Zum ersten Mal seit Ewigkeiten…

Zum ersten Mal seit Ewigkeiten…

REISEBERICHT

Zum ersten Mal seit Ewigkeiten…

Ein Besuch im Disneyland Paris in Zeiten von Corona

Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

23. Juli 2020

Nachdem das Disneyland Paris in mehreren Phasen zunächst für dort arbeitende Castmember und deren Familien & Freunde, später dann für alle Jahreskarteninhaber und seit Mittwoch, den 15. Juli 2020 nun wieder für alle Gäste geöffnet ist, habe auch ich mich zwei Tage nach der offiziellen Wiedereröffnung auf den Weg gemacht, um mir vor Ort ein Bild davon zu machen, wie ein Besuch sich in Zeiten von COVID-19 gestaltet und ob die Disney-Magie tatsächlich den Widrigkeiten unseres derzeitigen Alltags standhalten kann. 

Die ersten Veränderungen fielen mir bereits auf, als ich begann, meine Reise nach Paris zu planen. Für gewöhnlich gibt es pro Tag mehrere Direktverbindungen von Hamburg aus. Da die Fluggesellschaften ihre Kapazitäten jedoch immer noch stark zurückgefahren haben, musste ich dieses Mal hin in München und zurück noch einmal in Frankfurt umsteigen. Kein großes Problem, aber eben doch anders.

Die nächste kleine Überraschung erlebte ich, als ich meinen Transfer vom Flughafen Paris – Charles de Gaulle ins Disneyland buchen wollte. Normalerweise nehme ich hierfür immer die Zugverbindungen mit dem TGV. Mit knapp 10 Minuten die schnellste Variante und für mich als Einzelperson darüberhinaus gewöhnlich auch die günstigste. Bei meinen letzten Besuchen konnte ich hier eigentlich immer – auch spontan – noch Tickets für 19,- € ergattern. Nicht so in Zeiten von Corona. Diese Angebote sind gerade tatsächlich sehr spärlich gesät und man muss durchaus mit einem Preis von 35,- € (pro Strecke) rechnen.

Der Magic Shuttle – ein Bustransfer, welcher von beiden Pariser Flughäfen (Charles de Gaulle & Orly) normalerweise im Stundentakt ins Disneyland fährt, verkehrt ebenfalls nur noch zweimal morgens und zweimal abends. Und auch Mietwägen waren – zumindest an meinem Reisedatum – für drei Tage nicht unter knapp 300,- € zu bekommen. Alles keine Probleme, die man nicht lösen könnte, aber sie zeigten eben schon zu Beginn, dass Corona doch vieles, was man bisher kannte, verändert hatte.

Stellt Euch deshalb außerdem auch darauf ein, dass Ihr bei Anreise mit den Flugzeug für Eure Einreise nach Frankreich am Flughafen derzeit ebenfalls mehr Zeit benötigt. Ich musste im Flugzeug einige Formulare ausfüllen, um z.B. zu bestätigen, nicht an COVID-19 zu leiden oder in den letzten zwei Wochen mit einem Erkrankten Kontakt gehabt zu haben. Diese müssen nach Ankunft von allen Passagieren bei einer Passkontrolle vorgelegt werden, was eben auch noch einmal etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt. Sind all diese anfänglichen Hürden dann jedoch erst einmal genommen, rückt der Besuch im Disneyland Paris mehr und mehr in greifbare Nähe. So auch bei mir…

© Florian Ahlborn

Schon die Ankunft ist besonders…

Nachdem ich mich letztendlich trotz des recht hohen Preises beim Transfer doch für den TGV zwischen Paris – Charles de Gaulle und Marne-la-Vallée Chessy entschieden hatte, war ich sehr aufgeregt und neugierig darauf, wie das Disneyland Paris unter den neuen Umständen und Maßnahmen auf mich wirken würde. Da ich bewusst entschieden hatte, nicht direkt an den ersten Tagen zu fahren, hatte ich sowohl vom Jahreskarten-Soft Opening als auch vom offiziellen Wiedereröffnungstag so einiges mitbekommen und war sehr gespannt darauf, alles nun selber live zu erleben.

Als ich am Bahnhof  ankam und mich langsam und durchaus auch mit einem kleinen Kloß im Hals auf die Security-Zelte zubewegte, wurde mir sofort klar, dass sich hier in den letzten fünf Monaten einiges geändert hatte. Überall am Boden sah man bereits zahlreichen Abstandsmarkierungen. Man hatte zusätzliche Absperrbarken aufgebaut und Zugänge geschaffen, um die Besucherströme besser zu verteilen und natürlich sah man auch hier bereits alle Menschen Masken tragen. Ob die Magie von Disney diesen Einschnitten des realen Alltags standhalten können würde? Ich war gespannt…

© Florian Ahlborn
© Florian Ahlborn
© Florian Ahlborn

Safety first!

Das Disneyland Paris hat sich für eine sehr strikte Regelung entschieden, was die Sicherheitsmaßnahmen angeht. Diese besagt: Auf dem gesamten Gelände des Resorts herrscht für alle Personen ab 11 Jahren Maskenpflicht, außer beim Essen & Trinken in Restaurants oder in dafür festgelegten Bereichen, z.B. fürs Rauchen. Dazu habe man sich laut Daniel Delcourt, dem operativen Direktor in Paris, auch deshalb entschieden, da die Eindämmung des Coronavirus nur gemeinsam gelingen könne. Außerdem soll das ständige Tragen der Masken durch die Gäste auch eine Form des Respekts vor den Castmembern sein, die dies ebenfalls ununterbrochen tun. 

Natürlich muss man sich erst an die Mund-Nasen-Bedeckungen – sowohl unter freiem Himmel als auch in Wartebereichen, Attraktionen oder Shops – gewöhnen. Vor allem jetzt, wenn es sommerlich heiß wird. Im Großen und Ganzen wird es aber relativ schnell zur Routine und vielleicht haben Fotos inklusive Maske und Schloss oder Disney-Figur im Hintergrund ja irgendwann einmal sogar einen speziellen Erinnerungswert, wenn wir auf diese ungewöhnliche Zeit zurückschauen.

Hierzu übrigens auch gleich noch ein kleiner Tipp, den bereits schon viele andere in den sozialen Medien erwähnt haben: Packt Euch einfach unterschiedliche Arten von Masken ein! Einmal-Varianten, wenn Ihr Euch einfach nur so im Park bewegt und schönere Exemplare für Erinnerungsfotos. So seid Ihr allseits gut geschützt und gewappnet und solltet eigentlich auch wärmere Temperaturen gut meistern können.

© Florian Ahlborn
© Florian Ahlborn

Ruhiger und entspannter als sonst…

Doch, wie fühlt es sich als Besucher in Zeiten von COVID-19 denn nun genau an, in das magische Königreich von Mickey & Co. zurückzukehren? Eine erste und wahrscheinlich wirklich entscheidende Beobachtung für mich war, dass das Virus nicht nur unseren Alltag entschleunigt hat, sondern dass man es auch viel langsamer angehen lassen kann, wenn man das Disneyland Paris besucht. Lange Warteschlangen – sowohl bei Figuren als auch bei Attraktionen – blieben weitgehend aus und manchmal konnte man gar während meines Besuchs den Eindruck gewinnen, man befinde sich eher in der Nebensaison als in den ansonsten stark frequentierten Sommermonaten. Ob nun bewusst durch Disney so gesteuert oder aufgrund anderer Faktoren: Die Besucher verteilten sich gut und das Einhalten des Mindestabstands von 1,5 Metern war überall problemlos möglich.

(Es sei an dieser Stelle jedoch auch angemerkt, dass zum Zeitpunkt meines Besuchs nur das Newport Bay Club Hotel geöffnet hatte und auch einige Partnerhotels wie das Magic Circus oder Dream Castle Hotel noch geschlossen waren. Es bleibt also abzuwarten, ob die Wiedereröffnung weiterer Disney-Hotels gleichzeitig auch die Kapazität an Gästen im Park erhöhen wird. )

Mein persönliches Gefühl war, man tastete sich bei meinem Besuch noch langsam heran und versuchte unter Umständen durch die Erfahrungen in der täglichen Praxis immer noch dazuzulernen, was kapazitätsmäßig möglich ist, ohne jemanden zu gefährden. Und wenn die Gäste mit der Zeit noch lernen, dass sie in den Wartebereichen zwischen den Markierungen stehen sollen und nicht auf denselbigen – was durchaus eine nachvollziehbare Handlung ist -, dann ist eigentlich alles perfekt. Ich persönlich habe mich zumindest zu keiner Zeit unseres Aufenthaltes unsicher oder unwohl gefühlt.

Bei sämtlichen Fahrgeschäften hat man sich statt des regelmäßigen Desinfizierens von Sicherheitsbügeln u.ä. dafür entschieden, beim Betreten und Verlassen Spender mit Desinfektionsgel für die Gäste zur Verfügung zu stellen. Das spart natürlich enorm Zeit, denn in Attraktionen wie z.B. Big Thunder Mountain oder Indiana Jones and the Temple of Peril werden die Wägen derzeit nur mit zusammen reisenden Gästen besetzt oder es muss mindestens eine Reihe zwischen fremden Besuchergruppen frei gelassen werden. Dadurch ist die Kapazität natürlich ohnehin schon einmal vermindert.

Sollte es zu längeren Wartezeiten kommen, hat man die Wartebereiche mit Plexiglaswänden ausgestattet, die natürlich – wie von Disney eigentlich nicht anders zu erwarten –  farblich immer auf die jeweilige Umgebung abgestimmt sind. So könnte man als Erstbesucher wohl durchaus den Eindruck gewinnen, dies sei schon immer so gewesen, denn es fügt sich alles sehr harmonisch in das Gesamtbild ein. (Das Tüpfelchen auf dem i wären jetzt aus meiner Sicht nur noch farblich abgestimmte Masken zu den einzelnen Kostümen der Castmember. Das war aber in der Kürze der Zeit wohl einfach nicht zu realisieren und wäre vielleicht auch einfach zu kostenaufwändig. Cool fände ich es trotzdem.)

© Florian Ahlborn

PhotoPass und Meet & Greets –
neu und anders!

Ein weiteres Thema, das besondere Aufmerksam verdient, sind PhotoPass & Meet & Greets mit Figuren. Diesbezüglich hatten sicher die meisten von uns im Vorfeld die größten Zweifel, wie dies von Disney am besten realisiert werden könnte. Und so gibt es hier auch die größten Veränderungen. Das Knuddeln und Umarmen von Mickey, Donald, Goofy & Co. muss derzeit zwar leider entfallen, dafür hat man jedoch sogenannten Selfie-Spots erfunden. Der Charakter befindet sich dabei mit etwas Abstand hinter einer Absperrung und der Gast kann mit seinem Smartphone ein Selfie von sich und der Disneyfigur im Hintergrund machen. Interaktionen sind hierbei natürlich ebenso möglich – nur eben auf Distanz. 

