Disney Musik: Die Evolution der Disney Songs

Disney Musik: Die Evolution der Disney Songs

PODCAST

Disney Musik

Die Evolution der Disney Songs

Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

2. Mai 2021

Wenn es etwas gibt, dass Disney von Anfang an neben seinen zeichnerischen Fähigkeiten ausgezeichnet hat, dann ist es die Musik. Zusammen mit Disney-Bloggerin Bianca – auch bekannt als Spinatmädchen – habe ich mir einmal genauer angeschaut, wie es eigentlich dazu kam und wie sich das Ganze im Laufe der Jahre entwickelt hat!

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber bereits seit ich als Kind Disney-Filme wie DumboArielle, die Meerjungfrau oder Aladdin gesehen habe, waren es neben den bunten, fantasievollen Welten, die durch die Disney-Zeichner geschaffen wurden immer auch die Songs, die eine große Faszination auf mich ausübten und mich immer wieder aufs Neue in ihren Bann zogen.

Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass Disney ein klein wenig daran schuld ist, dass ich Musik und die darstellende Künste später sogar zu meinem Beruf gemacht habe. Denn neben – oder vielleicht gerade durch – mein Faible für Disney wuchs parallel auch eine große Leidenschaft zum Genre Musical in mir heran. Wie diese beiden Themen miteinander zusammenhängen? Das lässt sich wohl am besten an einem Mann verdeutlichen, der aus meiner Sicht neben Walt Disney selber maßgeblich dazu beigetragen hat, dass die Einheit von Bild und Musik bis heute einen so großen Stellenwert bei Disney hat. Die Rede ist natürlich von Howard Ashman, dem Autoren hinter Arielle, die Meerjungfrau sowie Die Schöne und das Biest.

© Disney+

Als Howard Ashman 1989 zu Disney kam, stand es um die Animationssparte des Unternehmens nicht gerade gut. Die Filme der vergangenen Jahre waren allesamt nicht so erfolgreich gewesen wie man es sich erhofft hatte und kamen im Vergleich häufig nicht an die Einspielergebnisse von Meisterwerken wie Schneewittchen und die sieben Zwerge oder Marry Poppins heran. Grund genug also für neue kreative Impulse.

Howard Ashman hatte in den Jahren zuvor vor allem durch seine Arbeit in der New Yorker Theaterszene auf sich aufmerksam gemacht und vor allem mit dem Musical Der kleine Horrorladen, welcher er zusammen mit keinem Geringeren als Alan Menken geschrieben hatte, große Erfolge gefeiert.

Und nun machte er sich daran, auch den Disney-Filmen wieder ein bisschen mehr Broadway-Zauber einzuhauchen. Von Anfang an stand nämlich für ihn fest: Disney und Musical, das gehört einfach zusammen. Und – wie wir alle im Rückblick sehen – hat er damit einen absoluten Nerv getroffen und vor allem die Ära der sogenannten Disney Renaissance von 1989 bis 1999 maßgeblich mitgeprägt.

© Disney

Doch selbstverständlich wäre es zu kurz gegriffen, wenn man in Bezug auf das Thema Musik bei Disney lediglich die Filme ab den 1990er Jahren in seine Betrachtung mit einbezieht. Denn eigentlich fand die Symbiose von Bild und Ton ziemlich schnell auch das Interesse von Walt Disney selber. Ein gutes Beispiel hierfür ist vor allem der Kurzfilm Steamboat Willie – einem der wohl berühmtestens Cartoons mit Mickey Mouse als Protagonisten. Hatte man bei früheren Produktionen bereits Musik als Untermalung eingesetzt, wollte Walt Disney hier Neuland beschreiten, indem zum allerersten Mal Ton und Bild ganz eng aufeinander abgestimmt sein sollten. Das Ergebnis ist ein fulminanter Spaß für Augen und Ohren, bei der es – wie die New York Times zur Premiere des Kurzfilms so passend schrieb – „knurrt, jammert & quietscht“, weil sogar verschiedene Tiere als Musikinstrumente herhalten müssen.

Der Erfolg dieses Films und der sich daran anschließenden Reihe der Silly Symphonies-Filme führten schließlich dazu, dass sich Walt Disney und sein Team 1934 zum allerersten Mal mit Schneewittchen und die sieben Zwerge an einen abendfüllenden Animationsfilm wagten. Ein absolutes Novum zu der damaligen Zeit, denn bis dato wurden Cartoons im Kino lediglich zur Unterhaltung gezeigt bevor der eigentliche Hauptfilm begann, nicht aber als eigenständige Werke.

Aus seinen Erfahrungen der vergangenen Jahre wusste Walt Disney genau: Wenn sein Publikum mit den Figuren auf der Leinwand mitfühlen sollte, dann würde Musik eine zentrale Rolle spielen, um die Emotionalität und Stimmung der einzelnen Szenen und Charaktere noch mehr zu unterstreichen. So ist wohl auch zu erklären, dass mit der Arbeit an der Musik bereits 1934 begonnen, die ersten Zeichnungen hingegen erst 1936 angefertigt wurden. Noch dazu gibt es im gesamten Film lediglich 45 Sekunden, die musikalisch nicht untermalt sind und Schneewittchen und die sieben Zwerge war der erste Filme, der einen Soundtrack veröffentlichte, den man käuflich erwerben konnte. Durchaus beeindruckend, oder?

© Disney

Doch natürlich gibt es noch allerlei mehr, über das man in punkto Musik bei Disney miteinander sprechen kann – BambiTarzan, Moana, Rapunzel, Der König der Löwen, Die Eiskönigin und und und… Es gibt gibt noch so viel zu erzählen und entdecken! Wenn Ihr also Lust habt, noch etwas tiefer in das Thema einzutauchen, dann habe ich noch ein ganz besonderes Highlight für Euch:

Denn zusammen mit meiner lieben Freundin Bianca – Euch allen sicher bekannt durch ihren Disney-Blog Spinatmädchen – habe ich in der letzten Episode ihres Podcasts Feenstaub & Mauseohren – noch viel mehr und detaillierter über einzelne Songs, ihre Entstehungsgeschichte und vor allem natürlich auch unsere eigenen absoluten Favoriten gesprochen.

Wenn Ihr also erfahren wollt, wie es zu der Textzeile „A spoonful of sugar helps the medicine go down“ bei Mary Poppins kam, was genau ein „I Want-Song“ ist und welchen besonderen Stellenwert Die Eiskönigin musikalisch für Disney hat, dann hört doch einmal direkt in unsere Episode hinein:

Passend dazu gibt es übrigens – wie sollte es anders sein – auch eine spezielle Playlist: „The Evolution of Disney Music“! Sie enthält für Euch alle Titel, über die wir im Laufe dieser Episode sprechen und – kleiner Tipp – eignet sich im Hintergrund laufend auch perfekt zu Untermalung beim Hören unserer Podcast-Folge!

