PRIDE – Die etwas andere Doku auf Disney+ Star!

PRIDE – Die etwas andere Doku auf Disney+ Star!

PRIDE MONTH 2021

PRIDE

Die etwas andere Doku auf Disney+ Star!

Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

24. Juni 2021

Disney+ Star betritt mit der sechsteiligen Dokumentarserie PRIDE über den Kampf für LGBTQ+ Bürgerrechte in Amerika ungewohntes Terrain. Ich durfte mir vorab schon einmal einen ersten Eindruck verschaffen und verrate Euch in diesem Blogartikel, was das Star Original so besonders macht und warum sich ein Reinschauen aus meiner Sicht definitiv lohnt.

Schaut man sich im Zuge des diesjährigen Pride Months die aktuelle Situation der LGBTQ+ Community innerhalb unserer Gesellschaft an, so scheint auf den ersten Blick alles in Ordnung und im Großen und Ganzen kein Grund zur Klage. Queere Personen scheinen sichtbarer denn je, voll und ganz in der Mitte der Gesellschaft angekommen und auch größtenteils akzeptiert zu sein: Es gibt regelmäßig Serien und Filme mit LGBTQ+-Figuren und -Inhalten, unzählige Modeunternehmen zeigen sich solidarisch und bieten im Juni ihre eigenen regenbogenfarbenen Pride-Kollektionen an und auch ansonsten scheint es heutzutage gesellschaftlich unproblematischer denn je zu sein, seine Queerness öffentlich auszuleben.

 

Vielleicht wurde ich gerade aufgrund dieser Wahrnehmung in der Vergangenheit immer wieder gefragt, warum wir im Jahre 2021 überhaupt noch so etwas wie einen Christopher Street Day brauchen. Scheint es doch geradezu so, dass die LGBTQ+ Community in Deutschland inzwischen eigentlich alles erreicht hat, um ein unbeschwertes und angstfreies Leben zu führen: die Abschaffung des Paragrafen 175, der Homosexualität noch bis ins Jahr 1994 unter Strafe stellte, die Einführung der eingetragenen Lebensgemeinschaft im Jahre 2001 und die spätere Umwandlung in die  „Ehe für alle“ im Jahr 2017 sowie die Möglichkeit, seit 2019 den Geschlechtseintrag „divers“ im deutschen Personenstandsregister vornehmen lassen zu können. 

 

Doch der schöne Schein trügt! Wie wir gerade erst nur allzu deutlich am Beispiel von Ungarns neuem Gesetz zu sexuellen Minderheiten und der dadurch entflammten Debatte über die Illumination des Münchner Fußballstadions in Regenbogenfarben gesehen haben, sind sexuelle Orientierungen „abseits der Norm“ noch lange nicht gesamtgesellschaftlich akzeptiert und allzu schnell können Errungenschaften und positive Entwicklungen vergangener Jahre auch wieder zurückgedreht und den betreffenden Personen aberkannt werden.

 

Und so war auch der Kampf um die LGBTQ+ Bürgerrechte in Amerika nie ein geradliniger Weg. Auch die dortige queere Community hatte mit Diskriminierung, Benachteiligung und sogar Verfolgung aufgrund sexueller Orientierung oder Identität zu kämpfen. Sei es durch bürokratische Hindernisse, Ablehnung im Alltag oder sogar gewaltsame Übergriffe. Dies wollte man irgendwann nicht länger hinnehmen, ging in den Widerstand und legte dadurch den Grundstein für die moderne LGBTQ+ Bewegung in den USA, wovon die ab 25. Juni auf Disney+ Star verfügbare Dokumentation PRIDE nun sehr bewegend und äußerst eindrucksvoll erzählt.

© Disney

„Revolutionen müssen von Generation zu Generation weitergeführt werden!“ (Jewelle Gomez)

 

Die sechsteilige Serie spannt dabei einen großen Bogen von den 1950er Jahren bis in unsere heutige Zeit und gewährt durch eine spannende Mischung von Archivmaterial, Zeitzeugenberichten, Interviews sowie nachgestellten Szenen und Animationsclips einen ausführlichen Einblick in die bewegte Befreiungsgeschichte der amerikanischen LGBTQ+ Community. Jede Episode beleuchtet hierfür ein anderes Jahrzehnt und stellt von der Überwachung Homosexueller durch das FBI über die AIDS-Krise in den 80er und 90er Jahren bis hin zum Kampf um die Gleichstellung der Ehe ganz unterschiedliche Themen, Probleme, Hürden und Wendungen in den Mittelpunkt. 

 

Die einzelnen Folgen sind dabei so reich an Informationen, persönlichen Geschichten und Erlebnissen, dass es fast schwer fällt, einzelnes genauer hervorzuheben. Und dennoch gibt es immer wieder bestimmte Personen und Augenblicke, die zumindest mir als Zuschauer nachdrücklich im Gedächtnis geblieben sind. So zum Beispiel der schwule Videofilmer Nelson Sullivan, der durch mehrere hundert Stunden Filmmaterial die Tragödie der Aids-Krise in New York in den 80er Jahren dokumentierte und damit wohl als einer der weltweit ersten Vlogger gelten dürfte. Oder der afroamerikanische und offen schwule Anwalt Bayard Rustin, der eine treibende Kraft bei der Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King Jr. in den 60er Jahren war und dadurch auch den späteren Kampf um die LGBTQ+ Bürgerrechte entschieden vorantrieb. Aber auch die transsexuelle Autorin und Aktivistin Ceyenne Doroshow, die sich seit mehr als 30 Jahren für die Community engagiert und mit ihrer Organisation G.L.I.T.S. (Gays and Lesbians living in a Transgender Society) queeren Personen, die durch ihre sexuelle Orientierung oder Identität ihre Arbeit verloren, obdachlos oder Opfer von Gewalt wurden, einen Weg in eine neue, bessere Zukunft ermöglicht.

 

Mit jeder Erzählung und persönlichen Erfahrung wird dabei deutlich, dass es vor allem die vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten aus dem ganzen LGBTQ+ Spektrum waren, die die queere Widerstandsbewegung so einzigartig und besonders gemacht haben: sie waren es, die sich nicht mehr mit Verfolgung, Unterdrückung & Diskriminierung abfinden wollten und deshalb immer wieder – Jahrzehnt um Jahrzehnt – den Mut aufbrachten, im Rahmen von Protestzügen, privaten Initiativen oder auch kreativen Ausdrucksmitteln wie Literatur, Film oder Fotografie auf die immer noch bestehenden Ungerechtigkeiten und Missstände in der Gesellschaft hinzuweisen.

 

Und so besticht PRIDE aus meiner Sicht vor allem auch durch die Vielzahl an Zeitzeugen, die durch ihre häufig sehr persönlichen Erlebnis- und Erfahrungsberichte den oft sehr steinigen Weg zu einer offeneren und toleranten Gesellschaft unmittelbar erleb- und nachvollziehbar machen. Einzelne Aussagen wie „Silence equals death!“ (deutsch: „Schweigen bedeutet den Tod!“), „Closets were vertical coffins“ (deutsch: „Wer im Schrank blieb – also: ungeoutet war (Anm. d. Autors) – lebte praktisch in einem aufrecht stehenden Sarg.) oder auch „We didn’t know we were making history!“ (deutsch: „Wir wussten nicht, dass wir da gerade Geschichte schrieben!“) sind mir dabei noch lange nachgegangen, haben mich teils erschüttert, bewegt und dann aber auch immer wieder nachhaltig beeindruckt.