Dafür gibt es aber auch eine Reihe besonderer Charaktere, die man ansonsten nicht so einfach antreffen kann. In den Walt Disney Studios warten im Animagique Theater zum Beispiel die Figuren aus der Show Mickey and the Magician auf Euch, im Studio Theatre könnt Ihr ein Erinnerungsfoto mit den Helden des Marvel Universums machen und im Animation Celebration wird es frostig mit Anna, Elsa, Kristoff, Sven und Olaf. 

[Hinweis: Einige der Meet & Greets in den Walt Disney Studios könnt Ihr übrigens nur über eine Reservierung mit der Lineberty-App treffen. Nähere Infos dazu findet Ihr auch in diesem Beitrag von mir.]

Bezüglich Erinnerungsfotos gibt es aber auch noch weitere positive Neuigkeiten! Denn, man muss schon fast sagen „dank“ Corona hat man die Anzahl an PhotoPass-Fotografen und Magic Shots (in denen auf dem späteren Bild ein Disney-Charakter oder etwas anderes Überraschendes mit Euch zusammen auftaucht) merklich erhöht! Dadurch kommt eigentlich nie Langeweile auf, wenn man gemütlich durch den Park schlendert und fast schon ein wenig wie auf eine Fotosafari geht, um hoffentlich hinter der nächsten Ecke noch einen weiteren Magic Shot entdecken zu können.

Natürlich gibt es auch einiges, was fehlt… so vermisst sicher der ein oder andere zwischendurch doch die Paraden, Shows und natürlich auch die Feuerwerk-Show Disney Illuminations, die einem Tag im Disneyland Paris allesamt auch ein wenig Struktur geben können. Nichtsdestotrotz gibt man sich aus meiner Sicht seitens Disney wirklich große Mühe, allen Gästen trotz der derzeitigen Situation einen möglichst unbeschwerten und schönen Aufenthalt zu bereiten. 

© Disneyland Paris (PhotoPass)
© Florian Ahlborn

Zeit für Kulinarisches & ein ganz besonderer Moment

Und so liegt es denn auch ein wenig an den Besuchern selbst, ihrem Tag die nötige Struktur zu verleihen. Das kann auf unterschiedliche Art und Weise geschehen, z.B. hat man nun endlich wieder die Gelegenheit, mit der Disneyland Railroad eine gemütliche Runde um den Park zu drehen, im Cafe de la Brousse im Adventureland den legendären Mango Whip zu kosten, nachmittags in Victoria’s Home Style Restaurant an der Main Street U.S.A. in Ruhe einen Milchshake mit ein paar Mickey-Pastries zu genießen oder einfach mal auf einer Bank vorm Dornröschenschloss zu sitzen, um die Atmosphäre sowie die derzeitige Ruhe dort in sich aufzunehmen und zu genießen. Wann hat man während der Sommermonate sonst schon einmal die Gelegenheit dazu? 

Außerdem würde ich persönlich empfehlen, auch den ein oder anderen Restaurantstopp einzulegen, denn dafür gibt es ja erfreulicherweise ebenfalls genug Zeit. [Und – nächster Tipp – die Reservierung hierfür kann man inzwischen auch ganz einfach direkt über die offizielle Disneyland Paris-App vornehmen!] Positiver Nebeneffekt dieser Essenspausen: Man kann seine Maske ablegen. Meine besondere Empfehlung für Euch ist übrigens das Plaza Gardens Restaurant. Ansonsten ein Buffet-Restaurant, gibt es dort derzeit ein All-you-can-eat-Angebot für 35,99€ inklusive Getränke. Ihr könnt dabei zwischen verschiedenen Optionen als Vorspeise, Hauptgang und Dessert wählen und so viel von allem bestellen, wie Ihr möchtet. Und bei der reichlichen Auswahl zwischen vegetarischen, Fisch- sowie Fleisch-Alternativen sollte eigentlich jeder fündig werden.

Die besondere Portion Magie erhaltet Ihr dabei, wenn Ihr eine der letzten Reservierungszeiten (derzeit 19:15 bzw. 19:30Uhr) wählt. Denn obwohl der Park um 20:00Uhr offiziell schließt, dürft Ihr trotzdem noch eine Stunde länger im Restaurant bleiben und seid dann vielleicht so wie wir die letzten Gäste, die an diesem Tag über die Main Street U.S.A. schlendern und den Parktag damit beschließen. Und natürlich lassen Euch die Sicherheitsbeamten dann auch noch bereitwillig ein Erinnerungsfoto von diesem Moment machen, der – zumindest für uns – sicher eines der Highlights dieses ohnehin schon besonderen Trips war.

Extra-Tipp: Das Disneyland Paris hat ganz neu auch einen Food Guide mit allerlei Informationen rund um Restaurants, Optionen für Veganer, Snacks, Reservierungen und Co. herausgebracht. Diesen findet Ihr direkt hier zum Anschauen und Herunterladen!

© Florian Ahlborn
© Nadine Peter

Der Faktor Mensch macht’s!

Man kann also mit Fug und Recht behaupten: Die Magie ist tatsächlich zurück im Disneyland Paris – für den oder anderen vielleicht sogar mehr als je zuvor! Und wer daran für mich den größten Anteil hat, sind all die Menschen, die im Disneyland Paris arbeiten (ob nun vor oder auch hinter den Kulissen). Sie schaffen es trotz der zahlreichen Einschränkungen, dem Zauber von Disney Leben einzuhauchen. Ihnen gebührt deshalb aus meiner Sicht in diesen Zeiten auch mein größter Respekt. Die Gartenanlagen sehen nach den fünf Monaten Schließung wieder top gepflegt aus, bei Fragen oder Unsicherheiten wird einem sofort freundlich weitergeholfen und morgens & abends säumen derzeit täglich sowohl auf der Main Street U.S.A. im Disneyland Park als auch im Disney Studio 1 in den Walt Disney Studios unzählige Castmember sowie Mickey, Minnie, Goofy & Pluto die Wege und begrüßen bzw. verabschieden zum Song Welcome Back It’s Been Too Long singend und tanzend die Gäste. Ein wahrer Gänsehautmoment, wie ich finde!

Lassen sich die Gäste von diesem Enthusiasmus und der Freude anstecken und halten dabei dennoch die aufgestellten Regeln und Maßnahmen ein, steht aus meiner Sicht einem magischen Aufenthalt in diesen beispiellosen Zeiten eigentlich nichts mehr im Wege. In diesem Sinne: Macht was draus!

Denn, wie heißt es doch so schön: Ohne uns gibt es keinen Zauber!

Euer RainbowMickeyRunner

Florian

 

Diversity bei Disney im Jahr 2020

Diversity bei Disney im Jahr 2020

PRIDE MONTH SPECIAL

Diversity bei Disney im Jahr 2020

Eine persönliche Bestandsaufnahme

Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

28. Juni 2020

Heute vor genau 50 Jahren fand in New York die erste Pride-Parade statt, um für die Rechte von  Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen zu kämpfen, sowie auf deren Diskriminierung und Ausgrenzung aufmerksam zu machen. Ein Grund für mich, mal genauer zu schauen, wie es denn bei Disney mit den Themen Toleranz & Vielfalt aussieht.

Als sich in der Nacht zum 28. Juni 1969 bei einer Razzia der Polizei im Stonewall Inn – einer Bar in der New Yorker Christopher Street – das vor allem homo- und transsexuelle Publikum das erste Mal signifikant und in großer Zahl zur Wehr setze, ahnte wohl noch niemand, dass dies einmal der entscheidende Wendepunkt der Lesben- und Schwulenbewegung in ihrem Kampf für Gleichbehandlung und Anerkennung sein würde. Galt Homosexualität damals noch als „anstößig“ oder auch „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ und wurden Besucher einschlägiger Etablissements in der Folge von Razzien gerne öffentlich zwangsgeoutet und damit diffamiert, setzte man sich in dieser Nacht das erste Mal entschlossen und mutig gegen diese andauernde Gängelung zur Wehr. In der Folge der nächsten Jahre entstand daraus die erste Christopher Street Parade, die schließlich den Monat Juni zum sogenannten Pride Month werden ließ, um auch bis heute immer wieder auf die Probleme und Diskriminierungen aufmerksam zu machen, denen viele queere Personen immer noch regelmäßig ausgesetzt sind.

Deshalb war auch der 1. Juni 2019 für viele Disney-Fans aus der LGBTQIA+ Community ein besonderer Augenblick. Denn an diesem Tag fand im Disneyland Paris der Magical Pride statt, das erste von Disney selber organisierte und veranstaltete Event zum Thema Toleranz, Akzeptanz und Vielfalt, welches auch für mich ganz persönlich eines der Highlights des vergangenen Jahres war.

Zwar gibt es bereits seit 1991 auch in Orlando jedes Jahr am ersten Samstag im Juni die sogenannten Gay Days, an denen sich Schwule, Lesben, Bisexuelle & Transgender mit ihren Familien und Freunden in den dortigen Themenparks treffen und durch das Tragen von roten T-Shirts auf sich aufmerksam machen. Allerdings hat Disney offiziell nichts mit dieser Veranstaltung zu tun und beschränkt sich lediglich darauf, im Rahmen ihrer jährlich erscheinenden Disney Rainbow Collection die passenden Merchandise-Artikel hierfür zur Verfügung zu stellen.

Dementsprechend wegweisend war auch der Schritt, in Paris im vergangenen Jahr nun ein gänzlich eigenes Pride-Event auf die Beine zu stellen, das ab dem kommenden Jahr sogar in den großen Hauptpark umziehen wird, um am 12. Juni 2021 noch mehr Gästen die Möglichkeit zu geben, gemeinsam unter dem Regenbogen zu feiern.

© Sascha Meyer
© Disney

World Showcase & Castmember-Vielfalt in Orlando

Doch gerade in Zeiten wie diesen sollten wir während des Pride Month auch einen Blick darauf werfen, dass Vielfalt sich nicht nur auf die sexuelle Orientierung oder das Geschlecht beschränkt, sondern genauso die Hautfarbe oder Nationalität, die Religion, das Alter oder die physische Gesundheit mit einschließt.

Gerade, da ich erst im Februar dieses Jahres meinen ersten Aufenthalt im Walt Disney World in Orlando verbracht habe, musste ich dieser Tage immer wieder an einige Erlebnisse und Erfahrungen während dieses Besuches denken.

So habe ich z.B. in einem Shop oder auch an einzelnen PhotoPoints Castmember mit physischen Handicaps erlebt, die im Rollstuhl saßen. Für mich ein schönes Zeichen dafür, dass auch diese Menschen bei Disney willkommen sind und genauso zur Magie der Gäste beitragen können, wie ihre anderen Kolleginnen und Kollegen.