Und vielleicht mögt Ihr mir zu guter Letzt ja auch einmal verraten, welcher Disney-Song denn bei Euch zu Hause immer wieder rauf- und runterläuft! Ich bin gespannt auf Eure Antworten und wünsche Euch wunderbare Hörmomente!

Euer RainbowMickeyRunner

Florian

Inklusion als Schlüssel zur Zukunft bei Disney

Inklusion als Schlüssel zur Zukunft bei Disney

DIVERSITY & INKLUSION

Inklusion als Schlüssel zur Zukunft
bei Disney

Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

13. April 2021

Disney integriert das Thema Inklusion zukünftig noch stärker in die Unternehmensphilosophie. Wie dies genau geschieht und welche Veränderungen bereits stattgefunden haben, erfahrt Ihr in diesem Beitrag!

Als Walt Disney am 17. Juli 1955 sein erstes Disneyland in Anaheim, Kalifornien eröffnete, sprach er zur Eröffnung den fast schon legendären Satz:

„To all who come to this happy place: Welcome.“
(„Ein Willkommen allen, die diesen fröhlichen Ort besuchen!“)

Und es gibt wohl kaum einen Disney-Fan oder -Cast Member, dem dieses Zitat nicht schon einmal im Laufe seines Lebens über den Weg gelaufen ist.

Nichtsdestotrotz gab es im Laufe der Geschichte der Disney-Filme und auch -Themenparks immer wieder Darstellungen oder Attraktionen, die diesem Grundsatz nicht immer folgten und leider nur allzu oft den Vorwurf von Rassismus nach sich zogen. Zu nennen wäre hier beispielhaft die Verharmlosung von Sklavenarbeit, die u.a. bei Dumbo wiederzufinden ist, aber auch etablierte, rassistische Stereotypen, die sich in den Siamkatzen bei Susi & Strolch erkennen lassen, die fast schon klischeehaft durch Schlitzaugen, große Schneidezähne, gelbe Fellfarbe und vollkommen identisches Aussehen dargestellt werden.

Im Laufe der vergangenen Jahre ist man sich seitens Disney dieser Probleme jedoch mehr und mehr bewusst geworden und versucht inzwischen sensibler damit umzugehen. Dazu gehören z.B. Hinweise auf Disney+ , die darauf aufmerksam machen, dass der nachfolgende Film negative Darstellungen und/oder eine nicht korrekte Behandlung von Menschen oder Kulturen“ enthält. Man setzt also in diesem Fall ganz klar auf Aufklärung anstatt diese Werke komplett zu entfernen, was ich persönlich sehr begrüßenswert finde. Denn nur so können wir tatsächlich aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und zukünftig sensibler und bewusster miteinander umgehen.

Doch damit nicht genug. Auch in den Disney Parks macht dieser Prozess nicht halt. Und so nimmt man sich einzelner Attraktionen wie z.B. der Jungle Cruise oder dem allseits beliebten Splash Mountain an und trägt durch Umthematisierungen – bei Letzterem soll die Wasserbahn zukünftig dem Film Küss den Frosch gewidmet sein – dazu bei, dass sich wirklich alle Menschen ungeachtet von ethnischer Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Religion, Staatsangehörigkeit, sexueller Ausrichtung oder sozialer Herkunft – in den Disney Parks auf der ganzen Welt willkommen, gesehen und angenommen fühlen. 

© Disney

Doch Disney geht sogar noch einen Schritt weiter und integriert das Thema Inklusion direkt in das Herz der eigenen Unternehmenskultur. Und zwar durch die Einführung eines sogenannten fünften Inklusions-Schlüssels, der die bisherigen 4 Schlüssel bestehend aus Sicherheit, Höflichkeit, Show und Effizienz ergänzen wird. Sie stellen dabei für Disney traditionell so etwas wie Grundwerte und Prinzipien dar, welche sämtliche Handlungen und Aktivitäten innerhalb des Unternehmens bestimmen und allesamt dazu beitragen sollen, sowohl in der Interaktion untereinander als auch gegenüber den Gästen stets das bestmögliche Gesamtergebnis bzw. -erlebnis zu erzielen.

Für diesen Veränderungsprozess rief man bereits im Jahr 2019 seitens der Konzernführung dazu auf, Ideen einzureichen, wie man nicht nur für das interne Miteinander sondern auch für die Kommunikation nach außen eine stärkere Form der Zugehörigkeit und des Gesehenwerdens erreichen könnte.

Der dabei neu entwickelte Inklusions-Schlüssel bildet deshalb zukünftig das Herzstück der Fünf Schlüssel und dient in Kombination mit den restlichen vier nicht nur als Gradmesser dafür, wie mit den Gästen und untereinander kommuniziert wird, sondern auch, welche Erlebnisse und Produkte kreiert werden und um zu entscheiden, welchen Weg das Unternehmen in der weiteren Zukunft einschlagen wird.

Und bereits jetzt spürt man, dass sich Disney dem Thema Inklusion tatsächlich sehr gewissenhaft und umfassend annimmt:

So hat man begonnen, für die Cast Member in den Disney Parks die bisher ziemlich strengen Vorschriften zu lockern, was z.B. Frisuren, Schmuck und sogar kleine sichtbare Tattoos angeht. So soll den vielfältigen, individuellen Kulturen und Persönlichkeiten der einzelnen Personen an ihren jeweiligen Arbeitsplätzen zukünftig mehr Platz eingeräumt werden.

Darüber hinaus hat man sich auch an die sprachliche Kommunikation gewagt und wird inzwischen sowohl im Tokyo Disney Resort als auch im Hongkong Disneyland als Gast nicht mehr mit „Ladies & Gentlemen, boys & girls…“, sondern schlicht mit „Hello everyone“ begrüßt! So einfach geht im Jahr 2021 gendergerechte Sprache, würde ich sagen.

Außerdem werden in den kommenden Jahren die Themen Diversität & Vielfalt sicher auch noch einmal einen großen Einfluss auf die Stoffwahl zukünftiger Filme und Serienformate haben, wie wir dies bereits an Soul, Raya und der letzte Drache oder auch an den Disney+ Originals Love, Victor und Big Sky gesehen haben.