© Disney

Sicher nicht für jeden etwas, aber dennoch
eindrucksvoll & sehenswert

Einige von Euch werden sich beim Lesen dieses Artikels an dieser Stelle nun vielleicht fragen, was PRIDE denn überhaupt mit Disney zu tun hat… und ich möchte gar nicht groß drumherum reden: einen direkten Disney-Bezug gibt es in diesem Fall tatsächlich überhaupt nicht. Außer die Tatsache, dass die Dokumentarserie auf der hauseigenen Streamingplattform Disney+  (beziehungsweise – um genauer zu sein – auf dessen Erweiterung Disney+ Star) erschienen ist. 

Nichtsdestotrotz finde ich die Veröffentlichung von PRIDE unglaublich wichtig und auch durchaus bemerkenswert für Disney, zeigt sie doch, dass man sich seitens des Unternehmens nicht scheut, die Vielfalt unserer Gesellschaft auch durch solche dokumentarischen Formate näher zu beleuchten und damit selbstverständlich auch einen gewissen Bildungsauftrag erfüllt.

Nachdem ich zunächst etwas irritiert war, dass jede Folge eine andere Bildsprache, Erzählweise und Ästhetik aufwies, wurde mir erst später bewusst, dass dies vor allem dem Umstand geschuldet ist, dass jede Ära durch eine*n andere*n Regisseur*in beleuchtet wird. Dies trägt bei genauerer Betrachtung jedoch auch dazu bei, dass das Star Original die Geschichte der LGBTQ+ Community auf bemerkenswert vielfältige und diverse Art und Weise beleuchtet und dadurch wirklich die ganze Bandbreite queerer Geschichte auslotet. So kommen nicht nur schwule oder lesbische Menschen zu Wort, auch die Trans-Community kann ihre ganz persönliche Perspektive der Geschichte schildern. Und so erfahren wir als Zuschauer*innen, wie sehr nicht zuletzt auch der tragische Tod von George Floyd im Mai 2020 und die damit einhergehenden Proteste unter dem Motto Black Lives Matter auch schwarzen Trans-Personen – insbesondere Trans-Frauen – dazu ermutigten, auch ihren eigenen Beitrag zu den Protestaktionen beizutragen. Dies führte schließlich am 14. Juni 2020 in New York zum Brooklyn Liberation March, bei dem über 15.000 Teilnehmer*innen unter dem Motto Black Trans Lives Matter auch auf die Diskriminierung schwarzer Trans-Menschen aufmerksam machten.

Sicher habt Ihr beim Lesen dieses Artikels schon gemerkt: PRIDE ist nicht unbedingt die leichte Unterhaltung für einen lauen Sommerabend, die mancher von uns wohl sonst so von Disney+ gewohnt ist. Nichtsdestotrotz möchte ich Euch die Dokumentarserie wirklich sehr ans Herz legen! Für alle, die queere Menschen in ihrem direkten Umfeld haben, sich ein wenig weiterbilden möchten oder sich dafür interessieren, welchen politischen und auch historischen Hintergrund die unzähligen Christopher Street Day-Paraden in deutschen Städten eigentlich haben – ist das Star Original PRIDE genau das Richtige. Dabei muss man die Serie auch gar nicht zwangsläufig komplett oder gar chronologisch schauen. Da jede Episode in sich abgeschlossen ist, ein anderes Jahrzehnt und damit auch andere Thematiken behandelt, kann man auch sehr gut einfach mal in eine einzelne Folge hineinschauen, um herauszufinden, ob die Serie etwas für einen ist. Mein persönlicher Tipp wäre dabei übrigens, mit der letzten Folge zu beginnen, da sie zeitlich gesehen am nächsten an unserer heutigen Realität dran ist und die meisten Zuschauer*innen durch ihre Aktualität deshalb wohl am besten abholt.

© Disney

Mein persönliches Fazit

Um es kurz zu machen: Ich war und bin von PRIDE wirklich schwer begeistert und werde in einzelne Folgen in nächster Zeit sicher noch das ein oder andere Mal hineinschauen. Durch die Vielzahl behandelter Themen, Ereignisse und Erfahrungsberichte entfaltet sich für interessierte Zuschauer*innen meines Erachtens nach ein wirklich eindrucksvolles, vielfältiges, authentisches und dabei an einzelnen Stellen immer wieder auch sehr zu Herzen gehendes Bild queerer Emanzipationsgeschichte. Durch die zahlreichen Protagonisten erfahren wir neben den historischen Einblicken dabei immer wieder auch etwas über das tägliche Zusammenleben der LGBTQ+ Community, die als gelebte Gemeinschaft für viele nicht selten zum Familienersatz wird, in der jeder und jede seinen eigenen Platz und Zufluchtsort finden kann, um auf dem manchmal nicht ganz einfachen Weg in ein offenes, queeres Leben nicht nur beschützt, sondern immer auch begleitet zu werden.

PRIDE ist deshalb aus meiner Sicht auch mehr als nur eine queere Geschichtsdoku. Die Serie ist für mich Anerkennung, Mahnung und Ermunterung zugleich: Dass wir schätzen lernen, was bereits für uns erreicht wurde. Wie wir dafür sorgen können, diese Errungenschaften weiter zu schützen und zu bewahren. Und warum es auch heute immer noch so wichtig ist, den Kampf für eine offene und vielfältige Gesellschaft niemals aus den Augen zu verlieren und weiter voranzutreiben. Deshalb bekommt PRIDE von mir auch statt einer Sternebewertung schlicht und ergreifend das Prädikat Besonders wertvoll.

Und sollte ich mit diesem Blogartikel nun auch Euch ein wenig Lust gemacht haben, mal in die Serie hineinzuschauen, freue ich mich natürlich wie immer zu hören, was denn Euer individueller Eindruck ist. Hinterlasst also gerne einen Kommentar oder schreibt mir auch gerne eine Nachricht! Ich freue mich immer von Euch zu hören!

Für heute wünsche ich Euch noch einen schönen Tag und denkt immer daran: Obwohl der Pride Month sich in diesem Jahr so langsam dem Ende nähert, sollten wir niemals vergessen, dass Diversität, Akzeptanz und Toleranz etwas ist, an dem wir alle gemeinsam an 365 Tagen des Jahres miteinander arbeiten sollten, denn – wie es so schön auf einem Plakat während eines Pride-Marsches in den 80er Jahren hieß: EVERY DAY IS GAY PRIDE DAY! 

In diesem Sinne: Be loud and proud – always!

Euer RainbowMickeyRunner

Florian

Mehr Mut – Love, Victor geht in die zweite Runde auf Disney+ Star

Mehr Mut – Love, Victor geht in die zweite Runde auf Disney+ Star

PRIDE MONTH 2021

Mehr Mut!

Love, Victor geht in die zweite Runde
auf Disney+ Star

Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

16. Juni 2021

Es ist Pride Month und so verwundert es nicht, dass sich Disney dazu entschieden hat, diesen für die LGBTQ+-Community so besonderen Monat auch mit zwei Neuveröffentlichungen auf seiner Streaming-Plattform Disney+ zu feiern. Den Anfang macht dabei die 2. Staffel der Star Original Serie Love, Victor. Ich durfte vorab schon einmal in ein paar Folgen hineinschauen und verrate Euch in diesem Beitrag, was Euch so alles erwartet!

