Events gibt es auch beim runDisney Springtime Surprise Weekend die Möglichkeit, über eine virtuelle Option an den Läufen teilzunehmen. Hierbei legt Ihr die jeweiligen Strecken einfach in der eigenen Nachbarschaft oder auf Eurer Lieblingslaufstrecke zurück und bekommt dann im Nachgang des Events die einzelnen Medaillen nach Hause geschickt. Zwar wird diese Option seitens runDisney nur für Teilnehmer*innen mit einer Adresse in den USA angeboten, doch vielleicht habt Ihr ja auch Freunde in den Vereinigten Staaten, an deren Adresse Ihr die Medaillen schicken lassen könnt. Alternativ dazu könnt Ihr natürlich auch einen der vielen Paketweiterleitungs-services, die Euch quasi eine amerikanische Versandadresse zur Verfügung stellen, benutzen. Damit habe ich nun schon mehrfach sehr gute Erfahrungen gemacht und habe Euch hier auch noch einmal zusammengefasst, wie das Procedere genau abläuft und was für Extrakosten ungefähr noch auf Euch zukommen!

© runDisney

Und wenn Euch so viel Informationen zum neuen runDisney Springtime Surprise Weekend noch nicht ausreichen, dann hört doch auch einmal in die folgende Episode von Mausgebabbel – Der Disney Parks Podcast meines lieben Freundes Jens hinein. Wir wollte darin zwar eigentlich schwerpunktmäßig über meine Erlebnisse bei der diesjährigen Halloween-Party im Disneyland Paris sprechen, sind dann aber doch die meiste Zeit bei runDisney hängen geblieben… so kann’s kommen.

Mich würde am Ende vor allem aber noch einmal interessieren, wie es denn bei Euch derzeit mit der Motivation aussieht, sich mal wieder bei einem runDisney-Event anzumelden! Könntet Ihr Euch vorstellen, extra dafür mal nach Orlando zu reisen, wartet Ihr lieber darauf, dass die Läufe bald auch nach Frankreich ins Disneyland Paris zurückkehren oder wäre sogar schon eine virtuelle Teilnahme an einem runDisney-Lauf für Euch genug Magie? 

Ich bin gespannt darüber von Euch mehr zu erfahren, wünsche Euch noch eine schöne restliche Adventszeit und hoffe, dass wir uns bald mal wieder zum gemeinsamen Laufen wiedersehen werden!



Alles Liebe & Gute und vor allem: Bleibt gesund! 

Euer RainbowMickeyRunner

Florian

Ab jetzt wird’s frostig… Disneys Die Eiskönigin als Musical in Hamburg

Ab jetzt wird’s frostig… Disneys Die Eiskönigin als Musical in Hamburg

PODCAST

Ab jetzt wird’s frostig…

Disneys Die Eiskönigin – Das Musical
endlich in Hamburg

Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

15. November 2021

Lange haben wir darauf gewartet und endlich ist es da: am 8. November durfte Disneys Die Eiskönigin nun als Musical seine Deutschlandpremiere in Hamburg feiern. Was Euch dabei alles erwartet, wie sich die Bühnenversion vom Film unterschiedet und ob die deutschen Darsteller*innen ihren ikonischen Filmvorbildern gewachsen sind… über all das und noch viel mehr berichte ich Euch in diesem Blogbeitrag!

Wenn es einen Computeranimationsfilm aus dem Hause Disney gibt, an dem man in den vergangenen Jahren nicht vorbeigekommen ist, dann ist es sicherlich Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (Originaltitel: Frozen). Als der Film im November 2013 weltweit in die Kinos kam, entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit ein wahrer Hype um die Geschichte, ihre liebenswerten und witzigen Charaktere, aber vor allem auch die Songs, die von Broadwaykomponist Robert Lopez – der in New York bereits mit Shows wie Avenue Q und The Book of Mormon auf sich aufmerksam gemacht hatte – und seiner Frau Kristen Anderson-Lopez geschrieben wurden.

Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass bereits vor dem Filmstart seitens Disney Theatrical Productions Überlegungen angestellt wurden, den Animationsfilm für die Musicalbühne zu adaptieren, womit schließlich im Februar 2015 begonnen wurde. Dabei erweiterte das Komponisten- & Texterduo Lopez & Anderson-Lopez die – wie sie selber sagen – „siebeneinhalb“ bestehenden Songs des Films auf insgesamt 23 und nach verschiedenen Workshops und Try-Outs außerhalb New Yorks feierte Frozen – The Musical schließlich mit Caissie Levy als Elsa & Patti Murin als Anna in den Hauptrollen am 22. Februar 2018 seine umjubelte Premiere am Broadway.