Und zu guter Letzt könnte dies natürlich auch bedeuten, dass wir in Zukunft noch mit viel mehr kunterbuntem Disney Rainbow Merchandise rechnen dürfen als dies bisher der Fall war. Schließlich wirft langsam aber sicher der diesjährige Pride-Month im Juni seine Schatten voraus und wie jetzt bekannt wurde, wird die diesjährige Rainbow Disney Collection früher als sonst bereits am 3. Mai 2021 in den amerikanischen shopDisney kommen. Das Besondere daran: In diesem Jahr soll es nicht nur regenbogenbunte Artikel mit Mickey & seinen Freunden geben, sondern auch die Helden der Franchises rund um Marvel und Star Wars sollen mit eigenen Produkten vertreten sein, um wirklich für jeden Disney-Fan das passende bereitzuhalten!

© Disney

Seien wir also gespannt, wie Disney in den kommenden Jahren die sich stetig weiterentwickelnden Veränderungen innerhalb unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens mehr und mehr in ihre Unternehmensphilosophie integrieren wird, um für jeden Disney-Fan auch weiterhin ein Quelle der Freude und der Inspiration zu sein und im Falle der Disney Parks tatsächlich ein magischer Ort für ALLE zu werden.

Ich freue mich auf jeden Fall darauf! Ihr auch?

Euer RainbowMickeyRunner 

Florian

runDisney Virtual Series 2021 feiert Disney’s Der König der Löwen

runDisney Virtual Series 2021 feiert Disney’s Der König der Löwen

DISNEY RUNNING

runDisney Virtual Series 2021

feiert Disney’s Der König der Löwen

Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

5. April 2021

Die runDisney Virtual Series begeistert nun schon seit 6 Jahren die laufbegeisterte Disney-Fans. Und glücklicherweise müssen wir auch 2021 nicht auf dieses Event verzichten. In diesem Beitrag erfahrt Ihr deshalb von mir, was die Virtual Series genau ist, könnt einen ersten Blick auf die Medaillen werfen und lernt vor allem, wie Ihr teilnehmen könnt!

Seit Beginn der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr haben es runDisney, seine Events und deren Fans immer noch reichlich schwer. Laufevents wie früher in den Parks inklusive Character-Stopps, Photopass-Fotografen und einer riesigen Menge an enthusiatischen Disney-Läufern in den fantasievollsten Kostümen scheinen immer noch in weiter Ferne. Und nachdem das Disneyland Paris bereits sein Event im September dieses Jahres erneut verschoben hat, scheint es auch im Walt Disney World in Orlando frühestens im Herbst 2021, wenn nicht sogar erst 2022 wieder soweit zu sein, bis man die „richtigen“ runDisney-Läufe wieder zum Leben erweckt.

Nachdem man seit dem Disney Wine & Dine Half Marathon Weekend 2020 dazu übergegangen ist, die großen Veranstaltungen, die eigentlich in Orlando stattfinden, zu virtuellen Läufen umzuwidmen, bei denen man die jeweiligen Strecken daheim absolviert und erst im Nachhinein Medaillen und ggf. Shirts zugeschickt bekommt, war es um die eigentlich jedes Jahr im Sommer stattfindende runDisney Virtual Series erstaunlich still. Bis heute, denn nun hat runDisney tatsächlich endlich im wahrsten Sinne des Wortes „die Katze aus dem Sack gelassen“ und das sicher von vielen lang ersehnte Update zu diesem allseits beliebten Format geliefert.

© runDisney

Diesen Sommer wird es majestätisch…

Denn für die runDisney-Läufe im Juni, Juli & August hat man sich tatsächlich kein Geringeres von Disney’s Meisterwerken als Der König der Löwen als Thema für die runDisney Virtual Series 2021 ausgewählt! Dabei feiert jede der drei 5km-Distanzen, die es zu absolvieren gilt, eine andere Form des Stoffes um Simba, seinen bösen Onkel Scar oder die lustigen Zeitgenossen Pumbaa & Timon. So gibt es jeweils eine Medaille inspiriert durch den zeitlosen Klassiker aus dem Jahr 1994, das Musical, welches 1997 seine Uraufführung am Broadway feierte sowie die computeranimierte Neuverfilmung aus dem Jahr 2019. Und für diejenigen unter Euch, die sich zutrauen, gleich das volle Programm auf sich zu nehmen, auf den wartet am Ende sogar noch eine Challenge-Medaiille!  

© runDisney
© runDisney
© runDisney
© runDisney

Rahmenbedingungen & Registrierung

Das Schöne an der runDisney Virtual Series ist – wie oben bereits geschrieben, dass Ihr diese direkt vor Eurer Haustür machen könnt. runDisney stellt Euch dafür alles zur Verfügung, was Ihr braucht: Startnummern und Kilometer-Marken zum Ausdrucken, eine passende Playlist für den nötigen musikalischen Motivationsschub & Jungle-Vibe und natürlich gibt es im Anschluss auch für jeden eine Urkunde mit Eurer Zielzeit.

Die Medaillen werden dann zumeist Anfang September versandt, sodass man leider nicht direkt im Anschluss an seinen Lauf für ein Erinnerungsfoto posieren kann. Aber trotzdem ist es – zumindest für mich – immer ein ganz besonderes Gefühl, wenn der Postbote klingelt und man die fleißig erlaufenen Trophäen endlich in den Händen hält. Preislich liegt ein einzelnen Lauf übrigens bei $40,-  wohingegen die gesamte Challenge $145,- kostet. Dazu kommen jeweils noch Steuern und Gebühren. 

Die Registrierung für die runDisney Virtual Series 2021 startet denn auch schon recht bald, nämlich bereits am kommenden Donnerstag, den 8. April um 16Uhr deutscher Zeit unter folgendem Link! Und ich empfehle Euch tatsächlich, diesen Termin fest im Kalender zu notieren, solltet Ihr an einer Teilnahme interessiert sein, denn nicht selten war es in den vergangenen Jahren so, dass die Startplätze limitiert und alles relativ schnell ausverkauft war. Und so, wie ich die ersten Reaktionen in den sozialen Medien wahrnehme, wird sicher auch dieses Jahr der Run auf die Registrierungen wieder enorm hoch sein!

Allerdings gibt es noch etwas für deutsche Disney-Enthusiasten zu beachten, was den Versand der Medaillen angeht! Darauf gehe ich im Folgenden noch einmal genauer ein! Also lest unbedingt weiter!

Quelle: Screenshot (www.magipark.com)

Eigentlich wohl nur für Läufer mit einer US-Adresse…

Bis zum Jahr 2019 gab es von runDisney immer eine spezielle Möglichkeit für internationale Laufbegeisterte, an der Virtual Series teilzunehmen. Mit der 2020er Edition hat man dies leider eingestellt und so ist leider auch in diesem Jahr damit zu rechnen, dass man sich als deutschsprachige*r Teilnehmer*in die Medaillen nicht direkt nach Hause schicken lassen kann! 