Zugegeben… wenn es um die Repräsentation queerer Figuren in großen Kinofilmen angeht, gibt es bei Disney definitiv noch Luft nach oben. Umso erfreulicher ist es jedoch, dass man bereits jetzt auf der hauseigenen Streamingplattform Disney+ und dessen Erweiterung Disney+ Star einige spannende Inhalte findet, die sehr wohl die Lebensrealität queerer Disney-Fans widerspiegelt. Und das wohl beste Beispiel hierfür ist Love, Victor – das Spin-Off zum überaus erfolgreichen Kinofilm Love, Simon aus dem Jahr 2018.

Die Coming-of-Age-Serie mit ihrem sympathischen Helden Victor Salazar, der als neuer Schüler an die Creekwood High in Atlanta, Georgia kommt und allmählich seine Liebe zum gleichen Geschlecht entdeckt, hat bereits im Rahmen seiner ersten Staffel eine große Fangemeinde – vor allem natürlich bei Menschen der LGBTQ+-Community – gefunden. Und so war es denn auch nicht sehr überraschend, dass man sich seitens Disney relativ schnell dazu entschieden hat, die Serie direkt um eine weitere Staffel zu verlängern, die ab dem 18. Juni 2021 nun auch in Deutschland verfügbar sein wird. Doch, wie geht es nach den ersten zehn Folgen weiter? Ich gebe Euch einen kleinen Vorgeschmack… natürlich absolut spoilerfrei, versteht sich – sofern Ihr die 1. Staffel der Serie bereits vollständig geschaut habt (wovon ich jetzt einfach einmal ausgehe).

© 20th Century Fox Television / Star / Disney

„Ich bin schwul!“

Sicher erinnert sich jeder von Euch noch daran, wie wir am Ende der 1. Staffel von Love, Victor als Zuschauer*innen mit einem ziemlichen Cliffhanger zurückgelassen wurden. Denn, nachdem Victor zu guter Letzt doch noch mit seinem Schwarm Benji zusammenkam, hielt er es einfach nicht mehr aus, fasste sich ein Herz und sprach gegenüber seiner Familie die drei entscheidenden Worte aus, auf die wir alle wohl die ganze Zeit gewartet haben: „Ich – bin – schwul!“ Wie Mutter, Vater und seine Schwester auf diesen Satz reagieren, das wurde uns damals natürlich noch vorenthalten, denn diese spannungsgeladene Szene leitete direkt in den Abspann über. Nichtsdestotrotz sollte wohl jedem/r an dieser Stelle schnell klar geworden sein, welchen Weg die Star Original Serie in ihrer zweiten Staffel einschlagen würde.

Aus eigener Erfahrung kann ich Euch sagen, dass ein Coming Out niemals nur ein einmaliges Ereignis ist. Der Schritt, sich durch dieses Bekenntnis gegenüber anderen Menschen zu offenbaren, ist zwar ein Anfang, der gesamte Prozess jedoch erstreckt sich eigentlich immer über eine längere Zeit und zieht sich dabei durch viele unterschiedliche Lebensbereiche – von der Familie über die Sportmannschaft bis hin zur eigenen Clique, der Schule oder auch dem Arbeitsplatz. Und natürlich beleuchtet deshalb auch die zweite Staffel von Love, Victor diese unterschiedlichen Erfahrungen seiner Hauptfigur Victor Salazar und bietet dabei ausreichend Gelegenheiten, die einzelnen Schritte hin zu einem selbstbestimmten und offen queeren Leben immer wieder in den Mittelpunkt der Handlung zu rücken.

Victors Coming-out ist dabei nicht nur für seine eigene Familie eine Herausforderung und Aufgabe, die es gemeinsam zu meistern gilt. Natürlich hinterlässt dies auch Spuren bei seiner Ex-Freundin Mia, der erste offen schwule Spieler in der schuleigenen Basketballmannschaft zu sein, ist selbstverständlich ebenfalls nicht völlig konfliktfrei und nebenher muss sich Victor natürlich auch erst einmal in seiner ersten schwulen Beziehung mit Benji zurechtfinden. Langweilig wird es handlungstechnisch deshalb nie und natürlich kommt auch der Humor wieder nicht zu kurz – vor allem durch die beiden Charaktere Felix und Lake, die auch in dieser Staffel wieder für allerlei unterhaltsame Momente, Situationskomik und Gags sorgen, aber trotzdem auch ihre eigenen Probleme und Herausforderungen zu meistern haben.

© 20th Century Fox Television / Star / Disney

Altbewährt und dennoch erwachsener als die 1. Staffel

Von Optik, Stil und Grundton her bleibt sich die Serie also erfeulicherweise absolut treu und garantiert durch die zahlreichen sympathischen Charaktere, die allesamt wieder mit von der Partie sind, stets beste Unterhaltung. Bemerkenswert finde ich dabei aber auch, dass die neuen Folgen bei aller augenscheinlichen Leichtigkeit und Komik immer wieder auch mühelos zu ernsteren Tönen wechseln können und so gefühlt noch mehr komplexere Themen und Momente emotionaler Tiefe mit in die Handlung einfließen als bisher. Dadurch gewinnt die 2. Staffel aus meiner Sicht auch noch einmal an Glaubwürdigkeit, da ich in mehreren Momenten auch die ein oder andere Parallele zu meinen eigenen Erfahrungen ziehen konnte, was auch zu der ein oder anderen emotionalen Reaktion führte – Ihr wisst sicher, was ich meine.

Für mich zeigte sich dabei sehr deutlich, dass man in Bezug auf Story und Handlungsverlauf sowohl seitens des Produktionsteams, wohl aber auch auf Seiten von Disney selber mutiger geworden ist, was einzelne Aspekte der Geschichte angeht. Im Gegensatz zur ersten Pilotstaffel, die zunächst für Disney+ geplant war, dann jedoch aufgrund von Bedenken, die Serie sei nicht „familienfreundlich“ genug für diese Plattform, zu Hulu transferierte, war bei Staffel 2 von Anfang an klar, dass diese direkt für den US-Streamingdienst Hulu bzw. in Europa für Disney+ Star produziert werden würde. Und da man sich auf diesen Portalen generell einem etwas älteren und erwachseneren Publikum verschrieben hat und deshalb auch breiter aufgestellt ist, was die verhandelbaren Themen angeht, hat Love, Victor für mich definitiv noch einmal an erzählerischer Qualität und emotionaler Tiefe und auch Direktheit hinzugewonnen.

© 20th Century Fox Television / Star / Disney

Für mehr Verständnis, Akzeptanz und Toleranz
in unserer Gesellschaft

Dies führt denn auch dazu, dass die neuen Folgen von Love, Victor etwas erreichen, was aus meiner Sicht als queerer Zuschauer nicht nur äußerst spannend, sondern auch unglaublich wichtig ist: Sie fokussieren sich nicht nur auf die emotionale Gefühls- und Gedankenwelt von Victor selber, sondern lassen darüber hinaus auch noch genug Raum zu zeigen, mit welchen Problemen oder Nöten auch sein unmittelbares Umfeld sowohl durch ihre individuelle Lebenssituation als auch durch sein Coming-out konfrontiert wird. Erfreulicherweise wird daber aber auch immer wieder aufgezeigt, welche Lösungen es geben kann, diese Herausforderungen miteinander zu bewältigen. Dadurch beleuchtet jede Folge auch einen anderen Aspekt des Coming-out-Prozesses, was natürlich gleichzeitig zu mehr Spannung und auch zu einer vielschichtigeren Handlung führt. Kritische Stimmen mögen hier vielleicht noch befürchten, dass man es dadurch schnell mit dem erhobenen pädagogischen Zeigefinger zu tun haben. Aus meiner Sicht ist dem jedoch glücklicherweise überhaupt gar nicht so.