Saint © Disney

Gut zwei Jahre später kündigte die Musicalproduktionsgesellschaft Stage Entertainment schließlich an, Disneys Die Eiskönigin ab März 2021 im Stage Theater an der Elbe in Hamburg zeigen zu wollen. Wie wir alle wissen, konnte dieser Termin aus uns allen sicher bekannten Gründen leider nicht gehalten werden und so hat es letztendlich bis November 2021 gedauert, dass Anna, Elsa, Olaf, Kristoff & Co. sich endlich in die Herzen der deutschen Disney- und Musicalfans singen, spielen und tanzen dürfen. Stellt sich natürlich zuallererst die Frage:

Was unterscheidet die Filmversion vom Bühnenstück?

Von der Handlung her ist zunächst natürlich alles genauso wie im Film: Auch im Musical erleben wir, die Elsa ihre magischen Kräfte zunächst zu unterdrücken versucht, sich dadurch mehr und mehr von der Außenwelt und auch von ihrer Schwester Anna entfernt und schließlich keinen anderen Ausweg mehr sieht, als sich in einem von ihr selbst aus Eis und Schnee erbauten Eispalast zurückzuziehen. Gemeinsam mit Schneemann Olaf, Eislieferant Kristoff und Rentier Sven macht sich Anna auf den Weg zu Elsa, um ihre Schwester zu finden und nach Arendelle zurückzubringen – fest davon überzeugt, dass sie nicht das „böse Monster“ ist, zu der sie alle anderen machen wollen.

Soweit ist also alles wie bisher. Spannend ist dabei jedoch, wie das Kreativteam die  zahlreichen Möglichkeiten der Theaterbühne nutzt, um die Geschichte zu erzählen sowie die unterschiedlichen Charaktere und ihre jeweiligen inneren Gefühlszustände zu zeigen. So erleben wir im Musical zum Beispiel das Ensemble von Beginn an als eine Art griechischen Chor, der immer wieder die Handlung kommentiert, zusammenfasst oder auch fortführt, während man sich bei den Hauptfiguren dramaturgisch vor allem auf Anna & Elsa konzentriert. Da man sich für die Vorgeschichte – wunderbar und sehr zu Herzen gehend porträtiert von äußerst talentierten Kinderdarstellerinnen – sehr viel Zeit nimmt, wird von Anfang an die große emotionale Distanz spürbar, die beide Schwestern durch ihre Absonderung voneinander empfinden. Anna versucht dabei immer wieder auf unterschiedliche Weise ihrer Schwester näher zu kommen, Elsa hingegen sondert sich mehr und mehr ab und verbietet sich stattdessen sogar jegliche Form von Gefühl oder emotionaler Regung, hat sie doch immer wieder Angst davor, andere zu verletzen oder gefährden – wie es ihr schon einmal in ihrer Kindheit bei ihrer eigenen Schwester passiert ist.

Wenngleich das Stück durch Figuren wie Olaf, Kristoff, Pitzbühl oder Oaken immer wieder auch heitere, beschwingte und unterhaltsame Momente bereithält, so scheint mir Disneys Die Eiskönigin – Das Musical dennoch etwas düsterer und tatsächlich auch ein wenig erwachsener inszeniert zu sein als der Originalfilm. Dies tut aber dem Unterhaltungswert keineswegs Abbruch, denn natürlich funktionieren Lieder wie „Willst Du einen Schneemann bauen“, „Zum ersten Mal seit Ewigkeiten“ sowie das unverwüstliche „Ich lass los“ auch wunderbar live auf der Musicalbühne und werden durch neue Songs wie „Ein kleiner Teil von Dir, ein kleiner Teil von mir“, „Du bist alles“ oder auch „Monster“ schön und passend ergänzt.

© Morris Mac Matzen (Stage Entertainment)

Die Darsteller*innen werden ihren Filmvorbildern absolut gerecht!