Allerdings gibt es hierzu gute Nachrichten: Denn dank Paketweiterleitungsservices wie Shipito, MyUS.com, FedEx CrossBorder & Borderlinx ist es auch für deutsche Disney-Läufer ganz einfach, sich quasi eine US-Postadresse zu besorgen, um dann von dort, wenn Euer runDisney-Paket eingetroffen ist, Eure Medaillen direkt zu Euch nach Hause schicken zu lassen.

Ich habe dabei jetzt schon mehrmals den Service von Shipito in Anspruch genommen, z.B. für den letztjährigen Virtual Wine & Dine Half Marathon und war damit immer sehr zufrieden. Alles lief reibungslos und meistens hielt ich innerhalb von nur ein paar Tagen die Medaillen bereits in den Händen. Ihr solltet nur bedenken, dass bei der Weiterleitung nach Deutschland natürlich zusätzliche Kosten für Porto sowie Zoll und Einfuhrabgaben hinzukommen! Wen das aber nicht stört, der kann so wirklich vollkommen problemlos an den Läufen teilnehmen. Eine genaue Anleitung, wie Ihr Euch für einen Paketweiterleitungsservice anmeldet, habe ich am Beispiel von Shipito auch schon einmal in einem früheren Beitrag erläutert, den Ihr hier findet!

© runDisney

Vielleicht eine schöne Alternative in diesen Zeiten?

Ihr seht also… auch wenn wir uns mit „richtigen“ runDisney-Events noch ein klein wenig gedulden müssen, gibt es zumindest für die nächsten Monate einen kleinen Lichtblick, was das Laufen im Disney-Style angeht.

Natürlich ist es schade, dass wir deutschen Disney-Laufenthusiasten wahrscheinlich wieder einmal einen kleinen Umweg gehen müssen, um an der runDisney Virtual Series 2021 teilzunehmen und dadurch ein klein wenig tiefer in die Tasche greifen müssen. Nichtsdestotrotz gibt dieses Format hoffentlich dem*r einen oder anderen von Euch ein klein wenig Motivation, mit dem Laufen weiter am Ball zu bleiben. Denn – eines steht für mich eindeutig fest: Der nächste Lauf in einem Disney Park – ob nun Orlando oder Paris – kommt bestimmt und allein dafür lohnt es sich doch, weiterzutrainieren und nicht aufzugeben, oder?

Aber natürlich interessiert mich auch, ob das von runDisney gewählte Thema rund um Der König der Löwen für Euch attraktiv genug für eine Anmeldung ist. Deshalb die Frage: Seid Ihr mit dabei? Dann hinterlasst doch gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag oder tretet gerne auch unserer deutschsprachigen Lauf-Community auf Facebook bei, damit wir uns gegenseitig motivieren und anfeuern können! Wir freuen uns wirklich über jeden, der zu uns kommt, ob nun blutiger Anfänger, regelmäßiger Hobbyläufer oder auch Profi! Alle sind bei uns herzlich willkommen!

Für heute wünsche ich Euch nun wie immer noch einen schönen Tag, weiterhin gute Läufe und verbleibe bis zum nächsten Mal mit einem kräftigen „Hakuna Matata“

Euer RainbowMickeyRunner

Florian

Alles begann mit einem Haus…

Alles begann mit einem Haus…

VIRTUAL RUNNING 

Alles begann mit einem Haus…

Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

11. August 2020

Im Rahmen meines letzten Besuchs im Disneyland Paris habe ich am Walt Disney Birthplace Virtual 5K-Lauf teilgenommen. Erfahrt, was es mit diesem spannenden Projekt auf sich hat und warum man um diesen Ort als wahrer Disney-Fan zukünftig wohl nicht mehr herum kommt!

[Werbung, da Kooperation. Sämtliche historische Aufnahmen und Informationen wurden mir freundlicherweise vom Team des Walt Disney Birthplace zur Verfügung gestellt. Dafür einen ganz herzlichen Dank!]

Es sind gerade schwierige Zeiten, wenn man zur Community der runDisney-Anhänger gehört. Zunächst wurde aufgrund der Corona-Pandemie der neu ins Leben gerufene Disneyland Paris Princess Run im Mai abgesagt. Später folgte dann auch das in diesem Jahr eigentlich zum fünften Mal stattfindende Disneyland Paris Run Weekend im September. Seitdem ist es ziemlich still geworden, was Läufe in den DisneyParks angeht und in diesem Jahr wird es nun tatsächlich kein richtiges Event mehr geben.

So verwundert es auch nicht, dass sich passionierte Disney-Läufer nun andere Herausforderungen suchen müssen, um trainingstechnisch am Ball zu bleiben. Eine gute Möglichkeit hierfür sind natürlich, sogenannte Virtual Runs. Das sind Läufe, die jede*r Teilnehmer*in selbständig zu Hause absolvieren kann und dafür dann eine entsprechende Belohnung (meistens in Form einer Medaille und/oder eines Shirts) erhält.

Als ich in den vergangenen Wochen wieder einmal durch meine Instagram-Stories stöberte, entdeckte ich dabei bei einem meiner amerikanischen Freunde ein Event, das sofort meine Neugier weckte, nämlich den Walt Disney Birthplace Virtual 5K! Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nie bewusst von diesem Projekt gehört, aber war sofort gespannt darauf, mehr darüber zu erfahren. Dafür müssen wir jedoch gemeinsam ein wenig in die Vergangenheit reisen! Seid Ihr bereit? Los geht’s!

© Walt Disney Birthplace

Der Walt Disney Birthplace ist ein kleines Häuschen in einer beschaulichen Gegend ein wenig außerhalb von Chicago, Illinois, im Stadtteil Hermosa. Elias und Flora Disney, die Eltern von Walt, hatten das Grundstück mit der Adresse 2156 N. Tripp Avenue (früher: 1249 Tripp Avenue) 1891 gekauft und zogen schließlich zwei Jahre später mit ihren zwei Söhnen Herbert und Raymond in das von Mutter Flora entworfene und von Vater Elias erbaute Haus ein. Nachdem zunächst sein Bruder Roy hier geboren wurde, kam am 5. Dezember 1901 auch Walt (dessen zweiter Vorname übrigens Elias lautet) im zweiten Stock des Hause zur Welt, und zwei Jahre später dann auch noch seine jüngste Schwester Ruth, wodurch die siebenköpfige Familie komplett war.