Stattdessen ist die Serie unterhaltsamer und lustiger denn je und bleibt trotzdem – aus meiner Perspektive der eigener Erfahrung betrachtet – durch die dadurch gewonnene Komplexität immer sehr nah an dem, was sowohl ich als auch Personen aus meinem Bekannten- und Freundeskreis in der Phase des eigenen Coming-outs erlebt haben. Es bleibt also zu hoffen, dass Love, Victor im Rahmen des Pride-Month seinen eigenen kleinen Beitrag für mehr Diversität in unserer Gesellschaft leistet: Indem sich junge queere Menschen in der Phase ihres eigenen Coming-outs gesehen und verstanden fühlen und durch die Serie ermutigt werden, offen zu sich und ihrer sexuellen Orientierung zu stehen. Und dass Eltern oder Freunden queerer Menschen dabei geholfen wird, den oft nicht ganz einfachen Prozess des Coming-outs besser zu verstehen, einzuordnen und vor allem angemessen begleiten zu können.

© 20th Century Fox Television / Star / Disney

Mein persönliches Fazit

Kurzum: Freut Euch auf zehn weitere spannende, unterhaltsame Folgen an der Creekwood High, bei denen es nicht nur einiges zu Lachen, sondern durchaus an der einen oder anderen Stelle auch einmal ein Tränchen zu verdrücken gibt – so ging es mir zumindest! Zwar kann die 2. Staffel die Intensität ihrer ersten Folge auf Dauer nicht ganz halten, besticht aber dennoch immer wieder durch ihre Direktheit, ihren Witz und auch ihr Einfühlungsvermögen für die häufig komplexen Themen, weswegen es von mir auch satte 9 von 10 Sternen gibt!

Für mich wird die Serie ab dem 18. Juni 2021 für die nächsten zehn Wochen auf jeden Fall absolutes Pflichtprogramm am Freitagabend sein, worauf ich mich schon jetzt sehr freue! Darüberhinaus fiebere ich aber auch schon dem zweiten Highlight im Rahmen des Pride Month entgegen: der sechsteiligen Dokumentarserie Pridedie den Kampf um die LGBTQ+ Bürgerrechte in Amerika näher beleuchtet. Auch in diese Serie werde ich vorab schon einmal hineinschnuppern können und werde darüber dann natürlich auch noch einmal in einem separaten Beitrag für Euch berichten! Es bleibt also spannend!

In der Zwischenzeit hoffe ich, dass ich Euch mit diesem Artikel ein wenig Lust auf die neue Staffel von Love, Victor machen konnte. Und solltet Ihr darüber hinaus Lust auf weitere Inhalte auf Disney+ mit queerem Background bekommen haben, dann lest doch auch einmal in diesen Artikel von mir hinein. Darin stelle ich Euch noch einmal meine ganz persönliche TOP5 von Formaten mit LGBTQ+ Bezug vor!

Euch weiterhin noch einen schönen, bunten und vor allem ausgelassenen Pride Month und auf bald!

Euer RainbowMickeyRunner

Florian

Rainbow Disney Collection 2021 – Gewohnt bunt und verdammt vielfältig!

Rainbow Disney Collection 2021 – Gewohnt bunt und verdammt vielfältig!

DIVERSITÄT & AKZEPTANZ

Rainbow Disney Collection 2021

Gewohnt bunt und verdammt vielfältig!

Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

3. Mai 2021

Seit 2018 bringt Disney jedes Jahr anlässlich des Pride Month eine spezielle Regenbogenkollektion heraus. 2021 gibt es dabei Altbekanntes, aber auch einiges noch nie Dagewesenes zu entdecken. Erfahrt in diesem Blogartikel, worauf Ihr Euch alles freuen könnt!

2021 ist, was Disney betrifft, einiges anders als wir es bisher eigentlich kannten. Und so verwundert es nicht, dass dies auch auf die diesjährige Rainbow Disney Collection zutrifft, die bereits heute im amerikanischen shopDisney sowie in den dortigen Disney Stores erschienen ist.

Ungewöhnlich ist dies insofern, als dass die Kollektion normalerweise erst anlässlich des Pride Month veröffentlicht wird, der in Erinnerung an den Stonewall-Aufstand von 1969 in New York traditionell immer über den gesamten Juni hin gefeiert wird.

Doch scheinbar hat man sich gedacht, dass man nie früh genug damit beginnen kann, um mit Artikeln in allen Farben des Regenbogens auf die Themen Gleichberechtigung, Diversität und Akzeptanz aufmerksam zu machen und so gibt es diesmal bereits Anfang Mai vieles, was wir schon aus den letzten Jahren kennen, aber eben auch einige spannende neue Artikel zu entdecken.

© Disney

shopDisney in Japan als Vorreiter am Start

Bevor die Artikel jetzt in den USA online gingen, lohnt es sich jedoch, vorher noch einen kurzen Blick nach Japan zu werfen. In den dortigen Stores und im japanischen shopDisney gab es nämlich bereits Anfang April die ersten Produkte aus der 2021er Kollektion zu entdecken und so konnte man schon ein wenig erahnen, was Disney alles für seine Fans bereithalten würde: Kuschel-Mickey & -Minnie in Regenbogenoutfit, Schlüsselanhänger, Gesichtsmasken, Rucksäcke und Gürteltaschen, kuschelige Decken und sogar Fächer in Regenbogenfarben mit zahlreichen Mickeys darauf. All dies ließ darauf schließen, dass man sich in diesem Jahr wahrlich nicht lumpen lassen würde, was die Produkte in allen Farben des Regenbogens angeht!

© shopDisney

Ein ganz besonderer Artikel…

Eine Besonderheit in diesem Jahr ist dabei unter anderem der Rainbow Collection Imagination Schlüssel, den es so in 2021 zum ersten Mal gibt und – so scheint es zumindest – die bisherige Tradition der Jumbo-Pins ablösen könnte. Zumindest war der Release ein voller Erfolg, sodass der Schlüssel in Japan bereits wenige Minuten nach dem Erscheinen restlos ausverkauft war und kurz darauf natürlich bereits  ziemlich saftige Preise auf einschlägigen Verkaufsplattformen erzielte. Doch… keine Panik! Die gute Nachricht ist, dass der Schlüssel natürlich auch im amerikanischen shopDisney verfügbar ist und auch zu uns nach Deutschland kommen wird. Ein genaues Datum steht zwar noch nicht fest, aber im Mai sollte es wohl noch so weit sein. Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass auch wir nicht leer ausgehen, was dieses besondere Erinnerungsstück angeht!

© shopDisney

Eine Kollektion für wirklich jeden!

 

Aber wenden wir uns lieber noch einmal den neu hinzugekommenen Artikeln in den amerikanischen Disney Stores zu, denn diese übertreffen wahrlich alles, was wir bis dato diesbezüglich gesehen haben! So eine große Auswahl an farbenprächtigen und vielfältigen Regenbogen-Artikeln gab es wahrlich noch nie! 

 

Auffällig ist dabei vor allem, dass die Kollektion sich von Mickey und Minnie als Hauptfiguren löst und nun tatsächlich – passend zur großen Inklusions-Initiative, die Disney vor einiger Zeit gestartet hat – nun alle großen Marken des Unternehmens umfasst. Denn schließlich hat man es sich zur Aufgabe gemacht, Geschichten und Erlebnisse zu kreieren, bei denen wirklich jeder Gast sich gesehen und einbezogen fühlt.