Erfreulich war für mich dabei auch, dass man für die Hamburger Inszenierung von Disneys Die Eiskönigin – Das Musical mit Sabrina Weckerlin als Elsa und Celena Pieper als Anna zwei wunderbare Künstlerinnen gefunden hat, die sowohl darstellerisch als auch gesanglich wirklich auf ganzer Linie überzeugen. Da ich die große Freude hatte, die Show innerhalb kürzester Zeit bereits zweimal sehen zu können – einmal am 29. Oktober 2021 im Rahmen der ersten Preview und zehn Tage später dann bei der großen Deutschlandpremiere das zweite Mal – konnte ich wunderbar die schöne Entwicklung sehen, die sowohl das Stück als auch seine Darsteller*innen, im Laufe dieser recht kurzen Zeit bereits gemacht haben, sodass für mich auf jeden Fall im Raum steht, die Show in ein paar Wochen oder Monaten sogar noch ein drittes Mal anzuschauen. 

Neben den beiden Protagonistinnen seien an dieser Stelle aber auch noch die zahlreichen Nebenfiguren erwähnt, die aus meiner Sicht ebenfalls wunderbar und äußerst passend besetzt sind: Ob nun Benét Monteiro  als Kristoff, Milan van Waardenburg als Hans, Elindo Avastia als Olaf oder Eric Minsk als Pitzbühl. Alle sind wunderbar zu verstehen, gut bei Stimme, mit viel Spaß und großer Spielfreude bei der Sachen und erzeugen zusammen mit dem gesamten Ensemble ein wirklich zauberhaftes Gesamterlebnis, was nicht zuletzt auch bei der Deutschlandpremiere zu minutenlangem Applaus und Standing Ovations führte.

© Morris Mac Matzen (Stage Entertainment)

Wie Ihr also seht: Disneys Die Eiskönigin – Das Musical  ist aus meiner Sicht definitiv ein Besuch in Hamburg wert. Und zwar vor allem, weil die Show eines vermag: Sie lässt einen als Zuschauer*in für gut zweieinhalb Stunden einfach einmal den gesamten Alltag um uns herum vergessen, sodass man voll und ganz in eine andere Welt eintauchen, sich von beeindruckenden Kostümen und Bühnenbildern verzaubern sowie von großartigen und ins Ohr gehenden Songs mitreißen lassen kann. Eskapismus pur also… und seien wir doch mal ehrlich: Nach den letzten eineinhalb Jahren haben wir uns das doch wirklich mehr denn je verdient, oder?

Nichtsdestotrotz gäbe es aber natürlich noch so viel mehr zu sagen… über verschiedene Wow-Momente, die die Show besitzt, die deutsche Übersetzung, die Besonderheiten des Bühnenbildes, die besondere Atmosphäre der Deutschlandpremiere und und und… Doch bevor ich davon hier in epischer Breite schreibe, möchte ich Euch eher einladen, mir diesbezüglich lieber noch einmal über ein anderes Medium zu folgen! Denn zusammen mit meiner lieben Freundin Bianca – Euch allen sicher bekannt durch ihren Disney-Blog Spinatmädchen – habe ich in der letzten Episode ihres Podcasts Feenstaub & Mauseohren – noch viel mehr und detaillierter über Disneys Die Eiskönigin – Das Musical in Hamburg gesprochen!

Wenn Ihr also erfahren wollt, was Elsas Eiskleid so besonders macht, welche Effekte uns im wahrsten Sinne des Wortes den Atem geraubt haben und welche Plätzen Ihr am besten buchen solltet, um das beste Gesamterlebnis zu haben, dann solltet Ihr hier auf jeden Fall einmal direkt in unsere Episode über das neue Disney-Musical in Hamburg hineinhören:

Wir freuen uns, wenn wir Euch durch unsere Blogbeiträge und die Podcast-Episode Lust auf Disneys Die Eiskönigin – Das Musical gemacht haben und sind natürlich auch gespannt über Eure ganz persönliche Meinung! Habt ihr die Show bereits gesehen – ob nun in Hamburg oder vielleicht auch in New York oder London? Was gefällt Euch an dem Stück, was vielleicht auch nicht und würdet Ihr es Freunden und Bekannten für einen Besuch weiterempfehlen? Ich würde mich sehr über Eure Kommentare und Meinungen unter diesem Blogbeitrag freuen und bin gespannt, was Ihr so schreibt!

Lasst es Euch gut gehen, bleibt gesund und auf bald!