Und natürlich muss in diesem Zusammenhang auch der World Showcase in Epcot, bei der insgesamt elf Länder in landestypischen Pavillons sowohl ihre individuellen kulinarischen Highlights vorstellen, aber eben auch über ihre jeweiligen Kulturen und Geschichten informieren, erwähnt werden. Die dortigen Castmember stammen übrigens alle aus den unterschiedlichen Ländern und werden im Rahmen des Cultural Representative Program extra dafür rekrutiert. Mehr kulturelle Authentizität geht wahrlich nicht.

© Florian Ahlborn

It’s a small world after all…

Doch wir müssen gar nicht erst nach Orlando reisen, um uns durch Disney die Vielfalt unserer Welt ganz unmittelbar vor Augen führen zu lassen. Denn auch im Disneyland Paris erwartet uns mit it’s a small world eine Attraktion, die uns auf verspielte Art und Weise die unterschiedlichsten Kulturen erleben lässt

Ursprünglich von Walt Disney und seinen Imagineers für die Weltausstellung 1964 & 1965 in New York geschaffen, lädt die Bootsfahrt zum Entdecken von Kulturen unterschiedlicher Länder und Regionen der Welt ein. Der Song, der dabei in den unterschiedlichen Sprachen der jeweils vorbeiziehenden Länder erklingt, verdeutlicht dabei noch einmal die Gemeinsamkeit und Harmonie zwischen ihnen allen und im großen Finale der Attraktion, in dem alle Nationalitäten noch einmal gemeinsam zu erleben sind, zeigt sich noch mal eindrücklich, dass wir trotz unterschiedlichen Aussehens dennoch im Grunde alle gleich sind.

© Florian Ahlborn
© Florian Ahlborn

Disney wird multikultureller und stellt sich seiner Geschichte

Und wie sieht es mit dem Thema Diversität in den Filmen von Disney, Pixar & Co. aus? Das beste Beispiel sind hier wohl die Prinzessinnen. Waren diese in den frühen Filmen stets europäische Frauentypen mit weißer Hautfarbe, änderte sich das im Jahr 1992 mit Prinzessin Jasmin im Film Aladdin und Disney begann, diesbezüglich offener und multikultureller zu werden.

Es folgten Pocahontas sowie Mulan – und mit Tiana aus Küss den Frosch! sogar die erste afrikanisch-amerikanische Prinzessin in der Geschichte des Unternehmens. Diese wird im Rahmen der gerade neu angekündigten Re-Thematisierung von Splash Mountain in Anaheim und Orlando nun sogar ihre eigene Attraktion erhalten – ein aus meiner Sicht richtiger und auch wichtiger Schritt Disneys, um die afroamerikanische Bevölkerungsschicht innerhalb der Disney Parks adäquater zu repräsentieren. Bisher waren in dieser Attraktion nämlich Figuren aus dem problematischen Film Song of the South (dt. Onkel Remus‘ Wunderland) zu sehen. Dieser löste bereits bei seiner Veröffentlichung 1946 zahlreiche Kontroversen und Proteste aus. Viele Kritiker warfen dem Film vor, durch seine Art und Darstellung das Thema der Sklaverei zu verharmlosen oder gar zu verherrlichen. Aus diesem Grund wurde der Film auch seit 1986 nicht mehr in den Kinos gezeigt und ist weder als VHS oder DVD erhältlich noch auf dem Streamingdienst Disney+ verfügbar. Im Zuge der derzeitigen Black Lives Matter-Bewegung ist eine Re-Thematisierung also in meinen Augen absolut nachvollziehbar und wohl auch schon lange überfällig.

© Disney

Die neue Generation der Disney Prinzessinnen

Doch auch generell zeigt sich aus meiner Sicht, dass Disney sich – wenn auch nur schrittweise, aber zumindest kontinuierlich – dem Thema Vielfalt annimmt.

So erleben wir in den letzten Jahren eine spürbare Emanzipation bei den verschiedenen Prinzessinnen, wenn wir z.B. an Elsa aus Frozen oder auch Jasmin in der Realverfilmung von Aladdin denken.

Gerade durch den neuen Song Speechless und einzelne neue Dialoge hat diese Figur noch einmal spürbar an Tiefgang und Charakterstärke gewonnen und stellt für mich einen neuen Frauentypus innerhalb des Disney-Universums dar.

Darüber hinaus wird hier aus meiner Sicht in einer immer noch sehr stark von Männern dominierten Welt auch ein weiteres, wichtiges Signal an junge Mädchen und Frauen gesendet, nämlich: „Vertrau auf deine innere Stimme und erlaube Dir, große Träume zu haben!“

Übrigens gab es im Jahr 2018 auch ganz offiziell eine Kampagne mit dem Titel Glaub an Dich, Prinzessin (engl. Dream Big, Princess). Hierzu gibt es auch eine Videoreihe, bei der junge Mädchen auf Frauen wie die Mary Poppins-Darstellerin Emily Blunt oder die Star Wars-Produzentin Kathleen Kennedy treffen, die ihnen von ihrem Werdegang, ihren Erfolgen, aber auch ihren größten Hindernissen auf ihrem bisherigen Lebensweg erzählen. Wenn Ihr mehr dazu erfahren wollt, dann folgt am Besten einmal diesem Link.

© Disney PhotoPass
© Disney PhotoPass

Und es tut sich doch was…

Trotz all dieser positiven Entwicklungen gibt es natürlich auch bei Disney immer noch Spielraum für Verbesserung in Bezug auf das Thema Diversität. Viele warten z.B. immer noch auf die erste offene LGBTQ-Hauptfigur in einem Disneyfilm.

Zwar können wir hier in der jüngsten Vergangenheit mit LeFou, der in der neuen Realverfilmung von Die Schöne und das Biest in einer Szene kurz mit einem Mann tanzend zu sehen ist, sowie mit der Polizistin Specter im neuesten Pixar-Animationsfilm Onward: Keine halben Sachen, die ganz natürlich im Rahmen eines kurzen Dialogs von der „Tochter ihrer Freundin“ spricht, erste Ansätze hierfür sehen. Einigen geht das indes aber noch nicht weit genug.

Ich für meinen Teil bin eigentlich ganz froh darüber, dass Disney Themen wie Regenbogenfamilien eher unaufgeregt und fast schon selbstverständlich in seine Storylines integriert, denn dadurch werden sie präsent, ohne jedoch zum Problem hochstilisiert zu werden.

Und wer übrigens genau hinschaut, kann auch in A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando während Bonnies erstem Tag in der Vorschule ein gleichgeschlechtliches Elternpaar entdecken!

© Disney / Pixar

We’re all in this together…

Ich möchte diesen Artikel mit einer letzten Episode schließen, die mir in den vergangenen Tagen immer wieder durch den Kopf gegangen ist – gerade im Hinblick auf das Thema Black Lives Matter.

Ziemlich genau vor einem Jahr, Anfang Juli, gab Disney bekannt, dass für die neue Realverfilmung von Arielle, die kleine Meerjungfrau die afroamerikanische Sängerin Halle Bailey die weibliche Hauptrolle übernehmen wird.

Damals ging ein Schrei der Entrüstung durch große Teile der Disney-Community. Viele empfanden diese Entscheidung als Fehlbesetzung und es wurden sogar Petionen ins Leben gerufen, um Disney dazu zu bringen, ihre Entscheidung zu widerrufen – selbstverständlich ohne Erfolg.

In vielen Kommentaren oder Forenbeiträgen war zu lesen, dass für viele Arielle eben eine weiße Prinzessin mit roten Haaren sei oder dadurch ja auch ein bestimmter Typus an Mädchen repräsentiert würde, der ansonsten unter den Disney Prinzessinnen nicht mehr abgedeckt sei.

Ich teile diese Meinung nicht, da es mit  Merida und Anna von Arendelle gleich zwei weitere – und noch darüber hinaus sehr unterschiedliche – Prinzessinnen mit diesem Merkmal gibt.

Da ich ohnehin glaube, dass alles im Leben nicht ohne Grund geschieht, bin ich inzwischen der festen Überzeugung, dass die Besetzung von Arielle mit Halle Bailey rückblickend vielleicht sogar einer der wichtigsten Schritte war, den Disney in Bezug auf Vielfalt und Akzeptanz gegangen ist. Denn damit trauen sie uns – den Fans und Liebhabern ihrer Filme, Parks und Merchandiseartikeln – zu, dass nicht nur sie als Unternehmen sich in Bezug auf diese Themen weiterentwickeln, sondern dass auch wir unseren Teil dazu beitragen und uns von der ein oder anderen liebgewonnenen Sehgewohnheit verabschieden müssen.

Und vielleicht gilt gerade deshalb ein Zitat aus Pocahontas heute mehr als je zuvor, wo es heißt:

Für dich sind echte Menschen nur die Menschen,
die so denken und so aussehen wie du.
Doch folge nur den Spuren eines Fremden,
dann verstehst du und du lernst noch was dazu. 

Lasst uns in diesem Sinne gemeinsam alle durch die Veränderung unserer Sichtweisen, unserer Haltungen und damit einhergehenden Handlungen dazu beitragen, Schritt für Schritt eine offenere und tolerante Gesellschaft zu werden. Wenn nicht wir als Disney-Community hierfür den ersten Schritt machen könnten, wer dann?

In diesem Sinne: Happy Pride!

Euer RainbowMickeyRunner

Florian

Es ist nun bald soweit…

Es ist nun bald soweit…

MEIN DISNEYJAHR 2020

Es ist nun bald soweit…

Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

19. Januar 2020

Das neue Jahr ist gerade einmal zweieinhalb Wochen alt und dennoch reicht meine Planung für Besuche in verschiedenen Disney Parks, Teilnahmen an mehreren runDisney-Läufen sowie der Besuch verschiedener Disney-Events bereits weit in das Jahr 2020 hinein. Inspiriert durch den lieben Jens von Mausgebabbel – Dem Deutschen Disneypark Podcast – erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel, wo es mich in den nächsten zwölf Monaten überall hinverschlagen wird. Los geht’s!

2. – 5. Januar 2020: Mickeys märchenhafte Weihnachtszeit
(Disneyland Paris)

Starten möchte ich mit einem kleinen Rückblick, denn vor zwei Wochen stand für mich ein ganz besonderer Aufenthalt an: ein Ausflug mit der ganzen Familie nach Paris. Was das Besondere daran war? In meiner Familie ist keiner so Disney-affin (oder sollte ich lieber sagen Disney-verrückt?) wie ich. Dementsprechend war diese Reise – sozusagen ein gemeinsam gemachtes Weihnachtsgeschenk – der erste Besuch in einem Disney Park für alle meine Familienangehörigen. Und noch dazu galt es dabei hinzubekommen, für alle – von der fünfjährigen Nichte bis hin zu Oma & Opa mit 70 Jahren) allen irgendwie gerecht zu werden. 