 

Und so ist die diesjährige Auswahl mit allein über 30 Artikeln online tatsächlich größer, umfangreicher und vor allem inklusiver geworden als je zuvor und zum ersten Mal in der Geschichte der Rainbow Disney Collection gibt es tatsächlich auch etwas für die queeren Fans von PixarStar WarsMarvel sowie z.B. spezielle Mickey-Pin in den Farben der Flaggen für Transgender, Lesbians, Bisexuals sowie der 8-farbigen Philadelphia Rainbow-Flagge mit zwei zusätzlichen Streifen in Schwarz und Braun! Ein wirklich großartiger und wichtiger Schritt, wie ich finde!

 

    © Disney
    © Disney
    © Disney
    © Disney

    Disney kooperiert mit zahlreichen Partnern

    Doch damit nicht genug, denn auch zum allerersten Mal in der Geschichte des Unternehmens kooperiert Disney mit zahlreichen Lizenznehmern und Partnern wie Hot Topic, BoxLunch oder Amazon, die ihrerseits noch weitere offizielle Produkte zur Rainbow Disney Collection beisteuern werden.

    Neben einer weiteren Auswahl an passenden Kleidungsstücken und Accessoires wird es dabei auch eine Serie von Pop! Vinyl Figuren der Marke Funko geben, die Charaktere wie Ursula, Wall-E, Stitch, Mickey oder Deadpool ebenfalls in den Farben des Regenbogens erstrahlen lassen. Sicher nicht jedermanns Geschmack – auch meiner nicht -, aber dennoch eine schöne Geste für alle Sammler*innen dieser teilweise wirklich putzigen, kleinen Zeitgenossen. 

    © Funko
    © Funko
    © Funko

    Kauf unterstützt LGBTQ+ Organisationen weltweit

    Übrigens unterstützt Ihr beim Erwerb eines Artikels aus der Rainbow Disney Collection gleichzeitig auch, dass es in Zukunft noch mehr Gleichberechtigung und Chancengleichheit am Arbeitsplatz gibt, denn Disney spendet einen Teil der Einnahmen an verschiedene Organisationen auf der ganzen Welt, die sich für LGBTQ+ Gemeinschaften einsetzen.

    In Deutschland hat man sich dabei für diversity München e.V. entschieden. Die LesBiSchwulen und Trans* Jugendorganisation betreibt in der bayerischen Landeshauptstadt ein Jugendzentrum, bietet Lernseminare über geschlechtliche Identität und sexuelle Orientierung für Schulen an und organisiert Veranstaltungen in ihrem Diversity Café. Weitere Institutionen in anderen Ländern sind unter anderem GLSEN (USA), Diversity Role Models (Großbritannien), Minus18 (Australien), BeLonG To Youth Services (Irland), ARELA (Spanien), It Gets Better Project (Mexiko) sowie Nijiiro Diversity (Japan).

    Einen kleinen Wermutstropfen gibt es am Ende nun aber leider dennoch. Denn bisher ist bedauerlicherweise noch nicht bekannt, wann genau und vor allem was von der diesjährigen Rainbow Disney Collection zu uns in den deutschen shopDisney kommt. Es gab zwar direkt eine Ankündigung dazu über den Instagram-Kanal des Shops, was aber genau zu uns hier nach Europa kommt, ist leider noch nicht so klar! Ich würde sagen: Bleiben wir einfach optimistisch und hoffen wir, dass möglichst viel davon auch den Weg zu uns hier nach Deutschland findet!

    Sobald es Neuigkeiten diesbezüglich gibt, werde ich Euch natürlich direkt darüber informieren! Folgt mir deshalb doch am Besten direkt auch auf Instagram oder Facebook, sodass Ihr keine Neuigkeiten, was die Themen Rainbow, Disney Parks oder auch runDisney angeht, mehr verpasst!

    Und zu guter Letzt frage ich mich natürlich: Wie ist denn Euer Eindruck von der neuen Kollektion? Seid Ihr enttäuscht, dass es keinen neuen Spirit Jersey gibt oder habt Ihr vielleicht bereits stattdessen etwas erspäht, das Ihr unbedingt haben wollt? Lasst mich doch mal wissen, was Ihr denkt! Ich bin gespannt!

    Euch noch eine schöne Zeit und regenbogenbunte Grüße!

    Euer RainbowMickeyRunner

    Florian

    Diversity bei Disney im Jahr 2020

    Diversity bei Disney im Jahr 2020

    PRIDE MONTH SPECIAL

    Diversity bei Disney im Jahr 2020

    Eine persönliche Bestandsaufnahme

    Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

    28. Juni 2020

    Heute vor genau 50 Jahren fand in New York die erste Pride-Parade statt, um für die Rechte von  Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen zu kämpfen, sowie auf deren Diskriminierung und Ausgrenzung aufmerksam zu machen. Ein Grund für mich, mal genauer zu schauen, wie es denn bei Disney mit den Themen Toleranz & Vielfalt aussieht.

    Als sich in der Nacht zum 28. Juni 1969 bei einer Razzia der Polizei im Stonewall Inn – einer Bar in der New Yorker Christopher Street – das vor allem homo- und transsexuelle Publikum das erste Mal signifikant und in großer Zahl zur Wehr setze, ahnte wohl noch niemand, dass dies einmal der entscheidende Wendepunkt der Lesben- und Schwulenbewegung in ihrem Kampf für Gleichbehandlung und Anerkennung sein würde. Galt Homosexualität damals noch als „anstößig“ oder auch „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ und wurden Besucher einschlägiger Etablissements in der Folge von Razzien gerne öffentlich zwangsgeoutet und damit diffamiert, setzte man sich in dieser Nacht das erste Mal entschlossen und mutig gegen diese andauernde Gängelung zur Wehr. In der Folge der nächsten Jahre entstand daraus die erste Christopher Street Parade, die schließlich den Monat Juni zum sogenannten Pride Month werden ließ, um auch bis heute immer wieder auf die Probleme und Diskriminierungen aufmerksam zu machen, denen viele queere Personen immer noch regelmäßig ausgesetzt sind.

    Deshalb war auch der 1. Juni 2019 für viele Disney-Fans aus der LGBTQIA+ Community ein besonderer Augenblick. Denn an diesem Tag fand im Disneyland Paris der Magical Pride statt, das erste von Disney selber organisierte und veranstaltete Event zum Thema Toleranz, Akzeptanz und Vielfalt, welches auch für mich ganz persönlich eines der Highlights des vergangenen Jahres war.

    Zwar gibt es bereits seit 1991 auch in Orlando jedes Jahr am ersten Samstag im Juni die sogenannten Gay Days, an denen sich Schwule, Lesben, Bisexuelle & Transgender mit ihren Familien und Freunden in den dortigen Themenparks treffen und durch das Tragen von roten T-Shirts auf sich aufmerksam machen. Allerdings hat Disney offiziell nichts mit dieser Veranstaltung zu tun und beschränkt sich lediglich darauf, im Rahmen ihrer jährlich erscheinenden Disney Rainbow Collection die passenden Merchandise-Artikel hierfür zur Verfügung zu stellen.

    Dementsprechend wegweisend war auch der Schritt, in Paris im vergangenen Jahr nun ein gänzlich eigenes Pride-Event auf die Beine zu stellen, das ab dem kommenden Jahr sogar in den großen Hauptpark umziehen wird, um am 12. Juni 2021 noch mehr Gästen die Möglichkeit zu geben, gemeinsam unter dem Regenbogen zu feiern.

    © Sascha Meyer
    © Disney

    World Showcase & Castmember-Vielfalt in Orlando

    Doch gerade in Zeiten wie diesen sollten wir während des Pride Month auch einen Blick darauf werfen, dass Vielfalt sich nicht nur auf die sexuelle Orientierung oder das Geschlecht beschränkt, sondern genauso die Hautfarbe oder Nationalität, die Religion, das Alter oder die physische Gesundheit mit einschließt.