Euer RainbowMickeyRunner

Florian

runDisney startet in die Saison 2021/22

runDisney startet in die Saison 2021/22

DISNEY RUNNING

runDisney startet in die Saison 2021/22

Eine persönliche Betrachtung & Einschätzung

Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

28. Juli 2021

Bereits vor einigen Wochen hat runDisney viele mit der Ankündigung überrascht, dass ab November dieses Jahres die Laufevents in Walt Disney World in Orlando wieder stattfinden werden. Wird dabei alles wieder so wie vor der Pandemie und vor allem: Plane auch ich wieder mit dabei zu sein? Ich schaue für Euch in diesem Beitrag einmal genauer hin, gebe Euch einen kurzen Überblick über alle derzeit verfügbaren Informationen und sage Euch auch, worauf Ihr nun besonders achten müsst!

Ich sage es direkt heraus: Der gestrige Tag war hart… sehr hart! Meine Social Media-Apps wie Instagram, Facebook & Co. liefen förmlich über an Beiträgen zum Thema runDisney. Kein Wunder, denn seit gestern 15Uhr deutscher Zeit hat die Registrierung für das Walt Disney World Marathon 2022 begonnen – dem einzigen Laufevent von Disney, das auch die komplette Marathondistanz über 42,195 Kilometern beinhaltet. Nach längerem Hin und Her habe ich mich – durchaus schweren Herzens – letztendlich doch gegen eine Teilnahme entschieden. Warum – davon möchte ich Euch nachfolgend ein bisschen erzählen und dabei versuchen, die Neuigkeiten der letzten Wochen in Bezug auf runDisney ein wenig ins Verhältnis zueinander setzen.

© runDisney

Wie alles begann…

Als ich meine Reise als RainbowMickeyRunner 2019 anfing, stand für mich von Anfang an fest, dass ich auf jeden Fall einmal bei einem Laufevent in Walt Disney World in Orlando an den Start gehen wollen würde! Diesen Wunsch habe ich mir schließlich im Februar 2020 erfüllt, als ich dort beim Disney Princess Half Marathon Weekend mitgelaufen bin. Dazu muss ich sagen, dass ich bis vor zwei Jahren zwar immer schon ein passionierter Läufer war, mich jedoch nie an Distanzen über 10 Kilometer gewagt hatte.

So war bereits die Anmeldung für das Disneyland Paris Run Weekend 2019 für mich ein großes Wagnis, war es doch das erste Mal, dass ich mich wirklich so einer langen Distanz stellen würde! Doch nachdem ich dies recht gut überstanden und mit einer damaligen Zeit von 1:42:33 sogar ganz passabel abgeschlossen hatte und im Anschluss daran im selben Jahr sogar noch am Hong Kong Disneyland 10K Weekend teilgenommen hatte und damit meinen ersten Disney Park außerhalb Europas besucht hatte, stand für mich fest: Das ist noch lange nicht das Ende meiner ganz persönlichen Laufreise im Zeichen von Disney! Ich wollte mir noch größere Ziele stecken!

© Disney PhotoPass
© FujiFilm
© Disney PhotoPass

Dopey: die ultimative Challenge!

Und was könnte es da Besseres geben, als die sogenannte Dopey-Challenge! Sie stellt quasi die Königsdisziplin unter runDisney-Enthusiasten dar und ist mit vier aufeinanderfolgenden Läufen (5km, 10km, Halbmarathon & Marathon) eine echte Herausforderung – selbst für passionierte und eingefleischte Laufprofis! So könnt Ihr Euch denken, dass auch für mich feststand, dieses Mammutprojekt mindestens einmal in meiner „Läuferkarriere“ angehen zu wollen!

Tja, und ursprünglich hatte ich mir auch vorgenommen, dieses Projekt direkt im kommenden Jahr anzugehen und abzuschließen, bevor dann auch bei mir im August die „große 4“ vorne steht. Wäre da nicht Corona gewesen – denn das hat meine Pläne doch ziemlich durcheinander geworfen und letztendlich habe ich mich nach reiflicher Überlegung nun doch endgültig dazu entschieden, mich vorerst für keine runDisney-Event in den USA im Jahr 2022 anzumelden. Doch was hat letztendlich nun zu dieser Entscheidung geführt?

© runDisney

Ein Re-Start mit Hürden – zumindest für uns Europäer

Der Hauptgrund hierfür ist eigentlich recht einfach: Wie Ihr alle wisst, haben die USA gerade erste die Einreisebeschränkungen für europäische Touristen auf unbestimmte Zeit verlängert und wenn man sich darüber hinaus die aktuellen Meldungen zu amerikanischen Fallzahlen ansieht, scheint es nicht so zu sein, als habe man die Pandemie endgültig unter Kontrolle. 