Erfreulicherweise hat sich aber alles wunderbar gefügt… wir hatten eine Menge Spaß zusammen, haben Olaf getroffen, ein wunderbares Abendessen im Inventions mit einem super süßen und anhänglichen Tigger genossen, sind an die 6 Mal Big Thunder Mountain gefahren und haben zum Abschluss noch das Frühstück mit den Prinzessinnen in der Auberge de Cendrillon genossen. Alles in allem war es also ein fantastischer Auftakt dieses Jahres, über den ich nicht glücklicher sein könnte. 

© Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)
© Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)
© Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)

18. – 26. Februar 2020: Princess Half Marathon Weekend (Walt Disney World Orlando)

Im Februar indes steht nun für mich wohl eine der spannendsten und vor allem aufregendsten Reisen in diesem Jahr an. Ich besuche zum allerersten Mal das Walt Disney World in Orlando und werde im Rahmen dieses einwöchigen Besuchs an meinem ersten runDisney-Laufevent in Amerika teilnehmen – dem Princess Half Marathon.

Angemeldet bin ich für die Fairy Tale-Challenge. Diese beinhaltet den 10km-Lauf am Samstag, den 21. Februar sowie den Halbmarathon am Sonntag, den 22. Februar. Darauf freue ich mich schon sehr, habe ich doch von vielen Disney-Läufern bereits gehört, wie schön und besonders die Atmosphäre bei den Läufen in Orlando ist und diese sich wohl auch noch einmal recht stark von den Pariser Events unterscheidet.

Auf jeden Fall heißt es an den beiden Lauftagen „Früh Aufstehen“…, denn beide Läufe starten jeweils morgens um 5:30Uhr… Da ich im Disney All-Star Sports Resort übernachte – also direkt auf dem (ziemlich weitläufigen) Gelände der Parks wird der Wecker wohl spätestens um 2Uhr klingeln, damit ich pünktlich um 3Uhr im ersten Shuttlebus zum Startbereich sitze. 


Dafür habe ich an den anderen Tagen reichlich Gelegenheit, mir die vier verschiedenen Parks anzuschauen… Die Organisation eines Aufenthaltes in Walt Disney World ist wirklich noch einmal etwas ganz anderes als eine Reise ins Disneyland nach Paris. Zum Glück hatte ich aber tolle Hilfe von Bianca, die einige von Euch vielleicht als Spinatmädchen aus dem Internet kennen! Sie hat mir super erklärt, wie man am besten entscheidet, an welchem Tag man welchen Park besucht, wie man geschickt seine Fastpässe bucht und und und… Falls Ihr mehr über meine Reisevorbereitung erfahren wollt, dann hinterlasst doch gerne unten auch noch einmal einen Kommentar, dann mache ich dazu auch noch einmal einen separaten Artikel, denn es gibt wirklich so allerlei im Vorfeld zu beachten.

© Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)

12. – 14. März 2020: Disneyland Park Adventures 
(Disneyland Paris)

Als Nächstes geht es dann wieder in „heimatliche Gefilde“ ins Disneyland nach Paris. Dort steigt nämlich am Freitag, den 13. März 2020 zum bisher 8. Mal eine nur für Infinity-Jahreskarteninhaber und ihre Freunde zugängliches Annual Pass Event. Inzwischen ist bekannt geworden, dass der Abend unter dem Motto Disneyland Park Adventures steht und man in diesem Zusammenhang die verschiedenen Länder des Parks und ihre Bewohner im Rahmen einer kleinen Zeitreise zurück in die Vergangenheit noch einmal ganz neu entdecken kann. So soll man die Main Street U.S.A. inmitten ihrer Bewohner entlang flanieren, sich mit den Piraten im Adventureland einen Schwertkampf liefern oder auch die aufregende Goldgräberzeit im Frontierland noch einmal miterleben können.

Außerdem sind Überraschungen bei einzelnen Attraktionen angekündigt, im Rahmen einer Feuerwerksshow kann man noch einmal die inzwischen fast 30 Jahre, die der Park nun bereits besteht, Revue passieren lassen oder sich mit verschiedenen Disney-Figuren auf seinem Weg ablichten lassen. Tickets für diese Veranstaltung sind inzwischen über einen speziellen Link in der englischsprachigen Jahreskartengruppe auf Facebook erhältlich. Folgt dafür einfach folgendem Link! [Beachtet aber bitte, dass dieses Event NUR für Besitzer einer Magic Plus- oder Infinity-Jahreskarte gebucht werden können! Diese können jeweils 2 Gäste mitbringen.] 

Für mich war schnell klar, dass ich an diesen Tagen unbedingt nach Paris reisen wollte, da schon recht bald feststand, dass viele Blogger-Freunde und -Bekannte von mir ebenfalls da sein werden… und deshalb darf ich da natürlich auf keinen Fall fehlen. Freut Euch also vielleicht auf ein weiteres Treppen- oder Characterfoto mit bekannten Gesichtern wie @tom_goes_magic, @nadinelovesdisney@freizeitpark_traveller, @felixkey99@mykindofdisney, @kats_disneylife@magicdisnedreamgirl, @svendisney, @magicridgley, @disneyparksandmore, @disney_dreamer_de, @spinatmaedchen @disneycentralde und noch vielen mehr.

© Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)
© Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)

8. – 10. Mai 2020: Disneyland Paris Princess Run
(Disneyland Paris)

Im Mai bin ich dann wieder sportlich im Disneyland Paris unterwegs, denn am zweiten Maiwochenende findet zum allerersten Mal das Princess Run Weekend statt.

Der große Unterschied zum Laufwochenende im September besteht vor allem darin, dass die Distanzen kürzer sind. So gibt es im Mai lediglich einen 5km- sowie einen 8km-Lauf. Beide zusammen können auch als Cinderella-Challenge gebucht werden. (Und natürlich habe ich mich direkt dazu angemeldet, denn dadurch gibt es neben den Einzelmedaillen noch eine Challenge-Medaille obendrauf.) Außerdem gibt es natürlich auch mehrere Läufe für Kinder (100m, 200m und 1km).

Derzeit sind die Startnummern für dieses Event lediglich zusammen mit einer Pauschale (Hotel & Tickets) oder einer Buchung in einem Disney-Hotel direkt über die Homepage oder Hotline des Disneyland Paris zu erwerben. Wann genau dann die sogenannten Bibs (Startnummern) einzeln in den Verkauf gehen, steht leider noch nicht fest.

Sobald ich hier Näheres weiß, erfahrt Ihr es natürlich sofort auf meiner Facebook-Seite, der dazugehörigen Run Disney Fans Deutschland-Gruppe oder meinem Instagram-Profil. Schaut also gerne einmal dort, um den Verkaufsstart auf keinen Fall zu verpassen.

© Disneyland Paris (PhotoPass)
© Disneyland Paris (PhotoPass)

5. – 7. Juni 2020: Magical Pride
(Disneyland Paris)

Und im Juni gibt es dann auch endlich ein Wiedersehen mit dem Event, dass mich im vergangenen Jahr wohl am meisten bewegt hat – dem Magical Pride… Disneys erster ganz offizieller Veranstaltung zu den Themen Gleichberechtigung, Inklusion & Toleranz.

Nachdem das Event im vergangenen Jahr in den Walt Disney Studios stattfand, zieht es 2020 sogar in den Hauptpark um, sodass es noch viel mehr Möglichkeiten geben wird, ein „buntes Fest der Vielfalt“ zu feiern, wie das Disneyland Paris es angekündigt hat. Neben einer eigens für dieses Event zusammengestellten Parade, verschiedenen Meet & Greets und anderen Programmpunkten, wird es sicher wieder auch einige aufregende Musikacts geben, die dem Abend sein ganz eigenes Flair verleihen werden.



Da ich bereits weiß, dass sowohl zahlreiche europäische als auch amerikanische Disney-Freunde zu diese Veranstaltung anreisen werden, freue ich mich schon irrsinnig auf diese Tage und bin gespannt, was es in den kommenden Wochen bis dahin noch an Informationen und Überraschungen dazu geben wird. 

© Disneyland Paris
© Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)

24. – 27. September 2020: Disneyland Paris Run Weekend
(Disneyland Paris)

Der September schließlich steht dann noch einmal ganz im Zeichen des Laufsports… Denn dann wartet wieder das Disneyland Paris Run Weekend auf mich, dass darüber hinaus in diesem Jahr bereits seinen 5. Geburtstag feiert. Dies bedeutet laut den derzeitigen Informationen eine noch magischere Atmosphäre, vor allem aber noch mehr Disney Figuren als bisher ohnehin schon.

Mit Distanzen von 5km & 10 km sowie dem Halbmarathon, gibt es hier wirklich für jeden den passenden Lauf und natürlich gibt es auch für Kinder wie beim Disneyland Princess Run jeweils Läufe mit 100m, 200m und 1km – bei dem sich auch die Kleinsten schon ihre ganz eigene Disney-Medaille verdienen können.

Wie bereits im vergangenen Jahr bin ich wieder für die 36km-Challenge angemeldet, werde also alle drei Läufe absolvieren und deshalb am Ende der Veranstaltung insgesamt fünf Medaillen mein Eigen nennen dürfen… wobei das nicht ganz korrekt ist! Denn am Ende wird es noch eine sechste Medaille obendrauf geben – nämlich die „Castle to Chateau-Challenge“-Medaille. Diese erhält man, wenn man im gleichen Kalenderjahr sowohl mindestens einen Halbmarathon in Orlando als auch den Halbmarathon in Paris absolviert. Darauf freue ich mich schon riesig, denn diese Medaille ist natürlich für mich als runDisney-Begeisterten wirklich etwas ganz Besonderes.

© Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)
© Run Disney France (PhotoPass)

Zusammenfassung

Wie Ihr also seht, wird das Jahr 2020 mindestens genauso spannend wie das vergangene Jahr werden. Ich freue mich bereits sehr auf die vielen unterschiedlichen Events, bin gespannt auf meinen ersten Besuch im Walt Disney World in Orlando und super-motiviert, meine bisherigen Zeiten bei den einzelnen Läufen im Vergleich zum Vorjahr vielleicht sogar noch ein wenig zu verbessern.

Wie sieht es denn bei Euch aus? Habt Ihr schon Eure nächsten Besuche oder Reisen in eine der vielen Disney Parks geplant? Vielleicht mögt Ihr mir davon ja mal in den Kommentaren erzählen! 