Leider nahm die Kriminalität innerhalb des Viertels in den darauffolgenden Jahren immer weiter zu und Elias Disney sorgte sich um das Wohl seiner immer noch recht jungen Familie. So verkaufte er das Haus 1906 wieder und siedelte mit seiner Frau und seinen Kindern in das beschauliche Marceline, Missouri über. Da Walt Disney hier die größte Zeit seiner Kindheit verbrachte, hatte diese Stadt natürlich durchaus mehr Einfluss auf sein späteres künstlerisches Schaffen. So ist zum Beispiel die berühmte Main Street U.S.A. in den verschiedenen DisneyParks auf der ganzen Welt davon inspiriert. Dennoch kommt seinem Geburtshaus in Downtown Chicago natürlich ebenso eine geschichtliche Bedeutung zu, denn schließlich machte der junge Walt hier seine ersten zaghaften Schritte in sein junges Leben.

© Walt Disney Birthplace
© Walt Disney Birthplace

Nach dem Verkauf des Hauses durch die Familie Disney wechselte dieses noch mehrmals den Besitzer und geriet allmählich in Vergessenheit. Außerdem wurde es mehrmals renoviert und baulich immer weiter verändert, sodass mit der Zeit mehr und mehr von der Authentizität der ursprünglichen Bausubstanz verloren gegangen war. Kurzzeitig war sogar im Gespräch, das Gebäude einfach abzureißen. 2013 entschloss sich dann jedoch glücklicherweise das Ehepaar Dina Benadon und Brent Young dafür, das inzwischen ziemlich baufällige Haus zu erwerben, um es nach und nach wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen und in ein Museum und eine Begegnungsstätte für Disney-Fans aus der ganzen Welt zu verwandeln – den Walt Disney Birthplace.

Ihre Vision ist dabei, einen Ort zu schaffen, an dem nacherlebbar wird, wie Walt und Roy Disney ihre ersten prägenden Kindheitsjahre gemeinsam mit ihrer Familie verbracht haben. Dafür ist geplant, die Besucher innerhalb des Hauses auf eine magische Zeitreise zu schicken und sie mit modernster Technik – die neuen Besitzer entwickeln nämlich normalerweise Attraktionen für Freizeitparks – nicht nur zu informieren, sondern auch zu unterhalten, emotional zu berühren und ganz in die Welt von damals eintauchen zu lassen.

Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass solch ein Unterfangen durchaus kostspielig ist und hierfür nicht zuletzt auch Spenden von außerhalb benötigt werden. Nachdem man u.a. mit großzügiger Unterstützung der Walt Disney Company sowie zahlreicher weiterer Firmen und Privatpersonen Phase 1 & 2 des Bauprojekts – die Renovierung der Außenfassade und die Wiederherstellung des Ursprungszustands der Innenräume – bereits vollenden konnte, tritt man jetzt in die Phase 3 ein, die voll und ganz der medialen Gestaltung der späteren Ausstellung gewidmet ist.

© Walt Disney Birthplace
© Walt Disney Birthplace

Zur weiteren Finanzierung dessen haben sich die kreativen Köpfe hinter dem Walt Disney Birthplace in diesem Sommer nun also ihr virtuelles Laufevent ausgedacht, an dem man noch bis zum 31. August 2020 teilnehmen kann. Dabei erhält man für $ 40 zwar keine Medaille, aber zumindest ein extra dafür gestaltetes Shirt sowie eine Startnummer und eine Urkunde. Und der Erlös kommt natürlich voll und ganz dem Museum zugute.

Ihr könnt Euch vielleicht denken, dass ich wahnsinnig gerne an dem Lauf teilnehmen wollte. Schließlich macht mir nichts mehr Spaß als das Laufen mit Bezug zu Disney. Doch das war am Anfang gar nicht so leicht. Der Versanddienstleister der Shirts liefert nämlich eigentlich nur innerhalb Amerikas aus. Was also tun? Ich schrieb ganz einfach eine Nachricht an den Walt Disney Birthplace und fragte an, ob es irgendeine Möglichkeit gäbe, dass ich auch als Europäer mitlaufen könnte. Und tatsächlich: Mit der Hilfe einiger Emails konnten wir dieses Problem am Ende doch noch lösen und meiner Teilnahme stand nichts mehr im Wege!

Sofort überlegte ich mir, wie und wo ich die 5km-lange Strecke am Besten absolvieren könnte. Zufälligerweise ergab es sich dann, dass ich kurz nach meiner Anmeldung noch einmal ins Disneyland Paris fuhr. Wo sonst könnte man einen solchen virtuellen Lauf besser machen als dort? Gesagt getan: So machte ich mich am frühen Sonntagmorgen, den 9. August 2020 von meinem Hotel in Serris auf in Richtung der Parks. Nach einem kurzen Stop vor dem Disneyland Hotel ging es durchs Disney Village weiter Richtung Lake Disney. Dort passierte ich zunächst das Newport Bay Club Hotel, lief dann an den Blockhütten der Sequoia Lodge vorbei, genoss einen kurzen Blick auf die Westernstadt des Hotel Cheyenne, durchquerte die Häuserblocks des Santa Fe Hotels und beendete meinen Lauf schließlich wieder kurz vor meinem eigentlichen Hotel in der Nähe des Val d’Europe. Natürlich war die Distanz keine allzu große Herausforderung für mich, aber dennoch war es schön, wieder einmal „auf Disney-Boden“ zu laufen – und dann noch zugunsten einer so spannenden Sache. 

Später, als ich dann noch einmal in den Parks war, gab es natürlich auch noch ein kleines Erinnerungsfoto mit meiner Startnummer (die gibt es nämlich zur Anmeldung ebenfalls dazu) vor Flora’s Unique Boutique auf der Main Street U.S.A. Ihr fragt Euch, wieso gerade dort? Zunächst ist inzwischen wohl klar, dass die Namensgeberin dieses Shops keine geringere als Walts Mutter ist. Darüber hinaus gibt es dort aber auch noch eine weitere Besonderheit. Auf dem Gehweg vor dem Eingang befindet sich nämlich in den Boden eingelassen eine kleine Plakette mit der Aufschrift Elias Disney – Contractor • 1901 •. Auch Walts Vater ist hier also verewigt und darüber hinaus auch noch das Geburtsjahr seines kreativen Sohnes.