Vor allem der Bundesstaat Florida, in dem Walt Disney World bekanntlich beheimatet ist, steigen die Zahlen in den vergangenen Wochen wieder stark an und aufgrund der sich immer weiter ausbreitenden Delta-Variante hat sich nun sogar die die US-Gesundheitsbehöre CDC entgegen ihrer bisherigen Position dazu entschieden, selbst für Geimpfte wieder eine Empfehlung für das Tragen von Masken in Innenräumen auszusprechen. 

Doch was hat das alles mit einer Registrierung für einen runDisney-Lauf zu tun? Hierzu muss man wissen, dass Disney sich in der Regel recht kulant zeigt, was Umbuchungen oder selbst Stornierungen von Aufenthalten angeht. In Bezug auf ihre Lauf-Events offenbart sich jedoch ein etwas anderes Bild:

runDisney schließt nämlich explizit die Stornierung einer Registrierung aus und bietet auch nicht die Möglichkeit, seine Startnummer auf eine andere Person umschreiben zu lassen, wie dies z.B. noch bis 2019 in Paris der Fall war. Das bedeutet: Sollte man – aus welchen Gründen auch immer – nicht für den Lauf antreten können, so ist die Startgebühr verloren! 

© runDisney

Paris vs. Orlando – andere Länder, andere Preise!

Zu erwähnen sei an dieser Stelle, dass die Laufevents in den USA preislich eine ziemlich andere Liga sind als ihre europäischen Pendants bei uns in Paris!

Ist man hier in der Vergangenheit schon mit 40€ für den 5K-Lauf dabei gewesen und hatte für die dortige 36K-Challenge mit allen drei Läufen eine einigermaßen angemessene Startgebühr von 195€, hat man es in den USA direkt mit ganz anderen Preisen zu tun! 

In Orlando schlägt nämlich bereits die 5K-Distanz mit satten 95$ zu Buche. Und für die Dopey-Challenge sind sogar sage und schreibe 600$ zu entrichten – zuzüglich Bearbeitungsgebühren und den in Amerika üblichen Steuern, versteht sich!

Und natürlich kommen zu diesen Kosten auch noch Anreise, Unterkunft, Parktickets sowie die Verpflegung hinzu! Man sieht also: Das Laufen in den Disney Parks ist vor allem in den USA ein ziemlich kostspieliges Hobby. Gerade im Hinblick auf die derzeitigen Ungewissheiten – nicht nur im Hinblick auf die Einreise, denn es ist auch noch nicht vollständig klar, wie der genaue Ablauf sein wird… wird alles wieder so sein wie vor der Pandemie, wird man Charaktere treffen können, wie sieht die genaue Organisation der Startgruppen aus und und und – sollte man sich aus meiner Sicht gut überlegen, ob man im Ernstfall damit leben könnte, diese doch recht hohen Summen an Startgebühr im schlimmsten Fall komplett abschreiben zu müssen – außer natürlich, das Event wird ohnehin komplett abgesagt.

© runDisney

Virtual Runs als Alternative?

Und auch runDisney scheint sich wohl darüber im Klaren zu sein, dass die Ankündigung von Laufevents unter den derzeit doch noch etwas unbeständigen Gegebenheiten durchaus mit Unsicherheiten für viele behaftet ist. So hat man sich denn auch dazu entschieden, für sämtliche Events in den USA in diesem Jahr gleichzeitig auch noch virtuelle Alternativen anzubieten! Virtuell bedeutet in diesem Zusammenhang, dass man sich mit seiner Registrierung die zum jeweiligen Läufe gehörigen Medaillen und Shirts sichert, während man die Läufe an sich dann einfach daheim in der eigenen Nachbarschaft oder auch einfach auf dem Laufband absolviert. Nach Abschluss der Veranstaltung bekommt man seine Belohnung einfach postalisch zugeschickt! 

Ist dies grundsätzlich natürlich ein begrüßenswerter Schritt, ist er für uns Europäer*innen ebenfalls mit Hürden behaftet! runDisney versendet nämlich seit 2019 seine Medaillen für virtuelle Veranstaltungen nicht mehr ins europäische Ausland! Sprich: Um sich für diese Läufen anzumelden, ist zwangsläufig eine Adresse in den USA nötig, an die alles verschickt werden kann. Selbstverständlich gibt es hierfür zahlreiche Weiterleitungsservices – hierüber habe ich in der Vergangenheit bereits hier berichtet – allerdings bedeutet dies auch noch einmal zusätzliche Kosten, denn schließlich muss der Versand aus den USA nach Deutschland selbst übernommen werden und hier können zuzüglich Zoll und Steuern schnell auch noch einmal Kosten von 70-100€ zusammenkommen.