Ich freue mich von Euch zu hören, wünsche für heute noch einen schönen Tag und verbleibe bis zum nächsten Mal

 

Euer RainbowMickeyRunner 

Florian

Manchmal werden Märchen wahr…

Manchmal werden Märchen wahr…

REISEBERICHT: HONG KONG

Manchmal werden Märchen wahr…

Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

23. November 2019

Ihr wolltet schon immer mal einen anderen Park als das Disneyland Paris besuchen? Dann möchte ich Euch heute in diesem neuen Artikel ein kleines, aber feines Schmuckstück vorstellen, denn nach einer langen Schreibpause bin ich zurück und erzähle Euch in diesem neuesten Artikel von meinem Besuch im Hong Kong Disneyland Anfang November, den ich anlässlich des diesjährigen 10K Run Weekends dort besucht habe. Aber lest selbst…

Als ich vor knapp einem Jahr nach sehr langer Zeit wieder einmal das Disneyland Paris besucht und dadurch meine Leidenschaft für Disney und seine Parks wiederentdeckt habe, war mir nicht klar, wir aufregend sich die kommenden zwölf Monate nach diesem Initialbesuch für mich gestalten würden. Seit ich mir Ende Januar meine erste Jahreskarte für Paris gekauft habe, ist Disney eigentlich nicht mehr wegzudenken aus meinem Leben und viel hat sich seitdem ereignet und verändert.

Wie ja der ein oder andere von Euch weiß, zogen dabei von Anfang an auch die Laufevents ein großes Interesses auf sich. Und so war mir schnell klar, dass ich versuchen wollte, neben den Veranstaltungen in Paris auch Veranstaltungen dieser Art in anderen Disney Parks zu besuchen.

Eher zufällig wurde ich dabei recht schnell auf das Hong Kong Disneyland 10K Weekend aufmerksam. Da ich zwar in der Stadt schon einmal gewesen war, den Park selber aber noch nicht besucht hatte, war ich sofort neugierig darauf und versuchte, weitere Informationen darüber herauszufinden – was zunächst gar nicht mal so einfach war. Es stellte sich heraus, dass es sowohl im Hong Kong Disneyland als auch Shanghai Disneyland Resort Läufe gibt, diese jedoch nicht von runDisney selber veranstaltet werden. (Ich nehme an, da die Walt Disney Company bei beiden Parks nicht Hauptanteilseigner ist, sondern diese mehrheitlich dem Staate Hong Kong bzw. einem Gemeinschaftsunternehmen der Regierung Shanghai gehören.) Nach einiger Recherche im Internet hatte ich zumindest erfahren, wann der Verkaufsstart der Bibs (Startnummern) für den Lauf stattfinden würde und so saß ich Mitte Juli nachts um 4Uhr vor dem Laptop, buchte meine vier Läufe und – schneller als ich mich versah, knapp dreieinhalb Monate später – war es auch schon soweit, und am Abend des 30. Oktobers begab ich mich mit Flieger von Hamburg über Istanbul nach Hong Kong, um meinen ersten Disney Park in Fernost zu besuchen.

© Hong Kong Disneyland

Anreise

Nach der Ankunft am Hong Kong International Airport ging es natürlich als erstes zur Einreise. Diese gestaltet sich für deutsche Staatsbürger in der Regel vollkommen unkompliziert, da bei Aufenthalten von bis zu 90 Tagen kein Visum benötigt wird. Erfreulicherweise war an den dortigen Schaltern auch wenig los, sodass ich bereits nach 5 Minuten mit dem bürokratischen Procedere durch war, recht schnell meinen Koffer in Empfang nehmen konnte und mich danach sogleich mit dem Taxi auf den Weg in Richtung Hong Kong Disneyland machen konnte.

[Tipp: Solltet Ihr diesen Transportweg einmal selber nehmen wollen: Es gibt drei verschiedenen Taxifarben in Hong Kong, die jeweils verschiedene Stadtteile bzw. Regionen ansteuern. Um direkt ins Disneyland zu kommen, müsst Ihr die blauen Wägen benutzen. Der Preis beträgt 140 HK$ (ca. 15€).]

Da die Insel Lantau, auf der sich das Areal mit Park und die Hotels befindet, vom Flughafen aus der Innenstadt von Hong Kong vorgelagert ist, ist die Fahrt von dort übrigens erfreulich kurz und so sah ich nach knapp 20 Minuten vor mir bereits die charakteristischen roten Turmspitzen des Disneyland Hotels durch die Palmen hervorragen, in dem ich meine erste von insgesamt drei Nächten verbringen werden würde.

© Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)
© Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)
© Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)

Unterkunft

Schon beim Betreten der Lobby entfaltete sich für mich in diesem prachtvollen Hotel mit einem Schlag der ganze Zauber von Disney. Überall waren – passend zu Halloween – kleine grün-orangene Dekorationen verteilt, Castmember begrüßten die neu ankommenden Gäste mit kleinen Süßigkeiten und das Hotel versetzte mich sofort in die Glanzzeit des viktorianischen Zeitalters zurück. Der Check-in verlief freundlich und schnell und nachdem ich erwähnt hatte, dass dies mein allererster Besuch im Hong Kong Disneyland sei, bekam ich sogar noch einen Button vom Hotel geschenkt, der mich als Erstbesucher eindeutig zu erkennen gab. Doch damit nicht genug… zu guter Letzt bekam ich sogar noch ein Upgrade auf ein Zimmer mit Seeblick. Diese sind sehr stilvoll und mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Das Kopfende des Bettes schmückt Tinkerbell, im Badezimmer warten Zahnbürste, Duschhaube & Co. in Sieben-Zwerge-Optik auf Euch, die Wände schmückt das ein oder andere Disney-Kunstwerk und für den morgendlichen Start in den Tag stehen Tee, Kaffee & Co. bereit. Wer sich übrigens vor seinem Besuch des Parks noch etwas sportlich betätigen möchte, auf den wartet jeden Morgen in der Lobby des Hotels Master Goofy, um die Gäste mit einer Einheit Thai Chi etwas in Schwung zu bringen. Was will man mehr, oder?

Auf dem Gelände des Hong Kong Disneyland – durch seine Insellage natürlich wunderschön am Wasser gelegen – gibt es übrigens insgesamt drei Hotels: das oben bereits erwähnte Disneyland Hotel, das Hollywood Hotel sowie die Disney Explorers Lodge. Alle drei Unterkünfte bieten kostenlose Shuttle-Services zum Park und sind – wie die Namen schon erahnen lassen – unterschiedlich thematisiert. Da mich vor allem die Explorers Lodge mit seiner Entdecker-Thematik und das Disneyland Hotel im klassisch viktorianischen Stil ansprach, hatte ich mich kurzerhand entschlossen, meinen Aufenthalt aufzuteilen und nach einer ersten Nacht im Disneyland Hotel für zwei weitere Nächte in die Explorers Lodge zu wechseln. Dies kam auch daher, dass letztere mir sowohl von einigen Disney-Bekannten als auch auf verschiedenen Websites immer wieder angepriesen und empfohlen wurde. Das hatte mich natürlich neugierig gemacht und ich wollte mir unbedingt mein eigenes Urteil darüber bilden.

Und tatsächlich – auch ich bin dem Charme der Explorers Lodge verfallen. Dort wird man wahrlich in eine andere, exotische Welt versetzt, und auch dieses noch ziemlich neue Hotel (Eröffnung: April 2017) besticht durch seine fantasievolle Ausstattung und die viele Details, die es zu entdecken gibt. Überall gibt es kleine Hidden Mickeys sowie Reminiszenzen an Filme wie den König der Löwen und unweigerlich wird man als Gast hier immer wieder selber zum Entdecker. Nachdem ich beim Check-in wiederum ein kleines Upgrade auf ein Deluxe-Zimmer erhielt, kam ich schließlich im Africa-Flügel des Hotels unter, der mit allerlei Dekorationsgegenständen ausgestattet war, welche auf sehr stilvolle Weise die Kunst dieses Kontinents mit den Charakteren von Disney verband. Und nach meine ersten Nacht erwartete mich sogar noch ein kleines Grußkärtchen auf meinem Schreibtisch mit den besten Wünschen für meine Läufe und einem kleinen personalisierten Button mit meinem Namen und Explorer Mickey, den man extra für mich angefertigt hatte. So viel Pixie Dust hatte ich wahrlich schon lange nicht mehr im Rahmen eines Aufenthaltes.

[Anmerkung: Preislich liegen die Disney-Hotels übrigens weit unter dem, was Ihr in Paris für eine Nacht zahlen würdet. Vom Standard her sind diese aus meiner Sicht vergleichbar mit den Hotels der höheren Kategorien, also z.B. dem Hotel New York oder eben dem Disneyland Hotel. Allerdings macht sich in Hong Kong schon bemerkbar, dass beide Unterkünfte noch nicht so alt sind wie in Frankreich. Für eine Nacht habe ich hier übrigens 210,- € in der Explorers Lodge bzw. 235,- € im Disneyland Hotel bezahlt. Beides nicht gerade günstig, aber bei dem Service, der Euch dort geboten wird – in der Explorers Lodge wurde mir z.B. am Tag meiner Abreise abends noch einmal für 45 Minuten kostenlos ein Zimmer zur Verfügung gestellt, um mich für den anstehenden Nachtflug noch einmal frisch machen zu können – finde ich die Preise absolut okay und durchaus gerechtfertigt.]

© Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)
© Florian Ahlborn (RainbowMickeyRunner)

Restaurants: Character-Dining und ein Mittagessen der etwas anderen Art 

Wer mich ein wenig kennt, weiß inzwischen, dass ich mich bei meinen Besuchen im Disneyland Paris immer wieder gerne auch ein wenig kulinarisch verwöhnen lasse. Und so hatte ich mich auch im Vorfeld meiner Reise nach Hong Kong ein wenig über die verschiedenen Restaurantoptionen informiert.

Mein erster Anlaufpunkt war dabei das Restaurant Dragon Wind in der Explorers Lodge. Hier gibt es täglich ab 7:30Uhr ein reichhaltiges Frühstücksbuffet mit einer großen Auswahl an westlichen (Brötchen, Müsli, Rührei, Speck, …), aber auch asiatischen (Teigtaschen, Suppen, …) Köstlichkeiten. Das Besondere an dieser Mahlzeit ist die Tatsache, dass immer auch Mickey und Goofy in einem speziellen Explorers-Outfit anwesend sind, mit denen man im Rahmen des Essens Fotos machen kann. Allerdings kommen die Charaktere für den gemeinsamen Schnappschuss nicht an die Tische, sondern jeder Gast erhält beim Betreten des Restaurants ein Kärtchen, mit dem er zu einem beliebigen Zeitpunkt seiner Mahlzeit zu einem speziellen Fotobereich im hinteren Teil des Restaurants gehen kann, um sich dann mit den beiden Disney-Abenteurern ablichten zu lassen. Spannend dabei ist auch, dass – im Gegensatz zu Paris – auch bei solchen Gelegenheiten PhotoPass-Fotografen anwesend sind. 