Wie ich finde, sehr passend zum Walt Disney Birthplace, stellt es doch eine wunderschöne Hommage und Erinnerung an die Ursprünge des Mannes dar, dem wir all die Magie in den DisneyParks erst zu verdanken haben. Deshalb gab es für mich auch keinen besseren Ort als diesen, um die Startnummer ein wenig in Szene zu setzen. Und vielleicht regt es Euch bei Eurem nächsten Besuch ja auch einmal an, auf weitere Spurensuche auf der Main Street U.S.A. zu gehen. Denn in zahlreichen Schaufenstern und Ladenbezeichnungen verstecken sich noch weitere Familienmitglieder oder Weggefährten von Walt Disney, denen hier Tribut gezollt wird. Es lohnt sich also wirklich, immer wieder noch einmal genauer hinzuschauen. Meistens entdeckt man dabei immer wieder neue, faszinierende Details. Ein Umstand, den ich ohnehin sehr an den DisneyParks liebe.

© Walt Disney Birthplace
© RainbowMickeyRunner

Und sollte ich Euch auch auf den Walt Disney Birthplace neugierig gemacht haben, so schaut doch gerne auch einmal auf dessen Homepage oder Instagram-Profil vorbei! Die weiteren Planungen und Entwürfe für die Begegnungsstätte klingen für mich wirklich sehr vielversprechend und ich bin schon sehr gespannt darauf, wie sich das Ganze weiter entwickeln wird. Ich weiß für mich, dass ich es – nicht zuletzt dank des Virtual 5K – auf jeden Fall weiter im Auge behalten werde.

Eines der berühmtesten Zitate von Walt Disney lautet: „All unsere Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen.“ Sicher hätte der kleine Walt sich während seiner ersten Lebensjahre in der Tripp Avenue nie träumen lassen, was einmal aus ihm und seinen bunten und vielleicht sogar etwas verrückten Ideen werden würde. Doch vielleicht ist gerade diese Vorstellung, gepaart mit der Vision seiner jetzigen Besitzer, daraus in der Zukunft ein kleines, besonderes Museumsjuwel für Disney-Fans aus der ganzen Welt zu machen, was mich an diesem Projekt am meisten berührt und bewegt hat. Denn es zeigt, dass wir tatsächlich vieles erreichen können, wenn wir nur fest daran glauben.

Hört deshalb niemals auf zu träumen und lasst Euch vor allem trotz der derzeitigen Widrigkeiten nicht die Motivation fürs Training und den Spaß am Laufen nehmen.

In diesem Sinne,

Euer RainbowMickeyRunner

Florian

Zum ersten Mal seit Ewigkeiten…

Zum ersten Mal seit Ewigkeiten…

REISEBERICHT

Zum ersten Mal seit Ewigkeiten…

Ein Besuch im Disneyland Paris in Zeiten von Corona

Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

23. Juli 2020

Nachdem das Disneyland Paris in mehreren Phasen zunächst für dort arbeitende Castmember und deren Familien & Freunde, später dann für alle Jahreskarteninhaber und seit Mittwoch, den 15. Juli 2020 nun wieder für alle Gäste geöffnet ist, habe auch ich mich zwei Tage nach der offiziellen Wiedereröffnung auf den Weg gemacht, um mir vor Ort ein Bild davon zu machen, wie ein Besuch sich in Zeiten von COVID-19 gestaltet und ob die Disney-Magie tatsächlich den Widrigkeiten unseres derzeitigen Alltags standhalten kann. 

Die ersten Veränderungen fielen mir bereits auf, als ich begann, meine Reise nach Paris zu planen. Für gewöhnlich gibt es pro Tag mehrere Direktverbindungen von Hamburg aus. Da die Fluggesellschaften ihre Kapazitäten jedoch immer noch stark zurückgefahren haben, musste ich dieses Mal hin in München und zurück noch einmal in Frankfurt umsteigen. Kein großes Problem, aber eben doch anders.

Die nächste kleine Überraschung erlebte ich, als ich meinen Transfer vom Flughafen Paris – Charles de Gaulle ins Disneyland buchen wollte. Normalerweise nehme ich hierfür immer die Zugverbindungen mit dem TGV. Mit knapp 10 Minuten die schnellste Variante und für mich als Einzelperson darüberhinaus gewöhnlich auch die günstigste. Bei meinen letzten Besuchen konnte ich hier eigentlich immer – auch spontan – noch Tickets für 19,- € ergattern. Nicht so in Zeiten von Corona. Diese Angebote sind gerade tatsächlich sehr spärlich gesät und man muss durchaus mit einem Preis von 35,- € (pro Strecke) rechnen.

Der Magic Shuttle – ein Bustransfer, welcher von beiden Pariser Flughäfen (Charles de Gaulle & Orly) normalerweise im Stundentakt ins Disneyland fährt, verkehrt ebenfalls nur noch zweimal morgens und zweimal abends. Und auch Mietwägen waren – zumindest an meinem Reisedatum – für drei Tage nicht unter knapp 300,- € zu bekommen. Alles keine Probleme, die man nicht lösen könnte, aber sie zeigten eben schon zu Beginn, dass Corona doch vieles, was man bisher kannte, verändert hatte.

Stellt Euch deshalb außerdem auch darauf ein, dass Ihr bei Anreise mit den Flugzeug für Eure Einreise nach Frankreich am Flughafen derzeit ebenfalls mehr Zeit benötigt. Ich musste im Flugzeug einige Formulare ausfüllen, um z.B. zu bestätigen, nicht an COVID-19 zu leiden oder in den letzten zwei Wochen mit einem Erkrankten Kontakt gehabt zu haben. Diese müssen nach Ankunft von allen Passagieren bei einer Passkontrolle vorgelegt werden, was eben auch noch einmal etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt. Sind all diese anfänglichen Hürden dann jedoch erst einmal genommen, rückt der Besuch im Disneyland Paris mehr und mehr in greifbare Nähe. So auch bei mir…

© Florian Ahlborn

Schon die Ankunft ist besonders…

Nachdem ich mich letztendlich trotz des recht hohen Preises beim Transfer doch für den TGV zwischen Paris – Charles de Gaulle und Marne-la-Vallée Chessy entschieden hatte, war ich sehr aufgeregt und neugierig darauf, wie das Disneyland Paris unter den neuen Umständen und Maßnahmen auf mich wirken würde. Da ich bewusst entschieden hatte, nicht direkt an den ersten Tagen zu fahren, hatte ich sowohl vom Jahreskarten-Soft Opening als auch vom offiziellen Wiedereröffnungstag so einiges mitbekommen und war sehr gespannt darauf, alles nun selber live zu erleben.