Darüber hinaus muss ich auch ganz persönlich sagen, dass ich das Preis-Leistungsverhältnis für die virtuellen Walt Disney World-Läufe leider nicht allzu gut finde! Die Preise reichen hier von 79$ bis hin zu 480$ – und letztendlich bezahlt man ja eigentlich nur für Medaillen und Shirts. Natürlich mag das für viele Fans, die eine Sammelleidenschaft haben, schon Grund genug sein sich anzumelden und dabei gleichzeitig auch eine Form von Motivation und Belohnung darstellen, sich sportlich zu betätigen. Für mich persönlich fehlt jedoch bei dieser Option einfach all das, was die runDisney-Events eigentlich ausmacht: die magische und wirklich einzigartige Atmosphäre vor Ort, die zahlreichen Mitläufer*innen, die zu treffenden Charaktere, das Laufen über die Main Street U.S.A. aufs Schloss zu und noch so vieles mehr. Und da ich ohnehin im Rahmen meines momentanen Running Streak täglich raus zum Laufen gehe, brauche ich persönlich keine zusätzliche Motivation mich zum Training aufzuraffen. Klingt vielleicht etwas nüchtern, ist aber tatsächlich so. 

© runDisney

Mein Fazit: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!“

Was also am Ende zumindest bei mir bleibt, ist einfach die Hoffnung, dass wir es im Laufe des nächsten Jahres schaffen werden, einen immer besseren und vor allem „normaleren“ Umgang mit Covid-19 zu finden, damit zukünftig Reisen in die amerikanischen Disney Parks wieder etwas einfacher und vor allem ohne all die derzeitigen Unsicherheiten möglich sind! 

Und natürlich hoffe ich darüber hinaus auch sehr, dass wir spätestens im Herbst 2022 mit der Rückkehr des Disneyland Paris Run Weekends rechnen können! Warten wir also einfach ab und vor allem: bleiben wir zuversichtlich und optimistisch – etwas anderes bleibt uns derzeit wohl auch einfach nicht übrig! 

Und sollte sich die Gesamtsituation rund um die Pandemie dennoch schneller als erwartet bessern: 2022 wird es neben dem Walt Disney World Marathon Weekend vom 6. bis 9. Januar auch noch das Disney Princess Half Marathon vom 24. bis 27. Februar sowie das brandneue runDisney Springtime Surprise Weekend vom 31. März bis 3. April geben. Nachdem wie oben bereits erwähnt die Registrierung für das Walt Disney World Marathon Weekend bereits begonnen und daher Startplätze nur noch für ausgewählte Distanzen zur Verfügung stehen, startet die Anmeldung für das Disney Princess Half Marathon Weekend erst am 24. August 2021 um 15Uhr deutscher Zeit. Und für das neu hinzugekommene runDisney Springtime Surprise Weekend steht indessen noch überhaupt kein Anmeldestart fest. Es bleibt also definitiv spannend, was runDisney angeht und auch wenn es im Jahr 2022 nichts mit einer Teilnahme wird – der nächste Lauf kommt bestimmt und bis dahin heißt es einfach: Dranbleiben und einfach weiterlaufen! Denn wie heißt es doch so schön: Jeder Schritt zählt! 

Wie sieht es denn bei Euch aus? Liebäugelt Ihr damit, auch einmal bei einem runDisney-Lauf an den Start zu gehen oder seid Ihr vielleicht sogar schon einmal mitgelaufen? Lasst mich und andere doch mal in den Kommentaren ein wenig an Euren Gedanken und Erfahrungen teilhaben! Denn gegenseitig kann man sich doch immer am Besten anspornen und motivieren!

Lasst es Euch aber vor allem erst einmal so richtig gut gehen, genießt den Sommer und vergesst nicht, dann und wann auch mal wieder Eure Laufschuhe aus dem Schrank zu holen. Denn Laufen macht doch eigentlich immer Spaß – ob nun mit oder ohne Mickey & Co. – nicht wahr?

Alles Liebe,

Euer RainbowMickeyRunner

Florian