[Tipp: Es gibt sogar einen speziellen Character Dining Disney PhotoPass+, mit dem Ihr alle Fotos, die in Restaurants mit Disney-Figuren an einem Tag von Euch gemacht werden, erhaltet. Mit 398 HK$ (ca. 46€) zwar nicht ganz günstig, ich habe ihn mir aber an diesem Tag gegönnt, da ich abends noch ein weiteres Restaurant besucht habe, bei dem Charaktere anwesend waren.]

Hierbei handelte es sich nämlich um das Enchanted Garden Restaurant im Disneyland Hotel, wo ich an meinem ersten vollen Tag abends gegessen habe. Dieses Buffet-Restaurant hat von der Essensauswahl meine Erwartungen absolut übertroffen. Was es hier an Vorspeisen, Salaten, Fisch, Meeresfrüchten, Sushi, Hauptgerichten, aber vor allem an Desserts gab, hat wirklich alles in den Schatten gestellt, was ich bisher in Paris erlebt hatte. Die einzelnen Stationen war mit großer Liebe und Sorgfalt angerichtet, alles schmeckte vorzüglich und die Kellner waren stets bemüht, schnell nachzulegen, wo irgendetwas fehlte. Auch die Interaktion mit den Figuren (an diesem Abend waren sie zu dritt: Mickey, Goofy & Pluto – normalerweise gibt es wohl aber sogar vier Charaktere) war klasse und die Atmosphäre ausgelassen, festlich und dennoch nicht überlaufen. Es landeten wieder einige tolle PhotoPass-Bilder auf meinem Konto und am Ende gab es sogar noch eine eigene Tortenparade mit den Motivtorten sämtlicher Geburtstagskinder, die an diesem Tag im Restaurant ihren großen Tag feierten. Meinerseits kann ich dieses Essenserlebnis also uneingeschränkt weiterempfehlen. 

Als drittes hatte ich mir für mein Mittagessen am letzten Tag noch etwas ganz besonderes ausgesucht. Durch Zufall war ich im Internet darauf gestoßen, dass es im Crystal Lotus Restaurant – ebenfalls im Disneyland Hotel beheimatet – mittags spezielles Disney Dim Sum gibt. (Dies muss allerdings vorher bereits ausgesucht und bei der Tischreservierung ausgewählt werden. Durch die im Internet auffindbare Speisekarte und mit der Hilfe der sehr kompetenten Hotline des Hong Kong Disneyland war dies aber überhaupt kein Problem.)

Als all die Bambuskörbchen mit den vielen süßen Figuren – u.a. die Toy Story Aliens, Duffy & Shellie May, Baymax, die drei kleinen Schweinchen – auf meinem Tisch standen, war ich wieder einmal vollkommen überwältigt und musste mich fast schon ein wenig überwinden, diese niedlichen Kreationen einfach aufzuessen. Schließlich habe ich es aber natürlich dennoch getan und kann berichten: nicht nur vom Aussehen, sondern auch geschmacklich konnten sie fast alle voll und ganz überzeugen. (Nur die Mickey’s Seafood Glutinous Pancakes waren überhaupt nicht mein Fall.) 

Zum Nachtisch gab es dann noch ein paar kleine TsumTsums. Auch diese waren sehr lecker und aus meiner Sicht ihren Preis absolut wert. Wenn Ihr also mal nach Hong Kong fliegt und eine bisschen andere Art des Speisens ausprobieren wollt, solltet Ihr das Crystal Lotus Restaurant auf jeden Fall in Erwägung ziehen.

© Hong Kong Disneyland (PhotoPass)
©  Florian Ahlborn
© Hong Kong Disneyland (PhotoPass)

Hong Kong Disneyland: Park, Attraktionen, Charaktere, Shows & Paraden

Aber nun zum eigentlichen Ziel meines Aufenthaltes – dem Park an sich. Zunächst einmal muss hier gesagt werden, dass das Hong Kong Disneyland vor dem Pariser Walt Disney Studios Park der kleinste aller Disneyparks ist. Aus meiner Sicht tut dies dem Charme dieses kleinen Schmuckstücks aber überhaupt keinen Abbruch. Mit viel Liebe und Hingabe wurde hier 2005 ein Park geschaffen, der aus sieben verschiedenen Ländern (Main Street U.S.A., Adventureland, Grizzly Gulch, Mystic Point, Toy Story Land, Fantasyland und Tomorrowland) besteht und mit Mystic Manor, den Big Grizzly Gulch Mountain Runway Cars oder auch der Iron Man Experience einige Attraktionen für Euch bereithält, die es thematisch sonst so in keinem anderen Disney Park weltweit gibt. Aber natürlich trefft Ihr auch auf einige altbekannte Fahrgeschäfte wie den RC Racer, Dumbo the Flying Elephant, die Mad Hatter Tea Cups, Orbitron oder den Hyperspace Mountain (letzterer ist allerdings definitiv harmloser als unsere französische Version). Das Tolle dabei: überall hielten sich – zumindest im Rahmen meines Besuches – die Wartezeiten extrem in Grenzen, sodass ich entweder direkt fahren konnte oder höchstens einmal 25 Minuten (z.B. bei The Many Adventures of Winnie the Pooh) warten musste. Paradiesisch, oder?

Vor allem auf Mystic Manor hatte ich mich im Vorfeld der Reise sehr gefreut, wurde mir diese asiatische Haunted Mansion-Version doch von einigen Disney-Fans als eine der besten Attraktionen angepriesen, die Disney je entwickelt habe. Und tatsächlich… auch mich hat dieses kleine Juwel mit seinen Protagonisten Lord Henry Mystic und dessen Affen-Kompagnon Albert vom ersten Moment an in ihren Bann gezogen.

Von der Geschichte her erwartet den Besucher hier etwas ganz anderes als in „unserem“ Pariser Phantom Manor… dies kommt daher, dass Geister in der chinesischen Kultur eine andere Tradition haben und man in Hong Kong befürchtete, chinesische Besucher mit einem üblichen Haunted Mansion vor den Kopf zu stoßen oder zu verschrecken. Ich kann Euch aber versichern: das Abenteuer, auf das Ihr Euch in diesem Haus begebt, ist so atemberaubend, überraschend, aber vor allem technisch brilliant gestaltet, dass man das Altbekannte schnell vergisst und sehr schnell süchtig nach dem Neuen werden kann. Allein während meines Besuchs bin ich die Attraktion bestimmt mindestens sechs Mal gefahren… das spricht wohl Bände, oder?

Außerdem gibt es zwei weitere Attraktionen, die ich jedem Besucher des Hong Kong Disneyland auf jeden Fall ans Herz legen würde. Zunächst sind dies die Big Grizzly Mountain Runaway Mine Cars – eine Mischung aus Big Thunder Mountain in Paris und Expedition Everest in Orlando. Beginnt die Fahrt hier noch relativ gemächlich, hält sie recht schnell ein paar unerwartete Überraschungen und Wendungen bereit und nimmt rasant an Fahrt auf. Wenn Ihr so etwas mögt, dann seid Ihr hier also auf jeden Fall richtig.

Die zweite Empfehlung ist für alle Marvel-Fans, und zwar die Iron Man Experience im Tomorrowland. Hier begebt Ihr Euch auf einen rasanten Flug über Hong Kong, bei dem außerirdische Angreifer Eure Flugbahn kreuzen. Eine turbulente Attraktion, die noch abgerundet wird, wenn Ihr im Anschluss daran noch Iron Man selber für ein Erinnerungsfoto trefft. Sein Auftritt ist übrigens fast so spektakulär wie der Ride… [Seid Ihr neugierig geworden? Dann schaut doch mal auf meinem Instagram-Profil vorbei – dort habe ich ein kleines Video davon gepostet!]

Letzteres ist übrigens die perfekte Überleitung zum nächsten Thema, denn auch Character-Fans kommen in diesem Park voll und ganz auf Ihre Kosten. Gibt das wöchentlich veröffentlichte Programm (leider nicht online erhältlich, aber am Parkeingang ausreichend vorhanden) auch nicht detailliert darüber Auskunft, auf welche seiner Disney-Lieblinge man sich genau freuen kann, läuft man im Park eigentlich unweigerlich überall immer mal wieder Figuren wie Mickey, Minnie, Balu, Moana, Chip & Chap oder auch Woody & Porzellinchen über den Weg. Aber natürlich habt Ihr auch die Möglichkeit, Duffy & seine Freunde für einen Schnappschuss zu treffen. Während meines ersten vollen Tages habe ich so 13 Charaktere um ein Foto bitten können und im Laufe des Wochenendes kamen dann noch einige mehr hinzu. Das Tolle dabei: Meistens habe ich auch dafür kaum lange angestanden. Die Wartezeiten beliefen sich meistens auf höchstens 10 Minuten. Bei einigen Charakteren (wie z.B. Chewbacca oder R2-D2) musste ich aber auch gar nicht warten und kam direkt an die Reihe.

[Anmerkung: Bei recht vielen Figuren gibt es selbstverständlich auch PhotoPass-Fotografen. Diese machen sowohl mit Ihren professionellen Kameras, aber selbstverständlich auch mit Eurem eigenen Equipment Fotos. Es gibt auch die Möglichkeit, sollte man recht viele Charaktere treffen wollen, einen PhotoPass+ zu erwerben. Beachtet aber, dass dieser – im Gegensatz zu Paris – nur für einen Tag gültig ist. Ihr müsst also selber abwägen, ob sich die Investition von 398 HK$ (ca. 46€) für Euch lohnt. Die gute Nachricht ist aber auch: Ihr könnt den PhotoPass+ auch noch bis zu 30 Tage nach Eurem Aufenthalt in der App – funktioniert übrigens viel besser als die europäische Version!!! – erwerben und aktivieren. Hier gibt es also reichlich Möglichkeiten, um die bestmögliche Ausbeute an Fotos zu erhalten

[Spezial-Tipp: Solltet Ihr übrigens morgens am Town Square direkt ein Foto mit Mickey & Minnie machen wollen, so rate ich Euch, früh genug da zu sein und Euch nach der Eröffnung des Parks – jeden Morgen gibt es nämlich auch eine kleine Eröffnungszeremonie mit den beiden – direkt dorthin zu begeben. Erfahrungsgemäß wird die Schlange hier immer schnell sehr lang, da die übrigen Länder erst nach und nach öffnen.]

Und sollte generell eine Warteschlange für eine Figur bereits geschlossen sein oder Ihr sehen, dass gerade ein Wartebereich eingerichtet wird, so fragt gerne direkt die Castmember vor Ort, welche Figur als nächstes für ein Foto hier zur Verfügung steht. Man erteilt Euch hierüber immer gerne Auskunft.