    Gerade, da ich erst im Februar dieses Jahres meinen ersten Aufenthalt im Walt Disney World in Orlando verbracht habe, musste ich dieser Tage immer wieder an einige Erlebnisse und Erfahrungen während dieses Besuches denken.

    So habe ich z.B. in einem Shop oder auch an einzelnen PhotoPoints Castmember mit physischen Handicaps erlebt, die im Rollstuhl saßen. Für mich ein schönes Zeichen dafür, dass auch diese Menschen bei Disney willkommen sind und genauso zur Magie der Gäste beitragen können, wie ihre anderen Kolleginnen und Kollegen.

    Und natürlich muss in diesem Zusammenhang auch der World Showcase in Epcot, bei der insgesamt elf Länder in landestypischen Pavillons sowohl ihre individuellen kulinarischen Highlights vorstellen, aber eben auch über ihre jeweiligen Kulturen und Geschichten informieren, erwähnt werden. Die dortigen Castmember stammen übrigens alle aus den unterschiedlichen Ländern und werden im Rahmen des Cultural Representative Program extra dafür rekrutiert. Mehr kulturelle Authentizität geht wahrlich nicht.

    © Florian Ahlborn

    It’s a small world after all…

    Doch wir müssen gar nicht erst nach Orlando reisen, um uns durch Disney die Vielfalt unserer Welt ganz unmittelbar vor Augen führen zu lassen. Denn auch im Disneyland Paris erwartet uns mit it’s a small world eine Attraktion, die uns auf verspielte Art und Weise die unterschiedlichsten Kulturen erleben lässt

    Ursprünglich von Walt Disney und seinen Imagineers für die Weltausstellung 1964 & 1965 in New York geschaffen, lädt die Bootsfahrt zum Entdecken von Kulturen unterschiedlicher Länder und Regionen der Welt ein. Der Song, der dabei in den unterschiedlichen Sprachen der jeweils vorbeiziehenden Länder erklingt, verdeutlicht dabei noch einmal die Gemeinsamkeit und Harmonie zwischen ihnen allen und im großen Finale der Attraktion, in dem alle Nationalitäten noch einmal gemeinsam zu erleben sind, zeigt sich noch mal eindrücklich, dass wir trotz unterschiedlichen Aussehens dennoch im Grunde alle gleich sind.

    © Florian Ahlborn
    © Florian Ahlborn

    Disney wird multikultureller und stellt sich seiner Geschichte

    Und wie sieht es mit dem Thema Diversität in den Filmen von Disney, Pixar & Co. aus? Das beste Beispiel sind hier wohl die Prinzessinnen. Waren diese in den frühen Filmen stets europäische Frauentypen mit weißer Hautfarbe, änderte sich das im Jahr 1992 mit Prinzessin Jasmin im Film Aladdin und Disney begann, diesbezüglich offener und multikultureller zu werden.

    Es folgten Pocahontas sowie Mulan – und mit Tiana aus Küss den Frosch! sogar die erste afrikanisch-amerikanische Prinzessin in der Geschichte des Unternehmens. Diese wird im Rahmen der gerade neu angekündigten Re-Thematisierung von Splash Mountain in Anaheim und Orlando nun sogar ihre eigene Attraktion erhalten – ein aus meiner Sicht richtiger und auch wichtiger Schritt Disneys, um die afroamerikanische Bevölkerungsschicht innerhalb der Disney Parks adäquater zu repräsentieren. Bisher waren in dieser Attraktion nämlich Figuren aus dem problematischen Film Song of the South (dt. Onkel Remus‘ Wunderland) zu sehen. Dieser löste bereits bei seiner Veröffentlichung 1946 zahlreiche Kontroversen und Proteste aus. Viele Kritiker warfen dem Film vor, durch seine Art und Darstellung das Thema der Sklaverei zu verharmlosen oder gar zu verherrlichen. Aus diesem Grund wurde der Film auch seit 1986 nicht mehr in den Kinos gezeigt und ist weder als VHS oder DVD erhältlich noch auf dem Streamingdienst Disney+ verfügbar. Im Zuge der derzeitigen Black Lives Matter-Bewegung ist eine Re-Thematisierung also in meinen Augen absolut nachvollziehbar und wohl auch schon lange überfällig.

    © Disney

    Die neue Generation der Disney Prinzessinnen

    Doch auch generell zeigt sich aus meiner Sicht, dass Disney sich – wenn auch nur schrittweise, aber zumindest kontinuierlich – dem Thema Vielfalt annimmt.

    So erleben wir in den letzten Jahren eine spürbare Emanzipation bei den verschiedenen Prinzessinnen, wenn wir z.B. an Elsa aus Frozen oder auch Jasmin in der Realverfilmung von Aladdin denken.

    Gerade durch den neuen Song Speechless und einzelne neue Dialoge hat diese Figur noch einmal spürbar an Tiefgang und Charakterstärke gewonnen und stellt für mich einen neuen Frauentypus innerhalb des Disney-Universums dar.

    Darüber hinaus wird hier aus meiner Sicht in einer immer noch sehr stark von Männern dominierten Welt auch ein weiteres, wichtiges Signal an junge Mädchen und Frauen gesendet, nämlich: „Vertrau auf deine innere Stimme und erlaube Dir, große Träume zu haben!“

    Übrigens gab es im Jahr 2018 auch ganz offiziell eine Kampagne mit dem Titel Glaub an Dich, Prinzessin (engl. Dream Big, Princess). Hierzu gibt es auch eine Videoreihe, bei der junge Mädchen auf Frauen wie die Mary Poppins-Darstellerin Emily Blunt oder die Star Wars-Produzentin Kathleen Kennedy treffen, die ihnen von ihrem Werdegang, ihren Erfolgen, aber auch ihren größten Hindernissen auf ihrem bisherigen Lebensweg erzählen. Wenn Ihr mehr dazu erfahren wollt, dann folgt am Besten einmal diesem Link.

    © Disney PhotoPass
    © Disney PhotoPass

    Und es tut sich doch was…

    Trotz all dieser positiven Entwicklungen gibt es natürlich auch bei Disney immer noch Spielraum für Verbesserung in Bezug auf das Thema Diversität. Viele warten z.B. immer noch auf die erste offene LGBTQ-Hauptfigur in einem Disneyfilm.

    Zwar können wir hier in der jüngsten Vergangenheit mit LeFou, der in der neuen Realverfilmung von Die Schöne und das Biest in einer Szene kurz mit einem Mann tanzend zu sehen ist, sowie mit der Polizistin Specter im neuesten Pixar-Animationsfilm Onward: Keine halben Sachen, die ganz natürlich im Rahmen eines kurzen Dialogs von der „Tochter ihrer Freundin“ spricht, erste Ansätze hierfür sehen. Einigen geht das indes aber noch nicht weit genug.

    Ich für meinen Teil bin eigentlich ganz froh darüber, dass Disney Themen wie Regenbogenfamilien eher unaufgeregt und fast schon selbstverständlich in seine Storylines integriert, denn dadurch werden sie präsent, ohne jedoch zum Problem hochstilisiert zu werden.

    Und wer übrigens genau hinschaut, kann auch in A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando während Bonnies erstem Tag in der Vorschule ein gleichgeschlechtliches Elternpaar entdecken!