Als ich am Bahnhof  ankam und mich langsam und durchaus auch mit einem kleinen Kloß im Hals auf die Security-Zelte zubewegte, wurde mir sofort klar, dass sich hier in den letzten fünf Monaten einiges geändert hatte. Überall am Boden sah man bereits zahlreichen Abstandsmarkierungen. Man hatte zusätzliche Absperrbarken aufgebaut und Zugänge geschaffen, um die Besucherströme besser zu verteilen und natürlich sah man auch hier bereits alle Menschen Masken tragen. Ob die Magie von Disney diesen Einschnitten des realen Alltags standhalten können würde? Ich war gespannt…

© Florian Ahlborn
© Florian Ahlborn
© Florian Ahlborn

Safety first!

Das Disneyland Paris hat sich für eine sehr strikte Regelung entschieden, was die Sicherheitsmaßnahmen angeht. Diese besagt: Auf dem gesamten Gelände des Resorts herrscht für alle Personen ab 11 Jahren Maskenpflicht, außer beim Essen & Trinken in Restaurants oder in dafür festgelegten Bereichen, z.B. fürs Rauchen. Dazu habe man sich laut Daniel Delcourt, dem operativen Direktor in Paris, auch deshalb entschieden, da die Eindämmung des Coronavirus nur gemeinsam gelingen könne. Außerdem soll das ständige Tragen der Masken durch die Gäste auch eine Form des Respekts vor den Castmembern sein, die dies ebenfalls ununterbrochen tun. 

Natürlich muss man sich erst an die Mund-Nasen-Bedeckungen – sowohl unter freiem Himmel als auch in Wartebereichen, Attraktionen oder Shops – gewöhnen. Vor allem jetzt, wenn es sommerlich heiß wird. Im Großen und Ganzen wird es aber relativ schnell zur Routine und vielleicht haben Fotos inklusive Maske und Schloss oder Disney-Figur im Hintergrund ja irgendwann einmal sogar einen speziellen Erinnerungswert, wenn wir auf diese ungewöhnliche Zeit zurückschauen.

Hierzu übrigens auch gleich noch ein kleiner Tipp, den bereits schon viele andere in den sozialen Medien erwähnt haben: Packt Euch einfach unterschiedliche Arten von Masken ein! Einmal-Varianten, wenn Ihr Euch einfach nur so im Park bewegt und schönere Exemplare für Erinnerungsfotos. So seid Ihr allseits gut geschützt und gewappnet und solltet eigentlich auch wärmere Temperaturen gut meistern können.

© Florian Ahlborn
© Florian Ahlborn

Ruhiger und entspannter als sonst…

Doch, wie fühlt es sich als Besucher in Zeiten von COVID-19 denn nun genau an, in das magische Königreich von Mickey & Co. zurückzukehren? Eine erste und wahrscheinlich wirklich entscheidende Beobachtung für mich war, dass das Virus nicht nur unseren Alltag entschleunigt hat, sondern dass man es auch viel langsamer angehen lassen kann, wenn man das Disneyland Paris besucht. Lange Warteschlangen – sowohl bei Figuren als auch bei Attraktionen – blieben weitgehend aus und manchmal konnte man gar während meines Besuchs den Eindruck gewinnen, man befinde sich eher in der Nebensaison als in den ansonsten stark frequentierten Sommermonaten. Ob nun bewusst durch Disney so gesteuert oder aufgrund anderer Faktoren: Die Besucher verteilten sich gut und das Einhalten des Mindestabstands von 1,5 Metern war überall problemlos möglich.

(Es sei an dieser Stelle jedoch auch angemerkt, dass zum Zeitpunkt meines Besuchs nur das Newport Bay Club Hotel geöffnet hatte und auch einige Partnerhotels wie das Magic Circus oder Dream Castle Hotel noch geschlossen waren. Es bleibt also abzuwarten, ob die Wiedereröffnung weiterer Disney-Hotels gleichzeitig auch die Kapazität an Gästen im Park erhöhen wird. )

Mein persönliches Gefühl war, man tastete sich bei meinem Besuch noch langsam heran und versuchte unter Umständen durch die Erfahrungen in der täglichen Praxis immer noch dazuzulernen, was kapazitätsmäßig möglich ist, ohne jemanden zu gefährden. Und wenn die Gäste mit der Zeit noch lernen, dass sie in den Wartebereichen zwischen den Markierungen stehen sollen und nicht auf denselbigen – was durchaus eine nachvollziehbare Handlung ist -, dann ist eigentlich alles perfekt. Ich persönlich habe mich zumindest zu keiner Zeit unseres Aufenthaltes unsicher oder unwohl gefühlt.

Bei sämtlichen Fahrgeschäften hat man sich statt des regelmäßigen Desinfizierens von Sicherheitsbügeln u.ä. dafür entschieden, beim Betreten und Verlassen Spender mit Desinfektionsgel für die Gäste zur Verfügung zu stellen. Das spart natürlich enorm Zeit, denn in Attraktionen wie z.B. Big Thunder Mountain oder Indiana Jones and the Temple of Peril werden die Wägen derzeit nur mit zusammen reisenden Gästen besetzt oder es muss mindestens eine Reihe zwischen fremden Besuchergruppen frei gelassen werden. Dadurch ist die Kapazität natürlich ohnehin schon einmal vermindert.

Sollte es zu längeren Wartezeiten kommen, hat man die Wartebereiche mit Plexiglaswänden ausgestattet, die natürlich – wie von Disney eigentlich nicht anders zu erwarten –  farblich immer auf die jeweilige Umgebung abgestimmt sind. So könnte man als Erstbesucher wohl durchaus den Eindruck gewinnen, dies sei schon immer so gewesen, denn es fügt sich alles sehr harmonisch in das Gesamtbild ein. (Das Tüpfelchen auf dem i wären jetzt aus meiner Sicht nur noch farblich abgestimmte Masken zu den einzelnen Kostümen der Castmember. Das war aber in der Kürze der Zeit wohl einfach nicht zu realisieren und wäre vielleicht auch einfach zu kostenaufwändig. Cool fände ich es trotzdem.)

© Florian Ahlborn

PhotoPass und Meet & Greets –
neu und anders!

Ein weiteres Thema, das besondere Aufmerksam verdient, sind PhotoPass & Meet & Greets mit Figuren. Diesbezüglich hatten sicher die meisten von uns im Vorfeld die größten Zweifel, wie dies von Disney am besten realisiert werden könnte. Und so gibt es hier auch die größten Veränderungen. Das Knuddeln und Umarmen von Mickey, Donald, Goofy & Co. muss derzeit zwar leider entfallen, dafür hat man jedoch sogenannten Selfie-Spots erfunden. Der Charakter befindet sich dabei mit etwas Abstand hinter einer Absperrung und der Gast kann mit seinem Smartphone ein Selfie von sich und der Disneyfigur im Hintergrund machen. Interaktionen sind hierbei natürlich ebenso möglich – nur eben auf Distanz. 