Doch damit noch nicht genug… denn auch beim Thema Shows & Paraden muss sich das Hong Kong Disneyland aus meiner Sicht überhaupt nicht vor anderen Parks verstecken. Ein Dauerbrenner hier – sozusagen das Pendant zu unserem heißgeliebten Mickey & the Magician in Paris – ist die Show Mickey & the Wondrous Book, in der sich Mickey & Goofy auf eine abenteuerliche Reise begeben, um Schneemann Olaf, der versehentlich aus einem Märchenbuch voller Disney-Geschichten herausgepurzelt ist, nach Arendelle zurückzubringen und ihn dadurch vor dem Schmelzen zu bewahren.

Unterwegs treffen die drei natürlich auf allerlei weitere Disney-Charaktere und so gibt es unter anderem ein Wiedersehen mit Arielle, Rapunzel & Merida (alle drei singen zusammen ein unglaublich tolles Prinzessinnen-Medley), Balu & King Louie, aber auch Tiana und Dschinni! Austattung und Technik sind auch hier vom Allerfeinsten und ihr werdet eine knappe halbe Stunde lang wirklich großartig unterhalten. Die Show ist übrigens teils auf Chinesisch, teils auf Englisch… zum besseren Verständnis gibt es aber rechts und links der Bühne immer auch zweisprachige Übertitel dieser Sprachen. 

Ja… und wer dann immer noch nicht genug hat, der sollte natürlich auch einen Blick auf die angebotenen Paraden werfen. Während die Flights of Fantasy-Parade für mein Empfinden sehr unserer Disney Stars on Parade ähnelt, bekommt Ihr abends, nach Sonnenuntergang, noch etwas ganz Besonderes geboten: die Disney Paint the Night-Parade. Diese ist vergleichbar mit der Main Street Electrical Parade, die es von 1992 bis 2003 in Paris zu sehen gab. Insgesamt sieben Floats lassen hier noch einmal zahlreiche Disney-Lieblinge wie Mickey, Minnie, Tinkerbell, Woody, Arielle & Belle im funkelnden Lichterglanz erstrahlen und an Euch vorüberziehen. Für mich ein wahrer Gänsehautmoment und eines der Highlights dieses Aufenthalts… hatte ich davon im Internet doch schon sehr viel gehört, war ich dennoch völlig überwältigt, all dies nun wahrhaftig vor mir zu sehen. (Ein Video der gesamten Parade findet Ihr übrigens auch hier auf meiner Facebook-Seite!)

 

© Florian Ahlborn
© Florian Ahlborn
© Florian Ahlborn

Hong Kong Disneyland 10K Weekend:
ein Disney-Lauf-Event der etwas anderen Art

Doch kommen wir zum Schluss zum eigentlichen Grund meines Aufenthaltes: dem diesjährigen Laufevent in und um den Disneypark in Hong Kong. Der wichtigste Unterschied zu Paris und Orlando ist zunächst einmal die Tatsache, dass die Veranstaltung nicht von runDisney selber sondern von einem lokalen Anbieter durchgeführt wird. Außerdem sind die Strecken auch verhältnismäßig kurz: es gibt lediglich einen 3km-, einen 5-km und einen 10km-Lauf. Diese werden überlappend angeboten, da sie sich in der Streckenführung alle miteinander ähneln und jeweils nur etwas unterschiedlich geführt werden, bis man durch den eigentlichen Park läuft. Dies hat natürlich auch zur Folge, dass man – sofern man wie ich alle Läufe absolviert – größtenteils die gleichen Charaktere auf der Strecke antrifft. Da diese jedoch auch immer wieder mal wechseln und ausgetauscht werden, gab es durchaus die Chance, bei einem weiteren Passieren des Parks noch einmal auf neue Figuren zu stoßen. So bin ich dann innerhalb der zwei Tage während insgesamt 12 Meet & Greets auf Figuren wie Edna Mode, Donald, Tigger, Mr. Incredible, Judy Hopps, Lotso und andere während der Läufe gekommen. Es wären sicher noch mehr möglich gewesen, aber beim 5km-Lauf hatte ich etwas Pech, da ich so schnell war (am Ende bin ich bei diesem Run auf dem 4. Platz gelandet), dass einige Figuren noch gar nicht auf ihrem Posten waren und als ich dann beim anschließenden 3km-Lauf nochmals an den Fotopunkten vorbeikam, waren mir die Warteschlagen teilweise doch etwas zu lang (allerdings auch lange nicht vergleichbar, wie mit denen in Paris), sodass ich keine Lust mehr hatte, mich anzustellen und einfach weitergelaufen bin. 



Dafür wurde ich aber umso mehr mit etwas anderem entschädigt. Auf Höhe der Main Street U.S.A. und auch beim Ziellauf waren nämlich professionelle Fotografen postiert, die von uns Läufern Fotos machten. Das Besondere daran: der digitale Download dieser Bilder (inklusive automatischer Erkennung der Startnummer) war kostenlos und so kann ich nun einige – wie ich finde – wirklich äußerst gelungene Bilder von mir „in Aktion“ mein Eigen nennen. Davon könnte sich Paris gerne eine Scheibe abschneiden.

Generell ist also zwar anzumerken, dass das Event von Größe und Umfang her nicht mit anderen runDisney-Veranstaltungen zu vergleichen ist, von der Organisation her gab es aber dennoch nichts zu meckern. Die Ausgabe der Startnummern verlief zügig, gut organisiert und ohne Komplikationen, der Lauf kam ohne Startblöcke (Corrals) aus (es gilt also: wer zuerst kommt, steht auch ganz vorne…) und sogar das Rahmenprogramm war zwar etwas weniger aufwändig als ich es aus Paris kenne, aber nicht minder persönlich und liebevoll gestaltet.

Da der thematische Schwerpunkt bei den Läufen auf den Charakteren der Pixar-Filme lag, traten bei jedem Startschuss unterschiedliche Figuren auf, um uns Läufer anzufeuern: beim 3km-Lauf Sully & Mike aus Monster AG, beim 5km-Lauf Freude & Kummer aus Alles steht Kopf und beim 10km-Lauf schließlich Buzz & Woody aus Toy Story. Diese Figuren fanden sich dann auch auf den Medaillen wieder, die jeder Teilnehmer, der die Ziellinie passierte, später sein Eigen nennen durfte. Zwar sind auch sie nicht so prächtig gestaltet wie die Exemplare in Paris, dennoch freue ich mich sehr, jetzt meiner Sammlung ein paar etwas exotischere Medaillen hinzugefügt zu haben.



[Anmerkung: Zusätzlich sollte es am Abend des ersten Veranstaltungstages – das Event erstreckt sich jedes Jahr über insgesamt zwei Tage (Samstag & Sonntag) – übrigens auch noch einen Pixar Pals Night Run mit anschließender Party im Toy Story Land geben. Leider wurde dieser Programmpunkt jedoch einige Wochen vor der Veranstaltung aufgrund einer sich ankündigenden Demonstration in der Innenstadt von Hong Kong, die auch Auswirkungen auf den öffentlichen Personennahverkehr haben sollte, abgesagt. Die Medaillen sowie das Shirt und die Startnummer sowie sogar ein kleines Goodiebag mit Notizbuch und Tsum Tsum als Entschädigung gab es aber erfreulicherweise dennoch.]

© Florian Ahlborn
© Florian Ahlborn

Mein persönliches Fazit

Wie Ihr vielleicht im Laufe des Artikels bereits bemerkt habt, hat mich das Hong Kong Disneyland wirklich sehr für sich eingenommen. Ob nun die detailreiche Gestaltung der Hotels; der zwar kleine, aber dennoch sehr pittoreske Park mit seiner ungewöhnlichen Aufteilung und den teilweise einzigartigen Attraktionen; die Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit viele Charaktere zu treffen; die kurzen Wartezeiten; der unglaublich zuvorkommende Service und last but not least natürlich auch das Lauf-Event selber – all dies hat mir Hong Kong in dieser kurzen Zeit sehr ans Herz wachsen lassen und es steht für mich eigentlich schon fest, dass ich dem Park bald einen weiteren Besuch abstatten möchte.

Und nicht zuletzt auch darum, weil dort derzeit an allen Ecken und Enden fleißig gewerkelt wird, denn im Rahmen eines großen Modernisierungsplans wird im kommenden Jahr zunächst die Erweiterung des Schlosses fertiggestellt – es wird dann aus ganz vielen Türmen bestehen, die unterschiedlichen Disney-Prinzessinnen gewidmet sind -, bevor dann auch 2021 Elsa, Anna, Olaf & Kristoff ihr ganz eigenes Arendelle: World of Frozen-Areal bekommen. 

Wir können also gespannt sein, was sich in den nächsten Jahren dort noch alles ereignen wird, denn wie Walt Disney selber einmal gesagt hat: „Disneyland wird niemals ganz fertig sein.“ Ein Besuch wird sich also immer wieder lohnen.

Wie sieht es denn bei Euch aus? Konnte ich Euch ein wenig Lust auf diesen kleinen Park machen oder seid Ihr vielleicht sogar selber schon einmal da gewesen? Dann hinterlasst gerne unten einen Kommentar!

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen nun erst einmal noch einen schönen Tag, und verbleibe bis zum nächsten Mal 

Euer RainbowMickeyRunner  

Florian 

Wenn ich endlich das tue, was Schneemänner tun, im Sommer…

Wenn ich endlich das tue, was Schneemänner tun, im Sommer…

TIPPS & TRICKS

Wenn ich endlich das tue,
was Schneemänner tun, im Sommer…

Florian (RainbowMickeyRunner), Hamburg

29. Juni 2019

Was kann man tun, wenn es der Sommer noch einmal etwas zu gut mit uns meint? Auch wenn viele Aktivitäten unter freiem Himmel stattfinden, gib es zum Glück durchaus einige Alternativen, um der Hitze draußen zumindest ein wenig zu entfliehen. Deshalb gibt es von mir im heutigen Beitrag fünf Ideen, wie Ihr trotz hoher Temperaturen bei einem Besuch im Disneyland Paris einen kühlen Kopf behaltet.