    © Disney / Pixar

    We’re all in this together…

    Ich möchte diesen Artikel mit einer letzten Episode schließen, die mir in den vergangenen Tagen immer wieder durch den Kopf gegangen ist – gerade im Hinblick auf das Thema Black Lives Matter.

    Ziemlich genau vor einem Jahr, Anfang Juli, gab Disney bekannt, dass für die neue Realverfilmung von Arielle, die kleine Meerjungfrau die afroamerikanische Sängerin Halle Bailey die weibliche Hauptrolle übernehmen wird.

    Damals ging ein Schrei der Entrüstung durch große Teile der Disney-Community. Viele empfanden diese Entscheidung als Fehlbesetzung und es wurden sogar Petionen ins Leben gerufen, um Disney dazu zu bringen, ihre Entscheidung zu widerrufen – selbstverständlich ohne Erfolg.

    In vielen Kommentaren oder Forenbeiträgen war zu lesen, dass für viele Arielle eben eine weiße Prinzessin mit roten Haaren sei oder dadurch ja auch ein bestimmter Typus an Mädchen repräsentiert würde, der ansonsten unter den Disney Prinzessinnen nicht mehr abgedeckt sei.

    Ich teile diese Meinung nicht, da es mit  Merida und Anna von Arendelle gleich zwei weitere – und noch darüber hinaus sehr unterschiedliche – Prinzessinnen mit diesem Merkmal gibt.

    Da ich ohnehin glaube, dass alles im Leben nicht ohne Grund geschieht, bin ich inzwischen der festen Überzeugung, dass die Besetzung von Arielle mit Halle Bailey rückblickend vielleicht sogar einer der wichtigsten Schritte war, den Disney in Bezug auf Vielfalt und Akzeptanz gegangen ist. Denn damit trauen sie uns – den Fans und Liebhabern ihrer Filme, Parks und Merchandiseartikeln – zu, dass nicht nur sie als Unternehmen sich in Bezug auf diese Themen weiterentwickeln, sondern dass auch wir unseren Teil dazu beitragen und uns von der ein oder anderen liebgewonnenen Sehgewohnheit verabschieden müssen.

    Und vielleicht gilt gerade deshalb ein Zitat aus Pocahontas heute mehr als je zuvor, wo es heißt:

    Für dich sind echte Menschen nur die Menschen,
    die so denken und so aussehen wie du.
    Doch folge nur den Spuren eines Fremden,
    dann verstehst du und du lernst noch was dazu. 

    Lasst uns in diesem Sinne gemeinsam alle durch die Veränderung unserer Sichtweisen, unserer Haltungen und damit einhergehenden Handlungen dazu beitragen, Schritt für Schritt eine offenere und tolerante Gesellschaft zu werden. Wenn nicht wir als Disney-Community hierfür den ersten Schritt machen könnten, wer dann?

    In diesem Sinne: Happy Pride!

    Euer RainbowMickeyRunner

    Florian

    Es ist nun bald soweit…

    Es ist nun bald soweit…

    MEIN DISNEYJAHR 2020

    Es ist nun bald soweit…

    Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

    19. Januar 2020

    Das neue Jahr ist gerade einmal zweieinhalb Wochen alt und dennoch reicht meine Planung für Besuche in verschiedenen Disney Parks, Teilnahmen an mehreren runDisney-Läufen sowie der Besuch verschiedener Disney-Events bereits weit in das Jahr 2020 hinein. Inspiriert durch den lieben Jens von Mausgebabbel – Dem Deutschen Disneypark Podcast – erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel, wo es mich in den nächsten zwölf Monaten überall hinverschlagen wird. Los geht’s!

    2. – 5. Januar 2020: Mickeys märchenhafte Weihnachtszeit
    (Disneyland Paris)

    Starten möchte ich mit einem kleinen Rückblick, denn vor zwei Wochen stand für mich ein ganz besonderer Aufenthalt an: ein Ausflug mit der ganzen Familie nach Paris. Was das Besondere daran war? In meiner Familie ist keiner so Disney-affin (oder sollte ich lieber sagen Disney-verrückt?) wie ich. Dementsprechend war diese Reise – sozusagen ein gemeinsam gemachtes Weihnachtsgeschenk – der erste Besuch in einem Disney Park für alle meine Familienangehörigen. Und noch dazu galt es dabei hinzubekommen, für alle – von der fünfjährigen Nichte bis hin zu Oma & Opa mit 70 Jahren) allen irgendwie gerecht zu werden. 

    

Erfreulicherweise hat sich aber alles wunderbar gefügt… wir hatten eine Menge Spaß zusammen, haben Olaf getroffen, ein wunderbares Abendessen im Inventions mit einem super süßen und anhänglichen Tigger genossen, sind an die 6 Mal Big Thunder Mountain gefahren und haben zum Abschluss noch das Frühstück mit den Prinzessinnen in der Auberge de Cendrillon genossen. Alles in allem war es also ein fantastischer Auftakt dieses Jahres, über den ich nicht glücklicher sein könnte. 

    © Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)
    © Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)
    © Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)

    18. – 26. Februar 2020: Princess Half Marathon Weekend (Walt Disney World Orlando)

    Im Februar indes steht nun für mich wohl eine der spannendsten und vor allem aufregendsten Reisen in diesem Jahr an. Ich besuche zum allerersten Mal das Walt Disney World in Orlando und werde im Rahmen dieses einwöchigen Besuchs an meinem ersten runDisney-Laufevent in Amerika teilnehmen – dem Princess Half Marathon.

    Angemeldet bin ich für die Fairy Tale-Challenge. Diese beinhaltet den 10km-Lauf am Samstag, den 21. Februar sowie den Halbmarathon am Sonntag, den 22. Februar. Darauf freue ich mich schon sehr, habe ich doch von vielen Disney-Läufern bereits gehört, wie schön und besonders die Atmosphäre bei den Läufen in Orlando ist und diese sich wohl auch noch einmal recht stark von den Pariser Events unterscheidet.

    Auf jeden Fall heißt es an den beiden Lauftagen „Früh Aufstehen“…, denn beide Läufe starten jeweils morgens um 5:30Uhr… Da ich im Disney All-Star Sports Resort übernachte – also direkt auf dem (ziemlich weitläufigen) Gelände der Parks wird der Wecker wohl spätestens um 2Uhr klingeln, damit ich pünktlich um 3Uhr im ersten Shuttlebus zum Startbereich sitze. 


    Dafür habe ich an den anderen Tagen reichlich Gelegenheit, mir die vier verschiedenen Parks anzuschauen… Die Organisation eines Aufenthaltes in Walt Disney World ist wirklich noch einmal etwas ganz anderes als eine Reise ins Disneyland nach Paris. Zum Glück hatte ich aber tolle Hilfe von Bianca, die einige von Euch vielleicht als Spinatmädchen aus dem Internet kennen! Sie hat mir super erklärt, wie man am besten entscheidet, an welchem Tag man welchen Park besucht, wie man geschickt seine Fastpässe bucht und und und… Falls Ihr mehr über meine Reisevorbereitung erfahren wollt, dann hinterlasst doch gerne unten auch noch einmal einen Kommentar, dann mache ich dazu auch noch einmal einen separaten Artikel, denn es gibt wirklich so allerlei im Vorfeld zu beachten.

    © Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)

    12. – 14. März 2020: Disneyland Park Adventures 
    (Disneyland Paris)

    Als Nächstes geht es dann wieder in „heimatliche Gefilde“ ins Disneyland nach Paris. Dort steigt nämlich am Freitag, den 13. März 2020 zum bisher 8. Mal eine nur für Infinity-Jahreskarteninhaber und ihre Freunde zugängliches Annual Pass Event. Inzwischen ist bekannt geworden, dass der Abend unter dem Motto Disneyland Park Adventures steht und man in diesem Zusammenhang die verschiedenen Länder des Parks und ihre Bewohner im Rahmen einer kleinen Zeitreise zurück in die Vergangenheit noch einmal ganz neu entdecken kann. So soll man die Main Street U.S.A. inmitten ihrer Bewohner entlang flanieren, sich mit den Piraten im Adventureland einen Schwertkampf liefern oder auch die aufregende Goldgräberzeit im Frontierland noch einmal miterleben können.

    Außerdem sind Überraschungen bei einzelnen Attraktionen angekündigt, im Rahmen einer Feuerwerksshow kann man noch einmal die inzwischen fast 30 Jahre, die der Park nun bereits besteht, Revue passieren lassen oder sich mit verschiedenen Disney-Figuren auf seinem Weg ablichten lassen. Tickets für diese Veranstaltung sind inzwischen über einen speziellen Link in der englischsprachigen Jahreskartengruppe auf Facebook erhältlich. Folgt dafür einfach folgendem Link! [Beachtet aber bitte, dass dieses Event NUR für Besitzer einer Magic Plus- oder Infinity-Jahreskarte gebucht werden können! Diese können jeweils 2 Gäste mitbringen.] 

    Für mich war schnell klar, dass ich an diesen Tagen unbedingt nach Paris reisen wollte, da schon recht bald feststand, dass viele Blogger-Freunde und -Bekannte von mir ebenfalls da sein werden… und deshalb darf ich da natürlich auf keinen Fall fehlen. Freut Euch also vielleicht auf ein weiteres Treppen- oder Characterfoto mit bekannten Gesichtern wie @tom_goes_magic, @nadinelovesdisney@freizeitpark_traveller, @felixkey99@mykindofdisney, @kats_disneylife@magicdisnedreamgirl, @svendisney, @magicridgley, @disneyparksandmore, @disney_dreamer_de, @spinatmaedchen @disneycentralde und noch vielen mehr.

    © Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)
    © Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)

    8. – 10. Mai 2020: Disneyland Paris Princess Run
    (Disneyland Paris)

    Im Mai bin ich dann wieder sportlich im Disneyland Paris unterwegs, denn am zweiten Maiwochenende findet zum allerersten Mal das Princess Run Weekend statt.

    Der große Unterschied zum Laufwochenende im September besteht vor allem darin, dass die Distanzen kürzer sind. So gibt es im Mai lediglich einen 5km- sowie einen 8km-Lauf. Beide zusammen können auch als Cinderella-Challenge gebucht werden. (Und natürlich habe ich mich direkt dazu angemeldet, denn dadurch gibt es neben den Einzelmedaillen noch eine Challenge-Medaille obendrauf.) Außerdem gibt es natürlich auch mehrere Läufe für Kinder (100m, 200m und 1km).

    Derzeit sind die Startnummern für dieses Event lediglich zusammen mit einer Pauschale (Hotel & Tickets) oder einer Buchung in einem Disney-Hotel direkt über die Homepage oder Hotline des Disneyland Paris zu erwerben. Wann genau dann die sogenannten Bibs (Startnummern) einzeln in den Verkauf gehen, steht leider noch nicht fest.

    Sobald ich hier Näheres weiß, erfahrt Ihr es natürlich sofort auf meiner Facebook-Seite, der dazugehörigen Run Disney Fans Deutschland-Gruppe oder meinem Instagram-Profil. Schaut also gerne einmal dort, um den Verkaufsstart auf keinen Fall zu verpassen.

    © Disneyland Paris (PhotoPass)
    © Disneyland Paris (PhotoPass)

    5. – 7. Juni 2020: Magical Pride
    (Disneyland Paris)

    Und im Juni gibt es dann auch endlich ein Wiedersehen mit dem Event, dass mich im vergangenen Jahr wohl am meisten bewegt hat – dem Magical Pride… Disneys erster ganz offizieller Veranstaltung zu den Themen Gleichberechtigung, Inklusion & Toleranz.

    Nachdem das Event im vergangenen Jahr in den Walt Disney Studios stattfand, zieht es 2020 sogar in den Hauptpark um, sodass es noch viel mehr Möglichkeiten geben wird, ein „buntes Fest der Vielfalt“ zu feiern, wie das Disneyland Paris es angekündigt hat. Neben einer eigens für dieses Event zusammengestellten Parade, verschiedenen Meet & Greets und anderen Programmpunkten, wird es sicher wieder auch einige aufregende Musikacts geben, die dem Abend sein ganz eigenes Flair verleihen werden.



    Da ich bereits weiß, dass sowohl zahlreiche europäische als auch amerikanische Disney-Freunde zu diese Veranstaltung anreisen werden, freue ich mich schon irrsinnig auf diese Tage und bin gespannt, was es in den kommenden Wochen bis dahin noch an Informationen und Überraschungen dazu geben wird. 

    © Disneyland Paris
    © Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)

    24. – 27. September 2020: Disneyland Paris Run Weekend
    (Disneyland Paris)

    Der September schließlich steht dann noch einmal ganz im Zeichen des Laufsports… Denn dann wartet wieder das Disneyland Paris Run Weekend auf mich, dass darüber hinaus in diesem Jahr bereits seinen 5. Geburtstag feiert. Dies bedeutet laut den derzeitigen Informationen eine noch magischere Atmosphäre, vor allem aber noch mehr Disney Figuren als bisher ohnehin schon.

    Mit Distanzen von 5km & 10 km sowie dem Halbmarathon, gibt es hier wirklich für jeden den passenden Lauf und natürlich gibt es auch für Kinder wie beim Disneyland Princess Run jeweils Läufe mit 100m, 200m und 1km – bei dem sich auch die Kleinsten schon ihre ganz eigene Disney-Medaille verdienen können.

    Wie bereits im vergangenen Jahr bin ich wieder für die 36km-Challenge angemeldet, werde also alle drei Läufe absolvieren und deshalb am Ende der Veranstaltung insgesamt fünf Medaillen mein Eigen nennen dürfen… wobei das nicht ganz korrekt ist! Denn am Ende wird es noch eine sechste Medaille obendrauf geben – nämlich die „Castle to Chateau-Challenge“-Medaille. Diese erhält man, wenn man im gleichen Kalenderjahr sowohl mindestens einen Halbmarathon in Orlando als auch den Halbmarathon in Paris absolviert. Darauf freue ich mich schon riesig, denn diese Medaille ist natürlich für mich als runDisney-Begeisterten wirklich etwas ganz Besonderes.

    © Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)
    © Run Disney France (PhotoPass)

    Zusammenfassung

    Wie Ihr also seht, wird das Jahr 2020 mindestens genauso spannend wie das vergangene Jahr werden. Ich freue mich bereits sehr auf die vielen unterschiedlichen Events, bin gespannt auf meinen ersten Besuch im Walt Disney World in Orlando und super-motiviert, meine bisherigen Zeiten bei den einzelnen Läufen im Vergleich zum Vorjahr vielleicht sogar noch ein wenig zu verbessern.

    Wie sieht es denn bei Euch aus? Habt Ihr schon Eure nächsten Besuche oder Reisen in eine der vielen Disney Parks geplant? Vielleicht mögt Ihr mir davon ja mal in den Kommentaren erzählen! 

    Ich freue mich von Euch zu hören, wünsche für heute noch einen schönen Tag und verbleibe bis zum nächsten Mal

     

    Euer RainbowMickeyRunner 

    Florian