Dafür gibt es aber auch eine Reihe besonderer Charaktere, die man ansonsten nicht so einfach antreffen kann. In den Walt Disney Studios warten im Animagique Theater zum Beispiel die Figuren aus der Show Mickey and the Magician auf Euch, im Studio Theatre könnt Ihr ein Erinnerungsfoto mit den Helden des Marvel Universums machen und im Animation Celebration wird es frostig mit Anna, Elsa, Kristoff, Sven und Olaf. 

[Hinweis: Einige der Meet & Greets in den Walt Disney Studios könnt Ihr übrigens nur über eine Reservierung mit der Lineberty-App treffen. Nähere Infos dazu findet Ihr auch in diesem Beitrag von mir.]

Bezüglich Erinnerungsfotos gibt es aber auch noch weitere positive Neuigkeiten! Denn, man muss schon fast sagen „dank“ Corona hat man die Anzahl an PhotoPass-Fotografen und Magic Shots (in denen auf dem späteren Bild ein Disney-Charakter oder etwas anderes Überraschendes mit Euch zusammen auftaucht) merklich erhöht! Dadurch kommt eigentlich nie Langeweile auf, wenn man gemütlich durch den Park schlendert und fast schon ein wenig wie auf eine Fotosafari geht, um hoffentlich hinter der nächsten Ecke noch einen weiteren Magic Shot entdecken zu können.

Natürlich gibt es auch einiges, was fehlt… so vermisst sicher der ein oder andere zwischendurch doch die Paraden, Shows und natürlich auch die Feuerwerk-Show Disney Illuminations, die einem Tag im Disneyland Paris allesamt auch ein wenig Struktur geben können. Nichtsdestotrotz gibt man sich aus meiner Sicht seitens Disney wirklich große Mühe, allen Gästen trotz der derzeitigen Situation einen möglichst unbeschwerten und schönen Aufenthalt zu bereiten. 

© Disneyland Paris (PhotoPass)
© Florian Ahlborn

Zeit für Kulinarisches & ein ganz besonderer Moment

Und so liegt es denn auch ein wenig an den Besuchern selbst, ihrem Tag die nötige Struktur zu verleihen. Das kann auf unterschiedliche Art und Weise geschehen, z.B. hat man nun endlich wieder die Gelegenheit, mit der Disneyland Railroad eine gemütliche Runde um den Park zu drehen, im Cafe de la Brousse im Adventureland den legendären Mango Whip zu kosten, nachmittags in Victoria’s Home Style Restaurant an der Main Street U.S.A. in Ruhe einen Milchshake mit ein paar Mickey-Pastries zu genießen oder einfach mal auf einer Bank vorm Dornröschenschloss zu sitzen, um die Atmosphäre sowie die derzeitige Ruhe dort in sich aufzunehmen und zu genießen. Wann hat man während der Sommermonate sonst schon einmal die Gelegenheit dazu? 

Außerdem würde ich persönlich empfehlen, auch den ein oder anderen Restaurantstopp einzulegen, denn dafür gibt es ja erfreulicherweise ebenfalls genug Zeit. [Und – nächster Tipp – die Reservierung hierfür kann man inzwischen auch ganz einfach direkt über die offizielle Disneyland Paris-App vornehmen!] Positiver Nebeneffekt dieser Essenspausen: Man kann seine Maske ablegen. Meine besondere Empfehlung für Euch ist übrigens das Plaza Gardens Restaurant. Ansonsten ein Buffet-Restaurant, gibt es dort derzeit ein All-you-can-eat-Angebot für 35,99€ inklusive Getränke. Ihr könnt dabei zwischen verschiedenen Optionen als Vorspeise, Hauptgang und Dessert wählen und so viel von allem bestellen, wie Ihr möchtet. Und bei der reichlichen Auswahl zwischen vegetarischen, Fisch- sowie Fleisch-Alternativen sollte eigentlich jeder fündig werden.

Die besondere Portion Magie erhaltet Ihr dabei, wenn Ihr eine der letzten Reservierungszeiten (derzeit 19:15 bzw. 19:30Uhr) wählt. Denn obwohl der Park um 20:00Uhr offiziell schließt, dürft Ihr trotzdem noch eine Stunde länger im Restaurant bleiben und seid dann vielleicht so wie wir die letzten Gäste, die an diesem Tag über die Main Street U.S.A. schlendern und den Parktag damit beschließen. Und natürlich lassen Euch die Sicherheitsbeamten dann auch noch bereitwillig ein Erinnerungsfoto von diesem Moment machen, der – zumindest für uns – sicher eines der Highlights dieses ohnehin schon besonderen Trips war.

Extra-Tipp: Das Disneyland Paris hat ganz neu auch einen Food Guide mit allerlei Informationen rund um Restaurants, Optionen für Veganer, Snacks, Reservierungen und Co. herausgebracht. Diesen findet Ihr direkt hier zum Anschauen und Herunterladen!

© Florian Ahlborn
© Nadine Peter

Der Faktor Mensch macht’s!

Man kann also mit Fug und Recht behaupten: Die Magie ist tatsächlich zurück im Disneyland Paris – für den oder anderen vielleicht sogar mehr als je zuvor! Und wer daran für mich den größten Anteil hat, sind all die Menschen, die im Disneyland Paris arbeiten (ob nun vor oder auch hinter den Kulissen). Sie schaffen es trotz der zahlreichen Einschränkungen, dem Zauber von Disney Leben einzuhauchen. Ihnen gebührt deshalb aus meiner Sicht in diesen Zeiten auch mein größter Respekt. Die Gartenanlagen sehen nach den fünf Monaten Schließung wieder top gepflegt aus, bei Fragen oder Unsicherheiten wird einem sofort freundlich weitergeholfen und morgens & abends säumen derzeit täglich sowohl auf der Main Street U.S.A. im Disneyland Park als auch im Disney Studio 1 in den Walt Disney Studios unzählige Castmember sowie Mickey, Minnie, Goofy & Pluto die Wege und begrüßen bzw. verabschieden zum Song Welcome Back It’s Been Too Long singend und tanzend die Gäste. Ein wahrer Gänsehautmoment, wie ich finde!

Lassen sich die Gäste von diesem Enthusiasmus und der Freude anstecken und halten dabei dennoch die aufgestellten Regeln und Maßnahmen ein, steht aus meiner Sicht einem magischen Aufenthalt in diesen beispiellosen Zeiten eigentlich nichts mehr im Wege. In diesem Sinne: Macht was draus!

Denn, wie heißt es doch so schön: Ohne uns gibt es keinen Zauber!

Euer RainbowMickeyRunner

Florian