Die derzeitige Hitzewelle in Europa macht auch vor dem Disneyland Paris nicht halt. In der letzten Woche kletterte das Thermometer mancherorts in Frankreich immer mal wieder auf über 40° Grad, sodass zur Sicherheit der Castmember, aber auch der Gäste, vorsorglich einige Attraktionen geschlossen blieben, normalerweise unter freiem Himmel stattfindende Shows wie Timons Mata Dance, der Jungle Book Jive oder auch Disneys Stars on Parade vorsorglich abgesagt wurden und einige Plätze des Disneyland Parks selbst sowie der Walt Disney Studios mit Hilfe von Feuerwehrschläuchen kurzerhand zu Wasserspielplätzen umfunktioniert wurden. Und auch wenn sich die Temperaturen langsam aber sicher wieder etwas zu normalisieren scheinen, haben die letzten Tage doch in mir die Frage aufgeworfen, was es für sinnvolle Programmalternativen es gibt, sollte der Sommer noch einmal so richtig loslegen. Wollt Ihr also wissen, welche Möglichkeiten es gibt, der Hitze zumindest zwischendurch immer mal wieder zu entfliehen? Dann lest weiter…


© Sascha Meyer

TIP #1: SHOWS

Eigentlich naheliegend, aber dennoch möchte ich gleich zu Beginn gerne direkt auf diesen Punkt hinweisen! Bei meinen bisherigen Besuchen war ich immer wieder beeindruckt von der Qualität und Kreativität der zahlreichen Shows, die man als Gast in beiden Parks besuchen und erleben kann: ob nun der Publikumsliebling „Mickey & the Magician“ im Animagique Theater in den Walt Disney Studios – eine Mischung aus Musical & Zaubershow – oder auch die neue „The Lion King: Rhythms of the Pride Lands“-Show im neu eröffneten Frontierland Theater – eine Hommage an den Originalfilm, der in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag feiert und seit ihrer Premiere vor gut einem Monat die Besucher zu Begeisterungsstürmen hinreist.

 Beides sind Programmpunkte, die man auf jeden Fall besuchen sollte und die sich jetzt bei den heißen Temperaturen draußen bestens eignen, um sich ein wenig abzukühlen.

Denn der Vorteil dabei: beide Theater sind voll klimatisiert. Somit kann man sich hier nicht nur etwas abkühlen, sondern sich gleichzeitig auch noch von den zauberhaften Shows mit ihrer Disney-Magie in den Bann ziehen lassen. Und mal ehrlich: Was kann es Besseres geben? (Und solltet Ihr davor zurückschrecken, Euch vor dem Frontierland Theater in die teilweise sehr langen Schlangen zu reihen, könnt Ihr natürlich immer noch auf den Walt Disney Studios Park ausweichen, wo mehrmals am Tag im Studio Theater eine Aufzeichnung der Lion King-Show gezeigt wird. Natürlich nicht zu vergleichen mit dem Live-Erlebnis, aber bei der Hitze durchaus eine denkbare Alternative. Die genauen Uhrzeiten für die verschiedenen Shows findet Ihr wie immer unter diesem Link.)

    © Sascha Meyer

    TIP #2: INDOOR-ATTRAKTIONEN

    Die zweite Möglichkeit, sich ein wenig aus der Sonne zu entfernen, sind natürlich alle Attraktionen, die in geschlossenen Räumen stattfinden. Auch diese sind klimatisiert, was es für Besucher deshalb auch dort erträglicher macht als daußen unter freiem Himmel. Zu nennen wären hier z.B.


    Disneyland Park:

    • Buzz Lightyear’s Laser Blast
    • it’s a small world
    • Mickey’s PhilharMagic
    • Phantom Manor
    • Pirates of the Caribbean
    • Star Tours: The Adventures Continue
    • Star Wars Hyperspace Mountain

    Walt Disney Studio Park:

    • Crush’s Coaster
    • Ratatouille: The Adventure
    • Rock’n’Roller Coaster starring Aerosmith
    • The Twilight Zone Tower of Terror

    © Matthias Bernhard Schwerig

    TIP #3: AUSZEIT IM CAFÉ FANTASIA IM DISNEYLAND HOTEL

    Ihr wolltet schon immer mal eine echte englische Tea Time erleben? Dann seid ihr bei den heißen Temperaturen im Café Fantasia im Disneyland Hotel genau richtig. Auch die Räume dort sind klimatisiert und Ihr könnt Euch bei einem Tässchen Tee, leckeren Scones , Sandwiches und Gebäck ein bisschen entspannen und erholen. Dabei könnt Ihr von 15:30-17:30Uhr zwischen zwei Varianten wählen, die entweder nur den Tee und die Snacks (45€) oder zusätzlich ein Glas Champagner (60€) beinhalten. (Für Kinder gibt es außerdem ein spezielles Arrangement für 29€).

    Selbstverständlich könnt Ihr aber auch einfach nur einen Kaffee, Tee oder Kaltgetränke sowie eine der vielen kleinen süßen Schweinerei aus der hauseigenen Konfiserie konsumieren, Eure bisherigen Eindrücke verarbeiten oder auch das ein oder andere Bild in den Sozialen Medien posten oder auch an die Lieben daheim versenden.


    Und… wenn Ihr Glück habt, könnte es sogar sein, dass Euch bei dieser kleinen Auszeit sogar Mickey, Minnie oder auch eine der vielen Disney-Prinzessinnen über den Weg laufen, die dort immer mal wieder unterwegs sind. Wenn das nicht ein zauberhaftes Alternativprogramm ist?

    © Florian Ahlborn

    TIP #4: POOLS DER DISNEY- & PARTNERHOTELS

    Natürlich sollen auch sie nicht unerwähnt bleiben… die Pools der Disney- und Partnerhotels, die bei einem solchen Wetter selbstverständlich ebenfalls ein wahrer Segen sein können und sich geradezu perfekt für eine Abkühlung eignen.

    Zwar könnt Ihr Euch derzeit in den direkten Disney-Hotels leider nur als Gäste des Disneyland Hotels, des Newport Bay Club Hotels oder der Davy Crocket Ranch in den jeweiligen Unterkünften erfrischen, da das Hotel New York ja umgebaut und der Pool der Sequoia Lodge leider immer noch wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist, aber wenigstens können Gäste der Sequoia Lodge dafür aber derzeit auch den Pool des Newport Bay Club Hotels benutzen… sodass man auch als Gast dieses Hotels nicht auf ein wenig Planschrei verzichten muss. Das ist ja auch schon einmal etwas… 

    Und wem all das noch nicht genug ist, der könnte vielleicht auch einmal einen Besuch im Les Villages Nature überlegen, das inzwischen ebenfalls zur den Disney-Hotels dazugezählt wird und welches mit der Aqualagon eine über 2500 qm große Wasserlandschaft mit Rutschen, Whirlpools und ähnlichem bietet, in der Ihr Euch nach einem anstrengenden Tag in den Parks ausgiebig erholen könnt – ich habe mir auf jeden Fall schon einmal überlegt, diese Unterkunft bei einem meiner nächsten Besuche mal ausgiebig unter die Lupe zu nehmen, denn spannend sieht es auf jeden Fall aus, wie ich finde..  

    Aber auch einige Partnerhotels, die 

Ihr über Disney oder auch separat buchen könnt, bieten eigene Pools, so z.B. das Explorers, das Vienna House Magic Circus – sowie das Vienna House Dream Castle-Hotel und auch das Radisson Blu Hotel. Und natürlich habt Ihr auch bei einige Unterkünften in den Ortschaften rund um das Disneyland herum manchmal eigene Wellness- und Poolbereich mit dabei. Hier lohnt es sich also auf jeden Fall, im Vorfeld einer Reise ein wenig zu recherchieren und Preise zu vergleichen, um dann auch solche kleinen Vorzüge mit dabei zu haben.

    Solltet Ihr darüber hinaus übrigens in Besitz einer Infinity-Jahreskarte sein, gibt es täglich auch eine begrenzte Anzahl (ca. 120 Plätze) an Zugängen zu den Pools des Newport Bay Club Hotel und der Davy Crockett Ranch, die Ihr jeweils von 8:00-14:00Uhr benutzen und sogar eine weitere Person mitbringen dürft. Diesen Zugang könnt Ihr ab 14 Tage vorher hier online buchen. 

Mein Tipp: Solltet Ihr daran Interesse haben, bucht auf jeden Fall rechtzeitig und damit meine ich: am besten direkt um Mitternacht, wenn die Kontingente online gehen. Ich hatte für meinen nächsten Aufenthalt jetzt für mehrere Tage Glück, konnte aber selber miterleben, dass ab 0Uhr innerhalb von 5 Minuten alle Plätze für den Newport-Pool weg waren. Man sieht also: eine Erfrischung in den Pools wünschen sich dieser Tage scheinbar wirklich viele Besucher!

    © Torsten Brockmann

    TIP #5: AUSFLUG INS SHOPPINGCENTER VAL D’EUROPE 

    Und zu guter Letzt – warum nicht einfach auch mal für ein paar Stunden oder einen ganzen Tag ein bisschen Auszeit von Disney nehmen, wenn man für eine längrere Zeit da ist? Für einen kleinen Ausflug – nur eine RER-Haltestelle vom Disneyland entfernt – bietet sich das große Einkaufscenter Val d’Europe hierfür sehr gut an. Hier gibt es alles, was das Shopping-Herz begehrt und natürlich werdet Ihr in mehreren Geschäften auch in Bezug auf Disney ausreichend fündig. 

Zu empfehlen ist aber auch das große Aquarium SEA LIFE, das direkt ins Val d’Europe integriert ist und Euch auf eine Reise in eine faszinierende Unterwasserwelt entführt, wo man dann Nemo, Dorie und andere Fischarten einmal in ihrer ganzen Farbenpracht real bestaunen kann. Wie gesagt: dies eignet sich vor allem dann für einen Abstecher, wenn Ihr mehrere Tage vor Ort seid und keinen allzu großen Zeitdruck habt, ist aber eben auch durchaus eine schöne Alternative.

    Ich hoffe, ich konnte Euch mit diesen Tipps einige Anregungen geben, wie man sich trotz hoher Temperaturen dennoch eine schöne Zeit in den französischen Parks machen kann. Denkt aber natürlich auch an all die anderen Dinge, die generell bei solch einem Wetter angeraten sind: trinkt ausreichend (und denkt dran, dass es an mehreren Stellen im Park, u.a. am Eingang zum Adventureland) Wasserspender gibt, bei denen Ihr Euch kostenloses Leitungswasser abzapfen könnt oder deckt Euch – aus Kostengründen – im Bahnhof Chessy mit einer großen Flasche Wasser ein! Das ist auf jeden Fall günstiger als in den verschiedenen Shops im Park. Und natürlich sollten auch ausreichend Sonnencreme, kleine Snacks und eine Kopfbedeckung im Sommer immer Eure stetigen Begleiter sein.

    Vielleicht habt Ihr ja aber auch noch ein paar weitere Tipps, was man alles bei einer solchen Extremhitze in den Parks oder auch drumherum unternehmen kann. Dann hinterlasst diese doch gerne unter diesem Artikel in den Kommentaren! Aber wie immer ist natürlich auch Feedback zu diesem oder auch anderen Artikeln meines Blogs immer wieder gerne gesehen.

    
Für heute wünsche ich Euch noch einen schönen Tag, behaltet einen kühlen Kopf und lasst es Euch gut gehen! Bis zum nächsten Mal!

    Euer RainbowMickeyRunner

    Florian